Landtagswahl Baden-Württemberg am 8. März 2026
Rückenwind für Die Linke in Baden-Baden – Jan van Aken und Özlem Demirel stärken Lotar Tatzik und Lisa Schrempp

Baden-Baden, 02.03.2026, Bericht: Redaktion «Eine starke linke Opposition kann den Landtag verändern!» Mit dieser Feststellung habe die Linke-Europaabgeordnete Özlem Demirel am Samstag im Baden-Badener Kongresshaus sämtliche Redebeiträge auf einen gemeinsamen Nenner gebracht, heißt es einer Pressemitteilung von Die Linke Baden-Baden Rastatt.
Auch der Linke-Bundesvorsitzende Jan van Aken war am Samstag nach Baden-Baden gereist, um seine Parteikollegen Lotar Tatzik und Lisa Schrempp im Landtagswahlkampf zu unterstützen. Auch im Baden-Badener Gemeinderat ist Die Linke mit Stadträtin Beate Schneider seit der letzten Kommunalwahl erstmals mit einem Sitz vertreten.
Lisa Schrempp, Linke-Kandidatin im Wahlkreis Rastatt, erklärte Kinderarmut sei ebenso wie Altersarmut kein Zufall und kein Schicksal, «das ist ein Systemproblem. Und Systeme lassen sich ändern – wenn man es will», Lothar Tatzik, Wahlkreis Baden-Baden: «Ich kandidiere für ein Baden-Württemberg, das sozial gerecht, solidarisch und zukunftsfähig ist.»
Bis 1997 sei es in Deutschland völlig normal gewesen, dass Menschen mit sehr hohem Vermögen auch Vermögensteuer bezahlen, um das Gemeinwesen mitzufinanzieren. Reichtum sei nicht das Problem, so Jan van Aken. Problematisch sei es erst, «wenn der Reichtum unanständig ist». Der Linke-Vorsitzende: «Ich finde, es sollte keine Milliardäre geben.» Diese hätten ihr Geld nicht verdient und kauften sich damit Politik. Zum Beispiel mit Großspenden an Parteien – mit Ausnahme der Linken, die als einzige Partei in der Bundesrepublik keine Großspenden annehme.
Neben der Vermögensteuer besteht für die Linke dringender Bedarf bei der Erbschaftsteuer. Wer erbt, zahlt diese Steuer – es sei denn, er erbt ein außerordentlich bis extrem hohes Vermögen. Hier würden dem Staat jährlich Milliarden entgehen, die in der Sozialpolitik für Kinder, Familien und alte Menschen fehlten. Landtagskandidatin Lisa Schrempp: «Ich akzeptiere nicht, dass Armut normalisiert wird. Sozialpolitik ist kein Randthema. Sie entscheidet darüber, ob Menschen in Würde leben können - oder nicht.»
Schließlich wandten sich die Wahlkämpfer im Baden-Badener Kongresshaus auch der Wohnungspolitik zu. Die Linken wollen in Baden-Württemberg jährlich 20.000 Sozialwohnungen schaffen sowie Leerstand und illegale Miethöhen verfolgen und beenden. Wohnortnahe Gesundheitsversorgung, kostenfreie Kitas und Bildung sind weitere Punkte. Der Öffentliche Nahverkehr soll eine echte Alternative zum Auto werden – einschließlich einem kostenfreien Sozialticket und 9-Euro-Ticket als erstem Schritt hin zu einem kostenfreien ÖPNV.
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