Landesjugendkonferenz des Kultusministeriums Baden-Württemberg
Schüler des Hohenbaden stellten bequeme Fragen an die Minister – Fehlende Sporthalle kein Thema
Baden-Baden, 21.11.2024, Bericht: Redaktion Die Schüler des Gymnasiums Hohenbaden nahmen an der Landesjugendkonferenz teil, teilt das Rathaus Baden-Baden mit. Ob die Schüler so auch zu kritischem Denken geführt werden und konkrete unbequeme Themen mitnehmen in das politische Engagement, wird man sehen.
Seit Jahrzehnten wartet das Gymnasium Hohenbaden auf eine Erweiterung der Schule und eine Sporthalle und die Schüler pilgern durch die Stadt als Gäste in anderen Sporthallen. Das neben dem Gymnasium gelegene ehemals städtische Grundstück des alten Gefängnisses wurde lieber an Grundstücksspekulanten verkauft als dort für die Schüler etwas zu tun. Die Schüler wurden in Stuttgart mit für die Politiker bequemeren Themen konfrontiert.
Die Mitteilung aus dem Rathaus Baden-Baden vom 20. November 2024 im Wortlaut:
Über 200 politisch interessierte Jugendliche, die Kultusministerin und der Sozialminister, der große Saal der L-Bank, ein Team von Regio-TV, Live-Abstimmungen und mittendrin Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Hohenbaden.
Einmal eine eigene Frage direkt an die baden-württembergische Kultusministerin richten, Lavinia Paul, Schülerin der K2 des Gymnasiums Hohenbaden, hat es geschafft und Theresa Schopper im Rahmen einer Podiumsdiskussion direkt zu ihren Plänen für den Umgang mit KI im Unterricht befragt. Doch nicht nur die Diskussion mit Kultusministerin Schopper und Sozialminister Lucha stand auf dem Programm der ersten Landesjugendkonferenz des Kultusministeriums Baden-Württemberg im November. Neben dem Austausch mit dem Landesschülerrat und dem Dachverband der Jugendgemeinderäte ging es vor allem um die Weiterbearbeitung der eingereichten Themenvorschläge aus den zehn regionalen Jugendkonferenzen des ersten Halbjahres.
Bereits Anfang Juli fand am Gymnasium Hohenbaden die 9. regionale Jugendkonferenz statt. Gemeinsam mit den Gästen des Markgraf-Ludwig-Gymnasiums diskutierten hier 65 Schüler der Oberstufe an zehn Themen-Tischen über vorgegebene Themen wie beispielsweise den Umgang mit KI, den Ausbau der beruflichen Bildung oder die Frage, was es aus Schülersicht alles braucht, um aus dem Lernort Schule auch einen Wohlfühlort zu machen.
Eine Delegation von elf Schülern der Kursstufe, begleitet von ihrem Gemeinschaftskundelehrer Jan-Olaf Kaiser, stellte die Themen der Regionalkonferenz auf der Landesjugendkonferenz vor und arbeitete danach in Workshops an gemeinsamen Formulierungen, die nach einer finalen Schlussabstimmung direkt an das Kultusministerium weitergegeben wurden. Im abschließenden Rückblick auf die erste Landesjugendkonferenz wurde schnell klar, dass hier klare Vorschläge der Jugendlichen zur Gestaltung des Lernortes Schule erarbeitet wurden und die Beteiligungsmöglichkeiten der Jugendlichen in Baden-Württemberg deutlich gestiegen sind. Umso mehr freuen sich die Schüler des Gymnasiums Hohenbaden auf die Ausrichtung der nächsten regionalen Jugendkonferenz am 21. Februar 2025 und auf die Teilnahme an der zweiten Landesjugendkonferenz am 15. Juli 2025 in Stuttgart.
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