Folgen nach Randale
Strasbourger Geschäftsleute bangen um Weihnachtsgeschäft – Hilfsfonds und zinslose Darlehen für Einzelhändler nach Zerstörungen

Strasbourg, 03.11.2026, Bericht: Redaktion Die Baden-Badener Geschäftsleute sind verschont geblieben von den Folgen der Krawalle, die auch Städte in Deutschland erreichten.
Besorgt blicken die Geschäftsleute im Elsass in die nächsten Wochen vor Weihnachten, in denen der Weihnachtsmarkt nochmals zu einer Herausforderung werden könnte, denn für die kommenden Wochenenden sind in Strasbourg weitere Proteste angekündigt. Die Einzelhändler in Strasbourg beklagen nicht nur teils schwer demolierte Einrichtungen, sondern sorgen sich auch um das Vorweihnachtsgeschäft. Die Dernières Nouvelles d’Alsace, DANN. berichtet nach den schweren Ausschreitungen von massiven Sachschäden und einem dramatischen Einbruch des Wochenendgeschäfts, bei dem die für Strasbourg wichtigen deutschen Kunden und Touristen einen großen Bogen um die Europametropole machen. Von Millionenverlusten sei schon jetzt auszugehen. Bei den schweren Ausschreitungen insbesondere am vorletzten Samstag waren im Strasbourger Zentrum dutzende Geschäfte und Filialen, wie Primark, die Telekommunikationsläden SFR/Bouygues und die Gastronomie das Ziel von gewalttätigen Demonstranten, besonders hart traf es McDonald's, aber auch die Einrichtungen der Verkehrsbetriebe CTS und auch vor dem Elsässischen Museum gab es kein Halten.
Von Umsatzeinbrüchen von bis zu 80 bis 90 Prozent spricht die Strasbourger Händlervereinigung Vitrines de Strasbourg, deren Sprecher Gwenn Bauer auch von Einzelhändlern berichtete, die an den betroffenen Samstagen ihren gesamten Umsatz eingebüßt hätten. Die Industrie- und Handelskammer Elsass, die CCI Alsace Eurométropole tut, was sie kann, und richtete eine Taskforce ein. Mitarbeiter helfen direkt in den Läden und bieten zinslose Darlehen sowie Gelder aus einem 150.000-Euro-Hilfsfonds für Reparaturen und Sanierungen an betroffene Kleinbetriebe.
Auch der öffentliche Nahverkehr, vor allem das Tram-Netz der CTS mit der Verbindung nach Kehl, ist ein sensibler Teil der Infrastruktur von Strasbourg. Sicherheitskonzepte sollen nun helfen, Passagiere zu schützen und Schäden zu vermeiden. Geschäfte und Restaurants haben ihre privaten Sicherheitsdienste massiv aufgestockt und unter anderem mit Sicherheitszäunen die Terrassen verriegelt. Kleinere Händler informierten und organisierten sich zum Teil nicht mehr über soziale Netzwerke, da diese auch für die Krawall-Gruppen einsehbar sind.
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