Streik

Streik bei Badischen Neusten Nachrichten – Ver.di fordert 12 Prozent mehr Lohn

Stuttgart, 20.03.2025, Bericht: Redaktion Von Warnstreiks bei Tageszeitungen in Baden-Württemberg berichtete gestern die Gewerkschaft ver.di. goodnews4.de gehört nicht zu den Zeitungen, die streiken. Genannt wird von der Gewerkschaft ver.di unter anderem die in Karlsruhe erscheinenden Badischen Neusten Nachrichten.

Nach Auskunft von ver.di streikten gestern Journalisten von «Badische Neueste Nachrichten (BNN) Karlsruhe, Badische Zeitung Freiburg, Schwarzwälder Bote Redaktionsgesellschaft mbH Oberndorf, Reutlinger Generalanzeiger, Senner Verlag Nürtingen, Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG Ulm, Heilbronner Stimme, Redaktion Stuttgarter Zeitung Stuttgarter Nachrichten, Kreiszeitung Böblinger Bote, Bechtle Graphische Betriebe und Verlagsgesellschaft (Eßlinger Zeitung / Cannstatter Zeitung), Ungeheuer + Ulmer GmbH & Co. KG (Ludwigsburger Kreiszeitung)».

 

Die Streiks fanden unmittelbar vor der sechsten Tarifverhandlungsrunde zwischen der Deutschen Journalistinnen- und Journalisten-Union, dju, in ver.di und dem Zeitungsverlegerverband BDZV, die heute stattfindet, statt. Insgesamt seien rund 200 Beschäftigte im Ausstand gewesen. Zu den Gründen für den Streik erklärt ver.di: «Ver.di Baden-Württemberg hat in mehreren Redaktionen zu ganztägigen Arbeitsniederlegungen aufgerufen, weil auch nach fast elf Monaten Tarifverhandlungen immer noch kein akzeptables Angebot vorliegt. Ungenügende Angebote des Verlegerverbandes zu Tarifsteigerungen um 120 Euro ab 2025 und um 1,5 Prozent Anfang 2026 und 1,0 Prozent in 2027 bei einer dreijährigen Laufzeit und damit einhergehende Forderungen der Verleger nach Tarifverschlechterungen bei Gehaltsentwicklungen nach Berufsjahren stoßen auf Gegenwehr in den Zeitungsredaktionen. Komplette Ablehnung gibt es vom BDZV bisher auf die Tarifforderungen der dju zum Einsatz von generativer KI in Zeitungsredaktionen.» Ver.di fordert 12 Prozent mehr Lohn, der BJV 10,5 Prozent.

Uwe Kreft, ver.di Baden-Württemberg, wird in der Mitteilung der Gewerkschaft zitiert: «Die letzten Gehaltserhöhungen haben für die Beschäftigten zu Reallohnverlusten geführt. Wir können und werden nicht die Hand reichen zu einer immer dramatischeren Entwertung der Arbeitsbedingungen in der Branche. Alle sind sich einig, dass Tageszeitungen nur mit hoher Qualität eine Zukunft haben. Qualität gibt es aber nicht für umsonst.»




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