Konstituierende Sitzung des Landtags

Thomas Strobl neuer Landtagspräsident – Allgemeinplätze aus der Fraktion: „Würde, Fairness und Respekt gegenüber dem Parlament“

Thomas Strobl neuer Landtagspräsident – Allgemeinplätze aus der Fraktion: „Würde, Fairness und Respekt gegenüber dem Parlament“
Thomas Strobl ist neuer Präsident des Landtags von Baden-Württemberg. Foto: Archiv

Bild Nadja Milke Bericht von Nadja Milke
13.05.2026, 00:00 Uhr



Stuttgart Bei der konstituierenden Sitzung des Landtags von Baden-Württemberg lief gestern alles nach Plan. Das grün-schwarze Personal-Karussell drehte sich für Thomas Strobl planmäßig vom Ineneministerium auf das Podium des Landtagspräsidenten. Sein Platz wird frei für Manuel Hagel.

Thomas Strobl stehe «für Würde, Fairness und Respekt gegenüber dem Parlament und seinen demokratischen Institutionen», ließ der neue Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion Baden-Württemberg, Tobias Vogt, wissen. Alles andere hätte ja nicht nur gegen Gepflogenheiten verstoßen, sondern auch gegen die Verfassung.

 

Das Statement von Tobias Vogt: «Die CDU-Landtagsfraktion gratuliert Thomas Strobl herzlich zur Wahl zum Landtagspräsidenten. Gerade in einer Zeit härterer Debatten braucht unser Parlament an seiner Spitze eine Persönlichkeit mit Erfahrung, Haltung und Integrationskraft. Thomas Strobl steht für Würde, Fairness und Respekt gegenüber dem Parlament und seinen demokratischen Institutionen. Ich bin überzeugt, dass er dieses hohe Amt mit großer Autorität, Augenmaß und einem klaren Verständnis für die Würde des Parlaments ausfüllen wird.»

103 Abgeordnete stimmten gestern für Thomas Stobl als Landtagspräsident. Es gab 52 Gegenstimmen und eine Enthaltung. Eine Stimme entfiel auf eine andere Person. Zur stellvertretenden Landtagspräsidentin wurde die bisherige Präsidentin Muhterem Aras, Grüne, gewählt. 106 Abgeordnete stimmten für sie. Es gab zwölf Gegenstimmen und vier Enthaltungen. Auf den AfD-Abgeordneten und Baden-Badener Stadtrat Joachim Kuhs entfielen 33 Stimmen, ungültig waren zwei.

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Nach seiner Wahl dankte Thomas Strobl für das ihm seitens der Abgeordneten entgegengebrachte Vertrauen. &lauqo;Mit Respekt, mit Ehrfurcht und auch mit Demut stehe ich vor dieser neuen Aufgabe. Und ich verspreche Ihnen, all meine Kraft für dieses Amt einzusetzen und diesem Hohen Hause und unserem Land zu dienen“, erklärte der neue Landtagspräsident. Die parlamentarische Demokratie sei kein Selbstzweck. &lauqo;Wir alle haben eine dienende Funktion. Und in Wahrheit geht es um eine einfache Sache: das Leben der Menschen besser zu machen», so Thomas Strobl. Der neue Landtagspräsident, erklärte, er werde «in der Funktion, die Sie mir nun ehrenvollerweise übertragen haben, alles tun, um die Würde dieses Hauses zu verteidigen». Der Landtag sei das &lauqo;Herz der Demokratie in Baden-Württemberg». Es sei der Ort, &lauqo;an dem sich der Wille des Volkes artikuliert, an dem der Wille des Volkes zum Ausdruck kommt». Thomas Strobl zitierte den Bundespräsidenten Theodor Heuss, der Baden-Württemberg einmal als «Modell deutscher Möglichkeiten» bezeichnet hatte. Dieser Gedanke dürfe dem Land kurz vor seinem 75. Geburtstag Mut machen, so Thomas Strobl. Dies könne zugleich eine Ermutigung für die Koalitionäre sein, die am morgigen Mittwoch einen Ministerpräsidenten wählen und eine Landesregierung bestätigen. Er wünsche allen, die künftig Regierungsverantwortung für Baden-Württemberg tragen, «eine glückliche Hand, viel Erfolg und Gottes Segen».

Heute soll Cem Özdemir vom Landtag zum neuen Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg gewählt werden, die Mitglieder der Landesregierung erhalten ihre Ernennungsurkunden und die Staatssekretäre werden ernannt und vereidigt, darunter auch die Baden-Badener CDU-Abgeordnete Cornelia von Loga als Staatssekretärin des Innenministeriums.

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Nadja Milke ist Redakteurin bei goodnews4.de und Mitglied der Landespressekonferenz Baden-Württemberg. Sie wohnt in der Baden-Badener Innenstadt und kennt sich dort gut aus, aber selbstverständlich auch in den anderen Baden-Badener Stadt- und Ortsteilen. Über Post freut sie sich: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


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