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Widerstand gegen Bernhardus-Baupläne - Stadtrat Schmoll: "Kein Mensch dachte jemals an Bebauung der Wiese" - Sensationelles Vorbild von Alt-OB Carlein für Baden-Badener Rathaus

Widerstand gegen Bernhardus-Baupläne - Stadtrat Schmoll: "Kein Mensch dachte jemals an Bebauung der Wiese" - Sensationelles Vorbild von Alt-OB Carlein für Baden-Badener Rathaus

Bericht: Christian Frietsch

Baden-Baden, 26.04.14, 00:00 Uhr Warum ist denn das Baden-Badener Rathaus so kontaktscheu im Umgang mit seinen Bürgern? Das muss man sich erneut im Fall der Bauplanung St. Bernhardt in der Weststadt fragen. Erneut soll angeblich in nichtöffentlichen Sitzungen Pläne zu einem Grundstückstausch mit der Kirche vorangetrieben werden. Mühsam müssen sich die betroffenen Bürger der Weststadt die Fakten aus allerlei Quellen besorgen. Auf eine offensive Öffentlichkeitsarbeit in Zusammenhang mit den Bauplänen warten die betroffenen Bürger in der Weststadt noch immer. Wie vorbildlich ein Dialog mit den Bürgern laufen kann, kommt auch aus dem Baden-Badener Rathaus.

Aber das ist schon lange her. Stadtrat Werner Schmoll ist ein geradezu sensationelles Dokument zu verdanken aus einem Archiv seines verstorbenen Bruders. Es handelt sich um einen Fragebogen, der während der Amtszeit von Walter Carlein an alle Bürger der Baden-Badener Weststadt im Juli 1987 versendet wurde. Geradezu sensationell ist dieser Fragebogen auch deshalb, weil er allen Kriterien eines modernen Bürgerdialoges entspricht. Sogar eine Handlungsmotivation gehört zum Konzept des Fragebogens, so wie es moderne Kommunikationsstrategen empfehlen. Unter allen Teilnehmern wurden sogar kleine Geldpreise verlost. Diesen Fragebogen sendete Werner Schmoll mit einem Schreiben an Oberbürgermeister Wolfgang Gerstner nebst einer Skizze zur Bernhardus-Planung aus dem Jahre 1913.

In dem Schreiben von Werner Schmoll heißt es unter anderem: «Hierzu übersende ich Ihnen die Kopie eines Schreibens unseres damaligen Oberbürgermeisters Dr. Carlein aus dem Jahr 1987, mit dem die Verwaltung den Bedarf an Tierfgaragenplätzen erfragen wollte. Damals war der Bedarf zu gering. Die Tiefgarage wurde nicht gebaut. Das Schreiben der Verwaltung an die Bürgerinnen und Bürger der Weststadt und der beigefügte Plan zeigen aber, dass kein Mensch jemals an eine Bebauung der Wiese dachte. Der Plan zeigt eindeutig, dass die Wiese schon immer auch Teil der Platzgestaltung war. Die auch heute noch nachvollziehbare Überlegung damals war: Wiese mit darunterliegender Tiefgarage.» PDF E-Mail von Werner Schmoll, Fragebogen und Skizze


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