Zahl der Behandlungen in Krankenhäusern steigt leicht an
Zahlen für Klinik-Konzeptionen – 1,88 Millionen Patientinnen und Patienten 2023 stationär in Krankenhäusern behandelt

Baden-Baden/Stuttgart, 28.08.2024, Bericht: Redaktion Die Frage, ob Baden-Baden auf sein Krankenhaus in Balg verzichten will zu Gunsten der Stadt Rastatt, treibt zunehmend besorgte Bürger um.
Von Oberbürgermeister Dietmar Späth ist keine Unterstützung für den Standort Baden-Baden zu erwarten, er plädiert für einen Standort in Rastatt. Ebenso die Grünen, die SPD und Teile der CDU. Baden-Badener Grüne und CDU stehen dabei unter dem Druck aus Stuttgart, wo ihre Parteien die Landesregierung stellen und den Standort Rastatt durchpauken möchten.
Die Entwicklung der Krankenhausreform von Minister Karl Lauterbach mit einem Konzept von drei Leveln wird bisher kaum diskutiert für die Konzeption einer Gesundheitsversorgung in Baden-Baden. Auch die Entwicklung der Nutzung des Krankenhauses insgesamt gehört zu einer Betrachtung. Dazu liefert nun das Statistische Landesamt einige Zahlen.
Mit rund 1,88 Millionen war die Zahl der stationären Behandlungen in baden-württembergischen Krankenhäusern 2023 um rund 22.000 Fälle, 1,2 Prozent, höher als 2022. Nach Angaben des statistischen Landesamtes stieg die Zahl der Behandlungen damit erstmals seit 2016 wieder leicht an. Dennoch wurden auch 2023 deutlich weniger Patienten und Patientinnen stationär behandelt als vor der Corona-Pandemie. 2023 lag die Zahl der Krankenhausbehandlungen um rund 261.000, 12,2 Prozent, niedriger als 2019. Ein Aufenthalt im Krankenhaus dauerte 2023 im Durchschnitt 7,3 Tage.
Der langjährige Abwärtstrend der Zahl der Betten für die stationäre Versorgung in Krankenhäusern setzte sich 2023 fort. Mit 52.796 Betten standen im Jahresdurchschnitt 2023 rund 760 Betten weniger zur Verfügung als 2022, minus 1,4 Prozent. Im 10-Jahresvergleich lag der Rückgang bei 3.900 Betten beziehungsweise 7 Prozent.

Die Personalkapazitäten der Krankenhäuser stiegen dagegen weiter an. Für das ärztliche Personal war 2023 ein Plus von 1,9 Prozent im Vergleich zu 2022 zu verzeichnen. Die Zahl der an den Kliniken des Landes hauptamtlich beschäftigten Ärztinnen und Ärzte lag 2023 bei 21.620 Vollkräften. Der Personalbestand beim Pflegepersonal war mit 44.235 direkt beschäftigten Vollkräften um 2,5 Prozent höher als 2022.
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