Sanierung Rheinstraße
Zebrastreifen für die Baden-Badener Wasserratten vergessen – Stadtrat Schmoll schreibt an OB Späth

Baden-Baden, 14.06.2025, Bericht: Redaktion Hübsch herausgeputzt präsentiert sich die Rheinstraße in der Baden-Badener Weststadt seit der aufwendigen Sanierung. Nun fehlt aber noch ein Zebrastreifen.
Schon seit Generationen pilgern die Baden-Badener Wasserratten ins Hardbergbad und stürmen auf gerne von der Bushaltestelle über die Straße. Dort findet sich aber kein Zebrastreifen mehr. Das beanstandet Stadtrat Werner Schmoll, SPD, in einem Schreiben an Oberbürgermeister Dietmar Späth. In diesem Zusammenhang sei es ihm «als Gründungsmitglied sehr bedauerlich», dass sich die IG Weststadt «nur um angeblich fehlende Parkplätze, aber nicht um den fehlenden Zebrastreifen an zentraler Stelle» sorge.
Das Schreiben von Werner Schmoll an OB Dietmar Späth vom 13. Juni 2025 im Wortlaut:
Fußgängerquerung bei der Bushaltestelle Große Dollenstraße in der Rheinstraße
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
mit Bedauern habe ich zur Kenntnis nehmen müssen, dass ein sogenannter Zebrastreifen bei der Bushaltestelle Großer Dollen in der umgebauten Rheinstraße entgegen der ursprünglichen Planung nicht mehr vorgesehen ist. Ich halte es aber für richtig, dass die Verwaltung die Situation dort «beobachten» will.
Mit der an dieser Stelle auf 6,50 m reduzierten Straßenbreite wäre es mit einer auf 20 km/h beschränkten Geschwindigkeit möglich gewesen, von einer sicheren Querung auszugehen.
Ich bin mir sicher, dass dies auch bei einer angeordneten Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h der Fall sein kann; allerdings nur dann, wenn Tempo 30 strikt eingehalten wird.
In diesem Zusammenhang erinnere ich an die Lösung, wie sie in Hügelheim für die Hauptstraße gefunden wurde, wo mithilfe von zwei stationären Geschwindigkeitsmessgeräten die Einhaltung der vorgegebenen Höchstgeschwindigkeit seit Jahren sehr effektiv durchgesetzt wird.
Eine moderne Blitzersäule im Kreuzungsbereich von Erwinstraße, Große Dollenstraße und Rheinstraße könnte nicht nur Geschwindigkeitsverstöße ahnden, sondern auch das Telefonieren während der Fahrt erkennen, was für zusätzliche Sicherheit sorgen würde.
«Blitzer» wären auch ohne den fraglichen Überweg von Bedeutung. Nur so kann die nach dem Umbau verkehrsberuhigte Rheinstraße ihr volles Potenzial für die Bürger entfalten.
Nach meinen Recherchen amortisieren sich die Kosten für entsprechende Anlagen in weniger als drei Jahren. Danach schlagen sie sich positiv im Haushalt nieder.
Ich beantrage deshalb der Gemeinderat möge beschließen: Die Verwaltung wird beauftragt zu prüfen, ob in der umgebauten Rheinstraße stationäre Geschwindigkeitsmessgeräte eingesetzt werden können.
Mit freundlichen Grüßen,
Werner Schmoll
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