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9. Pierre Pflimlin-Symposium

Alfred Grosser über die Bedeutung von Pierre Pflimlin: "Er hat de Gaulle davor bewahrt ein Diktator zu werden" - Peter Steinbach zur Bedeutung von Alfred Grosser: "Von jedem Buch, das er schrieb, war zu spüren, dass er aufräumte mit Vorurteilen"

Alfred Grosser über die Bedeutung von Pierre Pflimlin: "Er hat de Gaulle davor bewahrt ein Diktator zu werden" - Peter Steinbach zur Bedeutung von Alfred Grosser: "Von jedem Buch, das er schrieb, war zu spüren, dass er aufräumte mit Vorurteilen"
Alfred Grosser beim 9. Pierre Pflimlin-Symposium von goodnews4.de und Brenners Park-Hotel & SPA.

Baden-Baden, 09.04.2016, 00:00 Uhr, Bericht: Christian Frietsch Gestern Abend zeigte der französische Publizist Alfred Grosser warum er als eine der bedeutendsten Stimmen des öffentlichen Europas gilt. 220 geladene Gäste waren der Einladung von goodnews4.de und dem Brenners Park-Hotel zum 9. Pierre Pflimlin-Symposium und zur Verleihung des «Goldenen Coeur de l´Europe» gefolgt.

Unter ihnen auch der ehemalige baden-württembergische Ministerpräsident Erwin Teufel, Antoinette Pflimlin, Tochter von Pierre Pflimlin, Max Markgraf von Baden, der ehemaliger französischer Minister Daniel Hoeffel, und viele andere Vertreter des öffentlichen Lebens aus Deutschland und Frankreich. Aus dem Baden-Badener Gemeinderat waren alle Vorsitzenden der Fraktionen der Einladung gefolgt: Armin Schöpflin, Beate Böhlen, Werner Henn, Hans-Peter Ehinger, Tilmann Schachtschneider und Rolf Pilarski. Ebenso eine größere Zahl weiterer Stadträte.

Nach der Eröffnung und Begrüßung durch Christian Frietsch und Frank Marrenbach. In seiner Laudatio auf Alfred Grosser würdigte Peter Steinbach, Leiter der Gedenkstätte Deutscher Widerstand den französischen Publizisten, dessen Bücher und Veröffentlichungen ihn selbst wesentlich geprägt haben: «Von jedem Buch, von jedem Artikel, den er schrieb, war zu spüren, dass er aufräumte mit Vorurteilen.»

Nach der Übergabe des «Goldenen Coeur de l´Europe», dessen erster Preisträger Pierre Pflimlin war, ging Alfred Grosser in seiner Rede zunächst auf die historische Bedeutung von Pierre Pflimlin ein. «Er ist ein Diener von Charles de Gaulle gewesen, er hat verhindert, dass de Gaulle ein Diktator wird.» Und bei der historischen Einordnung der Verdienste um die deutsch-französische Freundschaft und dem Zustandekommen des vereinten Europas machte Alfred Grosser ohne falsche Rücksichtnahme klar, dass auf französischer Seite nicht Charles de Gaulle der eigentliche Wegbereiter war, sondern der damalige Außenminister Robert Schumann. Auch Konrad Adenauer sah das so, was ein handschriftliches Schreiben belegt, das Adenauer an Robert Schumann gerichtet hatte. Das historische Schreiben verlas Alfred Grosser gestern Abend im Brenners Park-Hotel.

In einer fast einstündigen Rede ging Alfred Grosser auf das Thema des Abends ein − «Liberté 2106» − und zitierte dafür auch Robert Schumann: «Wir müssen das freie Europa lieben. Nicht nur für uns selbst, sondern für die, die heute noch in Unterdrückung leben und eines Tages frei werden und uns um Unterstützung bitten werden.» Die Voraussage hatte sich 1990 in der deutschen Wiedervereinigung und später auch für die osteuropäischen und ehemaligen sowjetischen Völker erfüllt. Das, was für die unterdrückten Völker in Europa bis 1909 galt, «gilt heute für China für Russland und andere», mahnte Alfred Grosser.

Mit «Verherrlichung der privaten Freiheit» ging Alfred Grosser kritisch ins Gericht. Als Beispiel nannte er die Regietheater mit «Entwürdigungen auf der Bühne», wozu Vergewaltigungen und andere Entwürdigungen gehörten. «Entwürdigen nein!», erinnerte Alfred Grosser an das hohe Gut der Würde des Menschen.

Die gesamte Rede von Alfred Grosser wird von goodnews4.de demnächst veröffentlicht, ebenso die Laudatio von Peter Steinbach und die übrigen Redebeiträge des 9. Pierre Pflimlin-Symposiums.


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