Von Christoph Columbus nach Europa eingeführt
Schnupftabak außergewöhnliches, aber traditionsreiches Genussmittel – So fand er seinen Weg nach Deutschland

Baden-Baden, 28.07.2022, Bericht: Redaktion Einst – in Form von Tabakblättern – von Christoph Columbus entdeckt und nach Europa eingeführt, hat sich der uns heute bekannte Schnupftabak, im Laufe der Jahrhunderte sehr weiterentwickelt. Ursprünglich wurde er lediglich von Apothekern und Ärzten als Heilpflanze betrachtet, und zu homöopathischen Zwecken gebraucht.
Erst Jahre später, als er seinen Weg von Amerika nach Portugal fand, wurde die Tabakpflanze auf Plantagen gepflanzt, und die Ernte mit großem Erfolg verkauft. Das der Tabak sich so rasant in Portugal ausbreitete, ist der Tatsache geschuldet, dass sich Behörden am Tabakanbau beteiligten. Natürlich hegen sie dabei den Gedanken, inwiefern sie dadurch profitieren könnten.
So wurde die Steuer auf Tabak eingeführt, wobei es keine Rolle spielte, ob dieser nun zum Rauchen oder als Schnupftabak genutzt wurde. Wobei eine Ausnahmeregelung für Soldaten, Seeleute und Bergarbeiter galt. Diese hatten keine Tabaksteuer zu entrichten.
In Europa angelangt, verbreitete sich der Tabak recht zügig, sodass er auch schnell seinen Weg nach Deutschland fand. Wobei zu erwähnen ist, dass er zunächst in Deutschland nicht als Genussmittel vom allgemeinen Volk verwendet wurde, sondern einzig den Medizinern und Apothekern als Heilpflanze zur Verfügung stand.
Erst anno 1733 mit der Entstehung der Tabakwarenfabrik in Offenbach, wurde der Schnupftabak als Genussmittel auch in Deutschland gesellschaftsfähig und erfreut sich bis dato großer Beliebtheit.
Warum ist Schnupftabak so beliebt?
Die Gründe dafür sind vielfältig und abhängig des Konsumenten. Der eine liebt Schnupftabak einzig wegen seiner Wirkung und ein anderer macht ein ganz besonderes Ritual aus seinem Schnupftabakkonsum. Ersterer sucht in der Regel lediglich eine schnelle Erfrischung, weil er sich vielleicht abgeschlagen und müde fühlt und der Andere genießt nicht nur den Konsum des Schnupftabaks, sondern auch die Art wie er ihn konsumiert. Dieser macht es sich meist zu Hause richtig gemütlich, stellt voll Vorfreude, seine Schnupftabakdose auf den Tisch, eventuell ein Getränk dazu, und schnupft den Tabak bedächtig mit Genuss.
Wobei sicherlich auch die Tatsache, dass Schnupftabak kein Genussmittel ist, welches von jedermann konsumiert wird und somit noch etwas ganz Besonderes ist, für seine Beliebtheit spricht.
Kann man Schnupftabak mit Zigaretten-Tabak vergleichen?
Fakt ist, dass auch Schnupftabak eine Art Tabak ist und somit Nikotin enthält. Somit besteht der Unterschied in erster Linie darin, dass mit dem Schnupftabak keinerlei schädliche Stoffe, wie beispielsweise Kohlenmonoxid inhaliert werden. Da Kohlenmonoxid sich erst beim Verbrennen des Tabaks entwickelt.
Da sich auch die Art und Weise unterscheidet, wie beide Genussmittel –und als reines Genussmittel sollten sowohl Schnupftabak als auch Zigaretten betrachtet werden- benutzt werden, ist im Grunde genommen kein direkter Vergleich möglich.
Was bewirkt Schnupftabak im Körper?
Die Wirkung des Schnupftabaks liegt im enthaltenen Nikotin begründet. Denn Nikotin birgt sowohl stimulierende als auch psychoaktive Stoffe. Dadurch werden einerseits Ängste gelöst, als auch eine Entspannung des Körpers gefördert.
Da auch Dopamin und Serotonin im zentralen Nervensystem ausgeschüttet werden, wird gleichzeitig auch die Konzentration gesteigert, und der Körper wird hellwach.
Seine schnelle Wirkung wird dadurch verursacht, dass man ihn direkt über die Nase inhaliert und er somit schnell das Gehirn erreicht, wo er dann sofort seine Wirkung entwickelt.
Was sollte beim Konsum von Schnupftabak beachtet werden?
Da auch im Schnupftabak Nikotin enthalten ist, sollte Schnupftabak - ebenso wie jedes andere Genussmittel - tatsächlich als reines Genussmittel betrachtet und entsprechend konsumiert werden. Denn auch Schnupftabak kann den Faktor der Nikotinsucht bergen, wenn er zu häufig konsumiert wird.
Da Schnupftabak kein giftiges Kohlenmonoxid enthält, wirkt er sich - in Maßen genossen - nicht so sehr auf die Gesundheit aus, wie vergleichsweise der Konsum von Zigaretten.
Als Faustregel kann man auch bei Schnupftabak sagen; Schnupftabak ist wie die Sonne, welche es bei der herrschenden Hitzewelle, auch in Maßen zu genießen gilt, wenn gesundheitliche Schäden vermieden werden sollen.
Es gibt verschiedene Sorten Schnupftabak
Schnupftabak gibt es heutzutage in diversen verschiedenen Sorten. Sogar aromatisierte Schnupftabake sind zu finden. Wobei die Minznote beim Schnupftabak als besonders beliebt gilt, da auch die Minze eine erfrischende Eigenschaft besitzt. Somit kann jeder einen Schnupftabak für sich entdecken, welcher ihm geschmacklich gefällt.
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