Aus dem Rathaus Baden-Baden
70 Leute am Runden Tisch – Kinderschutz ist das Thema
Baden-Baden, 02.10.2026, Bericht: Rathaus Rund 70 Fachkräfte aus dem Stadtkreis Baden-Baden kamen zum Runden Tisch &lauqo;Frühe Hilfen und Kinderschutz» im Rathaus zusammen.
Im Mittelpunkt standen die Belastungen von Familien durch anhaltendes Schreien sowie Schlaf- und Fütterprobleme bei Säuglingen und Kleinkindern. Gemeinsam ging es darum, wie solche Belastungen früh erkannt und Familien gezielt unterstützt werden können.
Nach der Begrüßung durch Mitja Frank, Leiter des städtischen Jugendamts, führte Dr. Sarah-Ines Meudt, Leiterin der Psychologischen Beratungsstelle, in das Thema ein. Den Fachvortrag hielt die Psychologin Janna Wiehmann, Psychologische Leiterin der Ambulanz für Eltern mit Säuglingen und Kleinkindern am Universitätsklinikum Heidelberg. Sie erläuterte, welche Auswirkungen häufiges und langanhaltendes Schreien sowie Schlaf- und Fütterprobleme auf Familien haben können und worauf Fachkräfte frühzeitig achten sollten.
Dabei wurde deutlich: Je jünger ein Kind ist, desto stärker ist es auf die Unterstützung seiner Eltern und Bezugspersonen angewiesen. Schwierigkeiten bei der Regulation sind nicht automatisch ein Hinweis auf eine Kindeswohlgefährdung, können aber zeigen, dass Eltern stark belastet oder überfordert sind. Umso wichtiger ist es, solche Belastungen früh zu erkennen und Familien rechtzeitig passende Unterstützung anzubieten.
Im anschließenden World-Café tauschten sich die Teilnehmenden darüber aus, wie Fachkräfte Familien in solchen Situationen gut begleiten können. Dabei ging es auch darum, vorhandene Ressourcen zu stärken sowie gemeinsam passende Hilfsangebote zu finden. Der Runde Tisch machte deutlich, dass die Frühen Hilfen eine wichtige Rolle dabei spielen, Familien frühzeitig zu erreichen und bei Bedarf weitere Unterstützung zu vermitteln.
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