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Stadt legt Konzept vor

Neues Konzept für Reisebusse in Baden-Baden – „Einfahrt in die Innenstadt untersagt“ – „Ausnahmeregelung steuern“

Neues Konzept für Reisebusse in Baden-Baden – „Einfahrt in die Innenstadt untersagt“ – „Ausnahmeregelung steuern“
Gegen einen Reisebusbahnhof am Ludwig-Wilhelm-Platz gab es erfolgreich Protest der Anwohner. Foto: Archiv

Bild Christian Frietsch Bericht von Christian Frietsch
14.01.2021, 00:00 Uhr



Baden-Baden Viel Ärger hatte es um die große Zahl von Reisbussen in der Baden-Badener Innenstadt vor den Corona-Zeiten gegeben. goodnews4.de berichtete.

Nun soll eine «Neuordnung von Reisebushaltestellen und Reisebusparkplätzen im Stadtgebiet» für eine kontrollierte Situation in der Baden-Badener Innenstadt sorgen, wo sich vor allem Rund um die Evangelische Stadtkirche die Reisbusse oft auch mit laufenden Motoren versammelt hatten.

Die Stadtverwaltung stellt ihre Pläne bei der 15. öffentliche Sitzung des Bau- und Umlegungsausschusses am Donnerstag, 21. Januar 2021, um 16:00 Uhr im Gemeinderatssaal vor. Das Konzept sieht Haltepunkte am Festspielhaus, in der Bertholdstraße, in der Rotenbachtalstraße und am Kloster Lichtenthal und Parkplätze in der Eisenbahnstraße, Waldseestraße und Leopoldstraße vor.

Aus der Beschlussvorlage der Verwaltung:

Ausführliche Begründung:

1) Anlass Durch das erhöhte Reisebusaufkommen in den letzten Jahren stellte sich heraus, dass die vorhandenen Stellplätze von der Anzahl unzureichend und in der Lage ungünstig sind. Insbesondere die Stellplätze am Ludwig-Wilhelm-Platz wurden im Zuge einer Bürgerinitiative in der südlichen Neustadt als sehr kritisch angesehen.

2) Derzeitige Situation Laut Auskunft des Fachgebiets Öffentliche Ordnung wurden im Jahr 2019 1.587 Einfahrtsgenehmigungen erteilt, davon 647 von der Baden-Baden-Tourismus GmbH, hauptsächlich für Stadtführungen. Die restlichen 940 Genehmigungen verteilen sich auf das Museum Frieder Burda, Casino, Theater (hauptsächlich Kinder- und Schülergruppen), Gruppen Mobilitätseingeschränkter Personen und Gruppen mit Restaurantreservierung. Hinzuzurechnen ist eine Dunkelziffer an nicht angemeldeten Fahrten. Vor allem die Gruppen, die zum Theater wollen, stellen einen großen Anteil an der Gesamtzahl der Reisebusse (beispielhaft für den Zeitraum von Ende November bis Ende Dezember 2019 hochgerechnet sind dies ca. 250 Busse für die gebuchten 36 Theaterveranstaltungen). Ein Großteil dieser Reisebusse steuert den Haltepunkt am Ludwig-Wilhelm-Platz an. In der Innenstadt werden neben dem Ludwig-Wilhelm-Platz insbesondere auch die Haltestelle am Festspielhaus (ebenfalls nur mit Einfahrtsgenehmigung) sowie bei der Caracalla-Therme (ohne Einfahrtsgenehmigung) angefahren.

3) Konzept Das beigefügte Konzept sieht mit der Neuordnung zukünftig drei Haltepunkte mit insgesamt 18 Haltestellen sowie drei Parkbereiche mit insgesamt 43 Parkplätze vor. Es wird explizit unterschieden zwischen Haltestellen und Parkplätzen für Reisebusse. Haltestellen bezeichnen die kurzfristige Ausstiegsmöglichkeit für Touristen an zentrumsnahen Punkten, jeweils an den Einfahrtsachsen zum innerörtlichen Innenstadtbereich, die von der Stadt den Reiseunternehmen zugewiesen werden. Nach dem kurzfristigen Halt sollen die Busse an den zugewiesenen Parkplätzen am Rand der Stadt abgestellt werden. Mit Zustimmung zu dem vorgeschlagenen Grundkonzept sollen die weiteren Untersuchungen erfolgen und mit den dann detaillierten Planungen und Kostenermittlungen die erforderlichen Haushaltsmittel beantragt und weiteren Beschlüsse gefasst werden.

PDF Präsentation Reisebuskonzept


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