"Anradeln" eröffnete Fahrradsaison

Radeln auch bei Minusgraden – „Fast die Hälfte des Gemeinderates scheint Radverkehr fördern zu wollen“

Radeln auch bei Minusgraden – „Fast die Hälfte des Gemeinderates scheint Radverkehr fördern zu wollen“
Radfahrer aus Bühl, Rastatt, Kuppenheim, Muggensturm und Gaggenau haben am Montag die Fahrradsaison eröffnet. Foto: Michaela Schorpp

Baden-Baden, 09.01.2020, Bericht: ADFC Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club Baden-Baden Bühl Rastatt, ADFC, hat die Fahrradsaison am 6. Januar eröffnet. Über 30 Radler sind in Baden-Baden nach einem wärmenden Frühstück zu einer Radtour durch die Stadt aufgebrochen.

Einmal mehr wurde aufgezeigt, dass Radfahren das ganze Jahr über möglich ist, auch über größere Strecken. Denn einige Radfahrer kamen aus Bühl, Rastatt, Kuppenheim, Muggensturm und Gaggenau angeradelt. Eine Teilnehmerin meinte, wer ihr vor einem Jahr gesagt hätte, dass sie sich bei -2 Grad und Nebel auf‘s Fahrrad schwingen würde, wäre milde belächelt worden. Aber mit der richtigen Kleidung ist das tatsächlich kein Problem. Und wenn jetzt noch die Infrastruktur stimmen würde, würden noch weitaus mehr Fahrten vom Auto aufs Fahrrad verlagert werden, auch im Winter.

Lange war im Verein umstritten, ob man in Baden-Baden überhaupt Anradeln solle. Im Hauptausschuss des Gemeinderates hatten sich CDU, AfD, FBB, FDP und OB mit 8:7 Stimmen ganz knapp durchgesetzt und die Schaffung einer Radverkehrsbeauftragten-Stelle abgelehnt. «Fast die Hälfte des Gemeinderates scheint Radverkehr fördern zu wollen, aber Grüne, SPD und FW konnten sich nicht durchsetzen. Vermutlich soll das gesparte Geld in die Verbesserung der Radinfrastruktur investiert werden», so der Kreisvorsitzende Ralph Neininger.


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