Diskussionsveranstaltung

Erkenntnisse zu Europa in Baden-Baden – Gäste der IHK Karlsruhe

Erkenntnisse zu Europa in Baden-Baden – Gäste der IHK Karlsruhe
Kerstin Jorna, Frank Roth, Cornelia von Loga, Thomas Jung, Arne Rudolph, Cordula Schulz. Foto: IHK Karlsruhe

Baden-Baden, 24.09.2026, Bericht: Redaktion «Staatssekretärin Cornelia von Loga unterstrich die Bedeutung Europas für den Wirtschaftsstandort Baden-Württemberg.» Zu solch bedeutsamen und weiteren Erkenntnissen kam es am Montag während einer Veranstaltung der IHK Karlsruhe in Baden-Baden.

Die Pressemitteilung der IHK Karlsruhe vom 23. September 2026 im Wortlaut:

Wie kann Europa seine Wettbewerbsfähigkeit stärken, strategische Abhängigkeiten reduzieren und gleichzeitig offen für den internationalen Handel bleiben? Diese Fragen standen im Mittelpunkt einer Veranstaltung der IHK Karlsruhe mit Vertreterinnen der Europäischen Kommission und des Landes Baden-Württemberg bei der SCHULZ FLEXGROUP GmbH in Baden-Baden.

 

Auf Einladung der IHK Karlsruhe diskutierten Unternehmerinnen und Unternehmer aus der Region mit Kerstin Jorna, Generaldirektorin der Generaldirektion Binnenmarkt, Industrie, Unternehmertum und KMU (DG GROW) der Europäischen Kommission, sowie Cornelia von Loga MdL, Staatssekretärin im Ministerium des Inneren, für Digitalisierung und Europa Baden-Württemberg. Unter den Anwesenden war auch der Baden-Badener Oberbürgermeister, Thomas Jung.

IHK-Präsident Frank Roth begrüßte die Gäste und betonte die Bedeutung des direkten Austauschs zwischen Wirtschaft und politischen Entscheidungsträgern. Gerade angesichts der geopolitischen und wirtschaftlichen Veränderungen sei es wichtig, die Erfahrungen und Perspektiven der Unternehmen frühzeitig in politische Entscheidungsprozesse einzubringen.

Gastgeberin Cordula Schulz, Geschäftsführerin der SCHULZ FLEXGROUP GmbH und Vizepräsidentin der IHK Karlsruhe, gab den Teilnehmerinnen und Teilnehmern gemeinsam mit ihrem Team zunächst bei Produktionsführungen in Kleingruppen Einblicke in das Unternehmen und aktuelle Herausforderungen der betrieblichen Praxis.

Ein Schwerpunkt des anschließenden Austauschs lag auf den Wirtschaftsbeziehungen zwischen Europa und China. Die anwesenden Unternehmen berichteten von ihren Erfahrungen mit Wettbewerb, Marktzugang und zunehmenden geopolitischen Unsicherheiten. Dabei ging es sowohl um die Bedeutung bestehender Lieferketten und Wirtschaftsbeziehungen als auch um die Frage, wie strategische Abhängigkeiten reduziert und die Widerstandsfähigkeit der europäischen Wirtschaft gestärkt werden kann. Diskutiert wurden unter anderem der Aufbau alternativer Lieferketten mit verlässlichen Partnerländern und die Stärkung industrieller Wertschöpfung in Europa.

Kerstin Jorna erläuterte die aktuellen industriepolitischen Überlegungen der Europäischen Kommission. Sie gab Einblicke in die Arbeitsweise der Kommission und die Entstehung europäischer Gesetzgebungsvorhaben und stellte die langfristigen industriepolitischen Ziele der Europäischen Union vor. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Europa als wettbewerbsfähiger, innovativer und resilienter Industriestandort im globalen Wettbewerb bestehen kann.

Die Unternehmensvertreterinnen und -vertreter nutzten in der von IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Arne Rudolph moderierten Diskussion die Gelegenheit, ihre Fragen und Erfahrungen unmittelbar einzubringen. Themen waren unter anderem Regulierung und Bürokratie, internationale Wettbewerbsbedingungen sowie aktuelle europäische industriepolitische Vorhaben. Jorna erläuterte Hintergründe europäischer Entscheidungen und ging auf die Anliegen der Unternehmen ein.

Auch Staatssekretärin Cornelia von Loga unterstrich die Bedeutung Europas für den Wirtschaftsstandort Baden-Württemberg. Wirtschaftliche Stärke, Innovationsfähigkeit und internationale Wettbewerbsfähigkeit erforderten ein enges Zusammenspiel von Unternehmen, Regionen, Bund und Europäischer Union.




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