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Nächster Schritt für Bauprojekt "Wohnen am Tannenhof"

Tannenhof-Investor Andreas Epple: "26 Wohnungen werden 2022 bewohnt sein" – Größtes Wohnungsbauprojekt in der jüngeren Baden-Badener Geschichte – goodnews4-Interviews mit OB Mergen und Investor Epple

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goodnews4-VIDEO-Interview von Nadja Milke mit Margret Mergen und Andreas Epple

Bild Christian Frietsch Bericht von Christian Frietsch
15.10.2020, 00:00 Uhr



Baden-Baden Eine politische Einordnung zum Verkauf des SWR-Grundstücks gibt es bis heute nicht. Die Stadt Baden-Baden hatte zu Gunsten des SWR von ihren hoheitlichen Rechten keinen Gebrauch gemacht, um in einem Bebauungsplanverfahren Festlegungen zu treffen für einen Anteil geförderten und günstigen Wohnraums. So war der Weg frei für das SWR-Interesse, auf einen möglichst hohen Erlös für das 32.000 Quadratmeter große Grundstück zu spekulieren.

«Wir investieren in modernste Gebäude, das schaffen wir nur, wenn wir alte Gebäudesubstanz verkaufen», hatte der damalige Intendant Peter Boudgoust im am 31. Juli 2013 im goodnews4-VIDEO-Interview erklärt.

Was das neue Stadtviertel mit fast 400 Wohnungen für Baden-Baden bedeutet, wird erst die Zukunft zeigen. Die überwiegende Ausrichtung auf eine Klientel mit gefülltem Geldbeutel wird Baden-Baden-Mitte weiter in Richtung wohlhabender Bürger ghettoisieren und die Sorgen um das Stadtbild werden sich bald beurteilen lassen. Im goodnews4-VIDEO-Interview erklärte Investor Andreas Epple, «26 Wohnungen werden 2022 bewohnt sein&rquo;. Bis 2027 sollen dann insgesamt 380 Wohnungen für fast 1.000 Menschen neue Quartiere anbieten.

Zwischenzeitlich sind beide Projekte, das neue Medienzentrum und das vom Investor Epple verantwortete Wohnungsbauprojekt, auf dem Weg. Ohne breitere Diskussion ließen die braven Baden-Badener Bürger das größte Bauprojekt der jüngeren Baden-Badener Geschichte passieren. Oberbürgermeisterin Margret Mergen für die Stadt Baden-Baden und Bauherr Andreas Epple, für sein Unternehmen EPPLEZWEI GmbH, Heidelberg, unterzeichneten nun den Erschließungsvertrag für das so genannte Areal «Am Tannenhof». Über die Kosten für die Stadt und die städtische Tochtergesellschaft Stadtwerke Baden-Baden war OB Mergen im goodnews4-VIDEO-Interview nur zum Teil im Bilde: «Der Tiefbaubereich ist eine Größenordnung von 60.000 Euro, aber bei den Stadtwerken ist es natürlich schon einiges mehr, das wird ja dann über die Beiträge umgelegt. Die genaue Größenordnung kann ich Ihnen gar nicht sagen, aber es ist schon ein großes Projekt.»


Abschrift des goodnews4-VIDEO-Interviews mit Margret Mergen, Oberbürgermeisterin von Baden-Baden:

goodnews4: Was sind die wesentlichen Inhalte des Erschließungsvertrages für das Wohngebiet «Am Tannenhof»?

Margret Mergen: In welcher Weise dieses neue Quartier hier am Tannenhof erschlossen wird, einschließlich der öffentlichen Straßen, Gehwege, Zufahrten, aber auch Kinderspielplatz, aber auch Öffnung des Dettenbachs, der im Moment in großen Teilen verdolt ist, also gar nicht sichtbar.

goodnews4: Vertragspartner sind die Firma Epple und die Stadt Baden-Baden oder gibt es noch weitere?

Margret Mergen: In der Tat, es ist auch der SWR mitbeteiligt, der unten im Eingangsbereich ja sein Bürogebäude für die Media Service errichtet, auch mit Tiefgarage, denn wir wollen natürlich keine parkenden Autos hier in diesem schönen Quartier, die sollen möglichst alle in der Tiefgarage verschwinden. Auf städtischer Seite ist natürlich mit im Boot auch die Stadtwerke mit Versorgung, Entsorgung, Entwässerung, unser Tiefbaubereich, die Straßenbeleuchtung, die Digitalisierung, also die ganzen Glasfaserleitungen – all das muss heute aus einer Hand geplant werden, damit es dann auch für die Bewohner, die hierherkommen dann mit dem Einzug alles fix und fertig ist.

goodnews4: Von welchen Kosten spricht man da für die Stadt Baden-Baden?

Margret Mergen: Der Tiefbaubereich ist eine Größenordnung von 60.000 Euro, aber bei den Stadtwerken ist es natürlich schon einiges mehr, das wird ja dann über die Beiträge umgelegt. Die genaue Größenordnung kann ich Ihnen gar nicht sagen, aber es ist schon ein großes Projekt.

goodnews4: Die Einladung zum heutigen Pressegespräch war mit «Win-win-Situation» überschrieben. Was ist denn der Win-win-Effekt?

Margret Mergen: Das Ganze wurde möglich dadurch, dass der SWR sich in seiner Fläche konzentriert, indem er im Moment gerade ein trimediales Medienzentrum baut. Man sieht das, auf der östlichen Seite der Hans-Bredow-Straße entsteht im Moment ein neues Zentrum des SWR, durch diese Konzentration auf die Fläche wurde auf der anderen Straßenseite, also auf der Südseite der Hans-Bredow-Straße dieses Areal frei, der SWR hat es geräumt und hier entsteht ein neues Stück Stadt mit insgesamt fast 400 Wohnungen. Das heißt, es können viele Menschen hier in diesem Teil der Stadt Wohnraum bekommen und tragen natürlich dazu bei, dass Baden-Baden auch als Wohnstandort noch attraktiver wird.

goodnews4: Ich bedanke mich für das Interview.

Margret Mergen: Vielen Dank, Frau Milke.

Das Interview führte Nadja Milke für goodnews4.de.


Abschrift des goodnews4-VIDEO-Interviews mit Andreas Epple, Bauherr und Vorsitzender der Geschäftsführung Epple GmbH:

goodnews4: Andreas Epple, 2027 sollen die Baumaßnahmen abgeschlossen sein. Läuft denn alles im Zeitplan?

Andreas Epple: Bisher im Wesentlichen ja. Wir sind ein bisschen zurückgeworfen worden, weil wir gemerkt haben, dass die Hans-Bredow-Straße ein bisschen eng war für die Parallelität der Baumaßnahmen von uns und von dem SWR. Das hat dann zu einer neuen Taktung geführt, aber die halten wir bisher ein und gehen davon aus, dass wir tatsächlich 2027 fertig sein werden.

goodnews4: Werden dann 2027 die ersten Bewohner auch schon einziehen können?

Andreas Epple: Nein, die ersten Bewohner werden sicherlich 2022 schon einziehen.

goodnews4: In welchem Bauabschnitt?

Andreas Epple: In dem ersten Bauabschnitt, wo wir das Modell jetzt hinter uns sehen. Das sind 26 Wohnungen und die werden alle 2022 bewohnt sein.

goodnews4: In der Corona-Krise soll die Nachfrage nach Wohnraum eingebrochen sein, die Leute sollen zurückhaltender sein. Ist das eine Beobachtung, die Sie bestätigen können?

Andreas Epple: Nein, die kann ich nicht bestätigen, das war ganz am Anfang kurz so und man wusste nicht wie es weitergeht, aber inzwischen ist es so, dass wir an allen Standorten, an denen wir tätig sind, von Mainz bis Stuttgart und natürlich der Rhein-Neckar-Raum, überall feststellen, dass die Nachfrage eher größer ist als vor Ausbruch der Pandemie und wir glauben, dass die Menschen durch die Pandemie auch eine andere Wertschätzung für ihr Zuhause entwickelt haben. Es gibt ja inzwischen auch verschiedene Studien, dass die Wohnungspreise sogar im zweiten Quartal dieses Jahres gestiegen sind, aber das passt zu dieser Beobachtung und ist im Übrigen kein deutsches Phänomen, sondern das ist in ganz Europa so, dass die Preise eben, man kann sagen Corona-bedingt, eher weiter gestiegen sind.

goodnews4: Betrifft das vor allem Wohneigentum oder auch Vermietungen?

Andreas Epple: Das betrifft in stärkerem Maße Eigentum, aber auch die Mietpreise sind stärker gestiegen.

goodnews4: Was sind denn jetzt in nächster Zukunft noch die wichtigsten Meilensteine bis die ersten Bewohner 2022 hier einziehen dürfen?

Andreas Epple: In dem ersten Bauabschnitt ist das jetzt ein ganz normales Bauvorhaben, also wir sind im Bau und werden baubegleitend diese 26 Wohnungen verkaufen. Das ist also wie bei allen anderen Projekten auch, da gibt es jetzt keine Besonderheiten mehr.

goodnews4: Kein Fels kann mehr in die Quere kommen?

Andreas Epple: Nein, da die Fundamente jetzt gelegt sind, kann von unten her nichts mehr kommen.

goodnews4: Ich bedanke mich für das Interview.

Andreas Epple: Herzlichen Dank Ihnen.

Das Interview führte Nadja Milke für goodnews4.de.

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goodnews4-VIDEO-Interview von Nadja Milke mit Margret Mergen und Andreas Epple


Die Erklärung von EPPLEZWEI GmbH im Wortlaut:

Konstruktive Verhandlungen zu win-win-Ergebnis geführt

Nach intensiven Verhandlungen haben die Stadt Baden-Baden und der Bauherr am ehemaligen SWR-Hang «Tannenhof» ihre Verhandlungen mit einem win-win-Ergebnis abgeschlossen. In diesem Sinne unterzeichneten Oberbürgermeisterin Margret Mergen (Stadt Baden-Baden) und Bauherr Andreas Epple (EPPLEZWEI GmbH, Heidelberg) nun den Erschließungsvertrag für das Areal «Am Tannenhof», das sich aktuell als eindrucksvolle Baustelle präsentiert.

Der Erschließungsvertrag, der kürzlich im Gemeinderat der Stadt mit großer Mehrheit gebilligt wurde, konkretisiert den bereits abgeschlossenen städtebaulichen Vertrag zur Entwicklung des Quartiers «Am Tannenhof». In beiden Verträgen geht es darum, die Rechts- und Gestaltungspositionen der beiden Vertragsparteien sauber zu verabreden. Konkret bedeutet das: Wer baut die Versorgungsleitungen, wer baut die neuen Straßen und Wege, wer plant und gestaltet die Freilegung des Dettenbachs, der bald immerhin wieder ein wenig Wasser führen wird.

Da das Quartier «Am Tannenhof» für Baden-Baden ein weit in die Zukunft reichendes Großprojekt darstellt, war der Stadt daran gelegen, dass dabei ein Bauherr den Hut auf hat, der langjährige Erfahrung mitbringt und gegebenenfalls bei Schwierigkeiten zur Rechenschaft gezogen werden kann. Die Verträge, insbesondere der jetzt unterzeichnete Erschließungsvertrag, tragen diesem Anliegen Rechnung. «Wir wollten sicherstellen, dass wir eine Top-Infrastruktur zu einem angemessenen Preis bekommen und am Ende auch auf jemanden zugreifen können, wenn irgendetwas nicht funktioniert», so Oberbürgermeistern Margret Mergen.

EPPLEZWEI wiederum gewinnt durch die Verträge ein Optimierungspotenzial. Bei klugem Workflow und optimierter Baustellenlogistik können die Baumaßnahmen für die Infrastruktur dann erfolgen, wenn der Material- und Maschineneinsatz am effektivsten ist. Außerdem können die Städtebauer, Architekten und Landschaftsarchitekten im EPPLEZWEI-Team eine Harmonie zwischen öffentlichem Raum und Architektur herstellen, was als Königsdisziplin des Städtebaus gilt. Bei einer Arbeitsteilung der Maßnahmen ist dies gar nicht oder nur erschwert möglich. Deshalb meint auch Andreas Epple: «Wir streben mit Blick auf die Ensemble-Qualität immer derartige win-win-Konstellation an; dies ist in Baden-Baden außerordentlich glücklich gelungen.»

Der jetzt im ehemaligen Hotel «Tannenhof» unterzeichnete Erschließungsvertrag regelt im Einzelnen den Bau aller Verkehrsanlagen, aller Grünanlagen einschließlich der Errichtung eines Kinderspielplatzes, der Wasserversorgung, der Abwasserbeseitigung, der Strom- und Gasversorgung, des Breitband-Netzes, der Offenlegung des Dettenbachs sowie die Schaffung der Artenschutzmaßnahmen. Außerdem werden Regelungen zum Baubeginn, zur Baudurchführung, zu Haftungsfragen, zur Verkehrssicherung, zur Fertigstellung, zur Vertragserfüllung, zur Abnahme und zur Gewährleistung getroffen. Zudem beinhaltet der Erschließungsvertrag alle Vereinbarungen, wie der Stadt die Erschließungsanlagen übertragen werden.

Für den ersten Bauabschnitt, die Bebauung am künftigen Dettenbach, die sich mit 3- bis 5-Zimmer-Wohnungen vor allem an Familien richtet, haben der Bau und der Wohnungsverkauf bereits begonnen. Eine Drei-Zimmer-Wohnung bei unüblich geringer Eigenkapitalquote und 3 Prozent Tilgung ist - ohne jegliche noch mögliche Zuschüsse für den Kfw55-Standard - für rund 1.000 Euro monatliche Finanzierungsrate zu haben. EPPLEZWEI löst hier auch eine Zusage an den Gemeinderat und die Stadt ein. Für die kleineren 2- bis 3-Zimmer-Wohnungen am Hang besteht bereits eine Warteliste.

EPPLEZWEI GmbH

Die 1984 gegründete EPPLE- Unternehmensgruppe entwickelt Wohnungsbauprojekte mit einem ganzheitlichen Blick auf Städtebau, Architektur, Kundenwünsche, Energieeffizienz und gute Nachbarschaft. Für gelungene Ensemble-Qualität, richtungsweisende und besonders familienfreundliche Nachbarschaftskonzepte sowie herausragende Architektur wurde die EPPLE-Unternehmensgruppe vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Deutschen Bauherrenpreis.


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