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Betrungsvorwürfe

Baden-Badener Grenke AG mit Kurssturz von über 20 Prozent – "Wirecard-Jäger Fraser Perring wettet gegen Grenke"

Baden-Badener Grenke AG mit Kurssturz von über 20 Prozent – "Wirecard-Jäger Fraser Perring wettet gegen Grenke"
Die Grenke AG ist das einzige börsennotierte Unternehmen in Baden-Baden. Foto: Archiv

Bild Christian Frietsch Bericht von Christian Frietsch
15.09.2020, 20:00 Uhr



Baden-Baden Ein Report des schillernden britischen Investors Fraser Perring sorgte heute für einen Sturz der Grenke-Aktien von über 20 Prozent. Mit seinem Börsen-Branchendienst Viceroy hatte Perring dem Unternehmen Wirecard Bilanzfälschung und andere Delikte vorgeworfen und zu Fall gebracht. Dem Spekulanten wird aber auch vorgeworfen, Berichte zu lancieren, um gleichzeitig erfolgreich auf fallende Kurse spekulieren zu können.

Im Falle der Baden-Badener Grenke AG kritisiert Perring in einem über 60-seitigen Report die angeblich zu niedrigen Abschreibungen und hohen Liquiditätsbestände bei gleichzeitig angeblich häufigen Kapitalmaßnahmen.

Wie Wirecard hätte auch Grenke wertlose Unternehmen aufgekauft, ist in bei Perrings «Viceroy» zu lesen, und er verdächtigt das Unternehmen, dass ein Teil der ausgewiesenen Liquidität nicht existiere. Offenbar nimmt Perring den Wind des Wirecard-Falles auf, wo solche Vorgänge zum Kollaps von Wirecard geführt hatten. Auch im aktuellen Fall soll Perring auf die fallenden Kurse gewettet haben, um mit diesem sogenannten Leergeschäft Kasse zu machen. Die Finanzaufsichtsbehörde Bafin will die Vorwürfe gegen die Grenke AG prüfen.

Aus gut unterrichteten Kreisen konnte goodnews4.de erfahren, dass ein Auslöser in möglicherweise zweifelhaften Geschäften eines Grenke-Lieferanten in Großbritannien zu finden ist. Vor der Corona-Krise vermarktete das Unternehmen große Schaufenster-Screens, die sich durch Werbeschaltungen amortisieren sollten. Die zugesagten Werbeaufträge und damit die Einnahmen bleiben jedoch weitgehend aus. Diese Werbebildschirme wiederum wurden per Leasingvertrag über Grenke abgewickelt. Auf eine durch Grenke angebotene Stundung sollen die Betroffenen nicht eingegangen sein.

Heute berichteten bereits mehrere Medien unter anderen der Spiegel über die Vorwürfe von Perring. Das Manager Magazin titelte «Wirecard-Jäger wettet nun gegen Grenke».


















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