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Baden-Badener und ihr Verhältnis zur Kunst – Von OB Mergen bis Valentina Juschina – Interviews im Kunsthaus Museum Elisabeth Frietsch-Eyer

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Bild Reyhan Celik Bericht von Reyhan Celik
04.08.2020, 00:00 Uhr



Baden-Baden Während der Eröffnung des «Kunsthaus Museum Elisabeth Frietsch-Eyer» fragte goodnews4.de zwölf geladene Gäste, Vertreter aus Politik und Gesellschaft, nach ihrer Deutung der Kunst. «Was verstehen Sie unter dem Begriff ‘Kunst’? Was ist Kunst» Die einfache und doch schwer zu beantwortende Frage, bereitete manchen der Interviewten einige Mühe.

Zu den interviewten gehören die Oberbürgermeisterin von Baden-Baden Margret Mergen, die CDU-Stadtbezirksverbandsvorsitzende Anemone Bippes, Thomas Bippes, Hochschullehrer für Medien- und Kommunikationsmanagement, aus dem Baden-Badener Gemeinderat SPD-Stadtrat Werner Schmoll, FBB-Fraktionschef Martin Ernst und FDP-Fraktionschef Rolf Pilarski, Benjamin Vataman, ehemaliger Vorsitzender der Israelitischen Kultusgemeinde in Baden-Baden, Valentina Juschina, stellvertretende Vorsitzende der Deutsch-Russischen Kulturgesellschaft, Eduard Freudl, ehemaliger Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Baden-Baden Gaggenau und Mitglieder des Vereins «Hommage an Baden-Baden» Gudrun Moser, Ferdinand Moser und Norbert Petko.

«Kunst ist Ausdruck seiner eigenen Überzeugung, die mit Farbe, oder auch Ton in der Musik, sehr kreativ ihren Ausdruck finden und uns deswegen so begeistern», meinte Oberbürgermeisterin Margret Mergen.

«Ja, zunächst einmal heißt es ja gemeinhin ‘Kunst’, kommt von ‘können’ und nicht von ‘wollen’, sonst hieße es ‘Wulst’, erklärt Thomas Bippes völlig verständlich in seiner Rolle als Hochschullehrer. Für Gudrun Moser ist die Kunst «sehr, sehr vielseitig» und sie findet es «wunderbar, auch in die Vergangenheit zu gehen, aber mit modernen Mitteln und mit moderner Ausdrucksweise». Das sei für die heutige Zeit, sehr wichtig.


Abschrift der goodnews4-Umfrage «Was verstehen Sie unter dem Begriff ‘Kunst’? Was ist Kunst?»:

Norbert Petko: Ich habe es mal so gelernt, dass Kunst von «können» kommt und Dinge ausdrückt, die nicht direkt materiell sein müssen, sondern in der Regel immateriell sind und das Wesen des Menschen, sozusagen Menschlichkeit, ausmachen. Das ist mein Statement.

Anemone Bippes: Ja, das ist wirklich eine schwierige Frage. Kunst ist für mich was Schönes. Das ist etwas, was man betrachten kann, etwas von dem man sich inspirieren lassen kann. Es gibt auch Kunst, die nicht schön ist, das ist natürlich Geschmacksache, klar, über Kunst lässt sich ja bekanntlich nicht streiten. Sie ist vielfältig.

Werner Schmoll: Zum Begriff «Kunst». Seit ich jetzt hier die Einweihung miterlebt habe, fällt mir eine Reise nach Bougival ein, wo genau das aufgenommen ist, was hier auch von Frau Frietsch-Eyer propagiert worden ist, nämlich die Deutsch-Russische Freundschaft und auch Pauline Viardot und Turgenjew und alles das, was heute gefallen ist. Und ich plädiere dafür, dass man diesen Dialog, den wir mit einem Besuch, mit Frau Oberbürgermeisterin aufgenommen haben, dass wir das Thema, auch mit diesem Haus zusammen, weiterspinnen.

Gudrun Moser: Die Kunst ist für mich sehr, sehr vielseitig und ich finde es einfach – jetzt speziell hier – wunderbar auch in die Vergangenheit zu gehen, aber mit modernen Mitteln und mit moderner Ausdrucksweise das rüberzubringen. Das, denke ich, ist für die heutige Zeit sehr, sehr wichtig.

Margret Mergen: Kunst ist Ausdruck seiner eigenen Überzeugung, die mit Farbe, oder auch Ton in der Musik, sehr kreativ ihren Ausdruck findet und uns deswegen so begeistert.

Rolf Pilarski: Für mich ist Kunst die Fähigkeit, von Alltagsproblemen abzulenken und Schönheit, Befriedigung und Schöpfung wieder näherzukommen. Kunst ist etwas Wunderbares. Ich habe eine ganz große Affinität zu Kunst und mein Sohn ebenso. Mein ältester Sohn, mein jüngerer Sohn nicht, der ist Biologe.

Benjamin Vataman: Kunst ist eine wunderbare Sprache und gerade, was wir heute hier erlebt haben, wir haben wirklich eine Dichterin, die wirklich diese Sprache fantastisch beherrschte. Ich hoffe, dass alle Anwesenden beeindruckt sind und die, die jetzt diese Sprache noch nicht entziffern konnten, die werden in Zukunft, mit neuen Besuchern oder vielleicht neuen Bildern genau diese Sprache kennenlernen. Das wünschen alle wirklich: Viel Erfolg und gerader Erfolg in diese Richtung.

Martin Ernst: Kunst ist alles, was die Menschen nachdenklich macht, was sie inspiriert, was sie zu kreativem Denken anregt und insofern bin ich hier mitten in einem Kunstmuseum drinnen und freue mich, dass ich mich auch anregen lassen darf.

Thomas Bippes: Ja, zunächst einmal heißt es ja gemeinhin «Kunst» kommt von «können» und nicht von «wollen», sonst hieße es «Wulst». Aber ansonsten liegt die Kunst im Auge des Betrachters. Was macht die Kunst mit einem? Das ist mir zum Beispiel ganz wichtig. Wenn ich die Kunstwerke hier um mich herum anschaue, dann machen sie schon viel mit mir. Sie erinnern mich an politische Zusammenhänge, sie erinnern mich ja auch an Weltpolitik und sie erinnern mich auch schon sehr stark, was die Kunstwerke anbelangt, an meine liebe Stadt Baden-Baden mit seinen ganz herausragenden auch Sehenswürdigkeiten.

Valentina Juschina: Ich glaube, die Kunst kommt von «können». Jeder kann Künstler sein. Jeder, der kreativ denkt, kreativ etwas schafft, ist ein Künstler. Es gibt verschiedene Begriffe: Lebenskünstler, das ist auch Kunst. Aber, was ich bei dieser Ausstellung entdeckt habe, das ist tatsächlich eine Kunst. Das ist die Möglichkeit, sich zu personifizieren und sein Inneres zum Ausdruck zu bringen.

Ferdinand Moser: Da ich Schreinermeister bin und selbstständig war, habe ich in der Praxis viel von der Kunst mitbekommen. Unsere Kunst im Handwerk kann ich mit dieser Kunst etwas vergleichen.

Eduard Freudl: Kunst ist sehr vielfältig, das wissen Sie ja selbst. Viele Interpretationen sind möglich, aber es ist ein Stück Persönlichkeit, wenn das mit einer Botschaft verknüpft ist. Und Kunst, im Gegensatz zur Sprache – die Sprache ist missverständlich, aber Kunst drückt aus, ohne eine Möglichkeit zu schaffen, zunächst mal, unmittelbar eine Alternative herauszufinden.

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