Vorwürfe gegen IRG Baden
Krise bei den badischen Juden – Jüdische Kultusgemeinde Karlsruhe beendet Zugehörigkeit zur Israelitischen Religionsgemeinschaft

Baden-Baden/Karlsruhe, 14.10.2026, 18:00 Uhr, Bericht: Redaktion Die Jüdische Kultusgemeinde Karlsruhe beendet ihre Zugehörigkeit zur Israelitischen Religionsgemeinschaft Baden, IRG. Dies teilte die Kultusgemeinde Karlsruhe heute Vormittag mit.
Diese Entscheidung sei «aufgrund der jahrzehntelangen strukturellen Benachteiligung der Jüdischen Kultusgemeinde Karlsruhe unumgänglich», heißt es in einer Mitteilung an die goodnews4-Redaktion. Damit droht die Dachorganisation der Juden in Baden auseinanderzubrechen. Handlungsbedarf gibt es für die Landesregierung, die mit den Dachorganisationen in Baden und Württemberg einen Staatsvertrag geschlossen hat.
Ohne Namen zu nennen, richten sich Vorwürfe gegen Verantwortlichen der Israelitischen Religionsgemeinschaft Baden, IRG, die von dem Vorsitzenden des Oberrats Rami Suliman geführt wird. «Aufgrund der innerhalb der IRG-Baden bestehenden, zahlreichen familiäre, persönlichen und institutionellen Verflechtungen, bestehen aus Sicht der Gemeinde erhebliche Interessenkonflikte und stellen gleichermaßen die Transparenz und Unabhängigkeit wesentlicher Entscheidungen infrage», heißt es in der Erklärung der Karlsruher Gemeinde.
Für Baden-Baden sind die Entwicklungen von Belang, da ein Synagogenneubau geplant ist. Ausführlich berichtet goodnews4.de in der Ausgabe von morgen.
In einem goodnews4-Interview widerspricht Rami Suliman, Vorsitzender des Oberrats und der IRG Baden, den Vorwürfen der Karlsruher Kultusgemeinde. Das Interview veröffentlicht goodnews4.de morgen.
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