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Bebauungsplan "Urbanes Gebiet Aumatt"

Neuer Anlauf für Aumatt-Projekt – Bürgerinitiative: „Bisher kein Dialog“ – Schon nächste Woche im Bauausschuss

Neuer Anlauf für Aumatt-Projekt – Bürgerinitiative: „Bisher kein Dialog“ – Schon nächste Woche im Bauausschuss
Ein neuer Anlauf für Dienstleistungsgewerbe in der Aumattstraße mit dem Bebauungsplan "Urbanes Gebiet Aumatt". Quelle: Stadt Baden-Baden

Baden-Baden, 05.02.2020, Bericht: Nadja Milke Einen neuen Anlauf unternimmt die Baden-Badener Stadtverwaltung, entlang der Aumattstraße ein Dienstleistungszentrum zu ermöglichen, das zuletzt von einer knappen Mehrheit des Baden-Badener Gemeinderates abgelehnt worden war. goodnews4.de berichtete.

Aus dem abgelehnten Bebauungsplan «Dienstleistungsbereich Aumattstraße» soll nun der Bebauungsplan «Urbanes Gebiet Aumatt» werden.

«Der Bebauungsplan ‘Urbanes Quartier Aumatt’ verfolgt insbesondere folgende Ziele», heißt es in der Beschlussvorlage, die am 13. Februar dem Bauausschuss und am 17. Februar dem Gemeinderat zur Entscheidung vorgelegt werden soll. Und weiter: «: Schaffung von innenstadtnahen Wohn- und Dienstleistungsflächen durch die Nutzung geeigneter Innenentwicklungspotenziale. Städtebauliche Neuordnung des Standorts. Sicherung von Freiraumqualitäten und Einbindung in das Gesamtkonzept ‘Grünes Band’ entlang der Oos. Nutzung und Optimierung des bestehenden Straßennetzes.»

Vermutlich um diesmal keine öffentliche Abstimmungsniederlage einstecken zu müssen, wurde die «Weiterentwicklung der Hochbauplanung» im Bauausschuss «zweimalig nicht öffentlich präsentiert und anhand des Modells diskutiert. Auch wurden die Zwischenergebnisse der Verkehrsuntersuchungen zwischenzeitlich dem Bauausschuss in nicht öffentlicher Sitzung bereits vorgestellt», heißt es in der Beschlussvorlage.

Für den neuen Bebauungsplan «Urbanes Gebiet Aumatt» habe man «das Bebauungskonzept komplett geändert, um eine Unterbringung von Wohnen und Dienstleistungen, nicht störenden Gewerbebetrieben sowie bei Bedarf auch von sozialen, kulturellen und anderen Einrichtungen im Quartier zu ermöglichen». Und weiter: «Durch diese Festsetzung eines Urbanen Gebiets wird auf die historisch gewachsene Gemengelage in Oosscheuern Bezug genommen, welches in direkter Nähe zur Kernstadt angesiedelt ist. Durch die Festsetzung wird am Standort das Nebeneinander von Wohnen, Gewerbe, Dienstleistungen und sonstigen Nutzungen ermöglicht. Der Baugebietstyp MU stellt dabei die Schnittmenge zwischen Mischgebieten (MI), Kerngebieten (MK) und Allgemeinen Wohngebieten (WA) dar und ermöglicht eine Nutzungsmischung, die zur Wahrung des Gebietscharakters nicht an gleichgewichtige Anteile verschiedener Nutzungsarten gebunden ist. Dadurch entsteht der Gestaltungsspielraum, größere Flächen in durchmischten, innenstadtnahen Bereichen auch zur Schaffung von Wohnraum zu nutzen. Die gewählte Gebietstypologie soll auch dazu dienen, an diesem wertvollen Innenentwicklungsstandort die Entstehung eines attraktiven und lebendigen Quartiers zu fördern und damit das Konzept der Stadt der kurzen Wege umzusetzen.»

Mehr: PDF Beschlussvorlage Bebauungsplan «Urbanes Gebiet Aumatt»

In einer ersten Reaktion erklärte die Bürgerinitiative Aumatt gegenüber goodnews4.de, dass auch bei diesem zweiten Planungsanlauf kein Dialog zwischen der Bürgerinitiative und dem Investor stattgefunden habe. Es würde sich um die «gleiche Planung» handeln, eine neue Wohnungsbebauung sei nicht erkennbar. Ein BI-Sprecher wies auf die Verdichtung des Verkehrs hin, an der sich nichts ändere. Die EU-Grenzwerte bei Stickoxyden würden bereits heute schon zeitweise um 50 Prozent überstiegen.


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