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Filmteam elf Tage in Baden-Baden unterwegs

Baden-Badener Filmemacher fordert mehr Zivilcourage - Heute Premiere von Spielfilm "Die Gewissensfrage" - "Eine Schülerin, eine Sekretärin, ein Stadtrat"

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goodnews4-VIDEO-Interview von Nadja Milke mit Samuel Mottaki

Baden-Baden, 01.12.2018, 00:00 Uhr, Bericht: Christian Frietsch Elf Tage war ein Filmteam in Baden-Baden unterwegs und hatte nur ein Thema im Sinn. Zivilcourage. Es ist einfach mutig zu sein, wenn man auf der Seite der Stärkeren steht. Doch es fehlt nicht nur an Bürgern, die für mutige Kritik Schikanen und Spott zu riskieren bereit sind. Das Verhältnis von vermeintlich Starken und Schwachen zeigt sich überall in der Gesellschaft.

Darauf geht der Regisseur und Produzent des Spielfilms «Die Gewissensfrage», Samuel Mottaki, im goodnews4-VIDEO-Interview ein: «Wir leben in einer Zeit, in der das Mobbing in der Schule zunimmt, die Gewaltbereitschaft in der Gesellschaft zunimmt und auch die Spaltung der Gesellschaft. Es ist Zeit, dass man über dieses wichtige Thema Zivilcourage spricht.»

Und Samuel Mottaki macht gar keinen Hehl daraus, dass der Spielfilm, dessen Premiere heute ausgebucht ist, auch einen pädagogischen Hintergrund hat: «Das Thema unseres Films ist genau, dass wir den Jugendlichen zeigen, Zivilcourage gehört nicht nur den Superhelden aus Hollywood-Filmen, sondern jeder kann auf seine eigene Art und Weise zeigen. In unserem Film ist es ein 16-jähriger Schüler, der Zivilcourage zeigt, eine 15-jährige Schülerin, eine Sekretärin, ein Stadtrat − also jeder auf seine eigene Art und Weise leistet Zivilcourage.» Insgesamt wirkten 45 Darsteller aus Deutschland, der Schweiz und 30 Statisten aus Baden-Baden und Umgebung bei der Filmproduktion mit. Der Trailer zu «Die Gewissensfrage» ist hier im Programm von goodnews4.de zu sehen: Trailer «Die Gewissensfarge». Mit 22 Mitgliedern des Produktionsteams wurde das Spielfilmprojekt an 11 Drehtagen in Baden-Baden und Umgebung produziert. Mehr: sprachwinkel.de


Abschrift des goodnews4-VIDEO-Interviews mit Samuel Mottaki, Regisseur und Produzent von «Die Gewissensfrage» und 1. Vorsitzender Kampfkunst Akademie Baden-Baden e.V.:

goodnews4: Ein Spielfilmprojekt zum Thema Zivilcourage und Gewissen. Samuel Mottaki, was war denn der Auslöser für das Projekt − eigene Erfahrungen und Erkenntnisse?

Samuel Mottaki: Wir leben in einer Zeit, in der das Mobbing in der Schule zunimmt, die Gewaltbereitschaft in der Gesellschaft zunimmt und auch die Spaltung der Gesellschaft und dann ist es Zeit, dass man über dieses wichtige Thema Zivilcourage spricht.

goodnews4: Waren es auch eigene Erfahrungen, die zu dieser Erkenntnis geführt haben?

Samuel Mottaki: Ich arbeite seit einiger Zeit mit Jugendlichen in der Schule und ich sehe wie stark sie das Thema Mobbing in der Schule mitnimmt und welchen starken psychischen Einfluss das auf die Jugendlichen hat. Das war der Anlass, einen Film zum Thema Zivilcourage zu drehen.

goodnews4: Die Sache mit der Zivilcourage ist ja immer leichter, wenn man auf der Seite der Stärkeren steht. Das gilt auch für unsere vielgepriesene Demokratie, aber unter dem Mäntelchen der Demokratie, finden sich auch viele Missstände, auf die man mutig hinweisen muss. Ist das auch ein Thema des Films «Die Gewissensfrage»?

Samuel Mottaki: Das Thema unseres Films ist genau, dass wir den Jugendlichen zeigen, Zivilcourage gehört nicht nur den Superhelden aus Hollywood-Filmen, sondern jeder kann auf seine eigene Art und Weise zeigen. In unserem Film ist es ein 16-jähriger Schüler, der Zivilcourage zeigt, eine 15-jährige Schülerin, eine Sekretärin, ein Stadtrat − also jeder auf seine eigene Art und Weise leistet Zivilcourage.

goodnews4: Wer hat alles mitgemacht und sich engagiert?

Samuel Mottaki: Wir haben über 45 Schauspieler aus ganz Deutschland und auch aus der Schweiz, auch Darsteller, die keine Erfahrung haben, wie zum Beispiel Karin Steinherr, die Leiterin des Vereins «Gemeinsam gegen sexuellen Missbrauch» ist, und so wollten wir auch ihr einen Platz geben, damit sie ihren Verein ein bisschen bekannter macht. Es sind auch sehr viele Laiendarsteller dabei, wir haben alleine 15 Leute in der Produktion gehabt, die mitgearbeitet haben, und viele, viele, viele Helfer aus Baden-Baden, ohne alle diese Helfer wären wir nicht so erfolgreich mit dem Film.

goodnews4: Wer ist denn «wir»?

Samuel Mottaki: Wir haben in unserem Sportverein eine Abteilung gegründet, die «Sprachwinkel» heißt, und wir sind momentan fünf Leute, die da aktiv arbeiten, und wir werden bald auch offiziell eine Abteilung gründen und dann werden wir auch weiter in dem Bereich arbeiten.

goodnews4: Machen Sie das ehrenamtlich oder verdienen Sie damit auch Geld?

Samuel Mottaki: Wir arbeiten alle ehrenamtlich und freuen uns natürlich über Spenden, um uns zu unterstützen.

goodnews4: Was hat der Film gekostet und wie haben Sie das Geld zusammenbekommen?

Samuel Mottaki: Der Film kostet etwa 20.000 Euro mit allem Drum und Dran und wir haben das Geld aus der Privatkasse zusammengelegt.

goodnews4: Wo wird der Film aufgeführt?

Samuel Mottaki: Heute Abend wird er im Cineplex zu sehen sein, aber die 250 Plätze sind fast alle ausgebucht. Wir werden nächstes Jahr eine Tournee machen durch Deutschland, aber wir würden auch sehr gerne in Baden-Baden bei einer Veranstaltung zu Zivilcourage den Film zeigen und da sind wir gerade noch in der Planung.

goodnews4: Vielen Dank für das Interview.

Das Interview führte Nadja Milke für goodnews4.de.

Trailer «Die Gewissensfarge»

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goodnews4-VIDEO-Interview von Nadja Milke mit Samuel Mottaki


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