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Grüne befürchten Imageschaden

Baden-Badener Grüne haben Bedenken wegen Christkindelsmarkt – „Fatal, wenn Baden-Baden im Zuge des Marktes zum Corona-Hotspot werden würde“

Baden-Badener Grüne haben Bedenken wegen Christkindelsmarkt – „Fatal, wenn Baden-Baden im Zuge des Marktes zum Corona-Hotspot werden würde“
Ob und wie der Christkindelsmarkt stattfindet, ist angesichts der Entwicklungen der Corona-Lage wieder offen. Foto: Archiv

Bild Nadja Milke Bericht von Nadja Milke
16.10.2020, 00:00 Uhr



Baden-Baden In einer Erklärung äußert die Baden-Badener Gemeinderatsfraktion der Grünen Bedenken über die Ausrichtung des Christkindelsmarkt in diesem Jahr in Baden-Baden.

Oberbürgermeisterin Margret Mergen hatte sich dafür ausgesprochen, dass der Markt stattfindet. goodnews4.de berichtete.

«Es wäre fatal, wenn Baden-Baden im Zuge des Marktes zum Corona-Hotspot werden würde, denn dieses Negativimage würde der Stadt, der hiesigen Hotellerie, Gastronomie und dem Einzelhandel längerfristig schaden», warnen die Baden-Badener Grünen vor möglichen Folgen. «Wir als Grüne Fraktion haben Verständnis für den Wunsch auch in diesem Jahr einen Christkindelsmarkt zu veranstalten, haben aber große Bedenken und sehen es kritisch, dass der Christkindelsmarkt trotz der ansteigenden Coronazahlen durchgeführt werden soll. Die Inzidenzzahl für den Bezirk des Gesundheitsamtes Rastatt, zu dem auch Baden-Baden gehört, ist zwar vergleichsweise niedrig. Betrachtet man Baden-Baden alleine, liegt der Inzidenzwert schon jetzt über 50 und weist damit unter den Stadtkreisen in BW den zweithöchsten Wert nach Stuttgart aus.»

«Sämtliche ‚etablierten‘ Weihnachtsmärkte von Vereinen und anderen Organisationen wie z.B. der Weihnachtsmarkt in Haueneberstein oder der Katharinenmarkt in Steinbach» seien bereits abgesagt worden, «weil den Verantwortlichen das Risiko zu groß ist».

«Die Entscheidung, ob der Christkindelsmarkt durchgeführt wird oder nicht, oblag nicht dem Gemeinderat», lässt sich aus dem Statement der Grünen auch Kritik an den Entscheidern in der Stadtverwaltung und der städtischen Tochtergesellschaft Baden-Baden Events GmbH herauslesen. Für die Fraktion Grüne sei «die Durchführung des Christkindelsmarktes nur denkbar, wenn das Sicherheitskonzept ausschließen kann, dass es im Bereich des Marktes und vor allem im unmittelbaren Areal um den Markt herum zu unnötigen und nicht beherrschbaren Menschenansammlungen kommt, indem es beispielsweise nur einen Ticket-Onlineverkauf gibt wie z.B. bei der Offerta auch». Und weiter: «Es sollte mit Zeitfenstern ähnlich wie in den Bädern gearbeitet werden, denn anders kann der Überblick nicht behalten werden. Verstöße gegen die Verordnungen sollten prompt geahndet werden. Ohne Berücksichtigung dieser Anregungen wird die Durchführung des Christkindelsmarkts in der Bevölkerung auf wenig Akzeptanz stoßen. Für uns Grüne steht die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger an erster Stelle.»





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