Geplanter Abzug von Eucom und Africom

Donald Trumps Entscheidung trifft Stuttgart – Arbeitsplätze von 700 Zivilbeschäftigten bedroht – Ver.di: Landesregierung soll helfen

Stuttgart, 01.08.2020, Bericht: Redaktion Vom US-Truppenabzug aus Baden-Württemberg sind nach Angaben des ver.di Landesbezirk Baden-Württembergs rund 700 Zivilbeschäftigte und deren Familien betroffen. Nach einer Entscheidung von US-Präsident Trump werden große Teile der US-Streitkräfte aus Deutschland abgezogen.

Besonders betroffen ist dabei auch Baden-Württemberg. Ver.di fordert die Landesregierung in Stuttgart auf, die Betroffenen zu unterstützen.

Die Mitteilung vom ver.di Landesbezirk Baden-Württemberg

Der geplante Abzug von Eucom und Africom hat erhebliche Auswirkungen auf die Beschäftigten und deren Familien in Stuttgart und Umgebung. Betroffen sind auch rund 700 zivil-beschäftigte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer der US-Gaststreitkräfte. ver.di Baden-Württemberg fordert die Landesregierung und die betroffenen Kommunen auf, die von Kündigungen bedrohten Beschäftigten zu unterstützen und begrüßt grundsätzlich die Initiative der Verteidigungsministerin.

«Wir machen uns große Sorgen um die Arbeitsplätze unserer Kolleginnen und Kollegen», sagt Wolfgang Mechler, Vorsitzender der ver.di Landesfachgruppe und Vertrauensmann bei den Stationierungskräften: «Die Nachricht über den Truppenabzug hat zu großen Zukunftsängsten unserer Beschäftigten geführt.»

Martin Gross ver.di Landesbezirksleiter: «Wir fordern die Politik in Baden-Württemberg auf, die Beschäftigten bei der Sicherung ihrer Arbeitsplätze zu unterstützen. Die Landesregierung sollte umgehend, gemeinsam mit Bundes- und Landtagsabgeordneten aus der Region, den Bürgermeistern aus den angrenzenden Gemeinden, den betroffenen Betriebsvertretungen und der Gewerkschaft ver.di ein Konzept entwickeln, um den Beschäftigten zukunftsfähige Alternativen anzubieten.»

Zu so einem Konzept, so ver.di, gehöre sowohl Unterstützung für die von Kaufkraftverlust betroffenen Kommunen, als auch die Einrichtung einer Transfergesellschaft für von Kündigung bedrohte Beschäftigte mit einer Dauer von mindestens einem Jahr.

Zu den Zivilbeschäftigten gehören unter anderem Fahrerinnen und Fahrer, Reinigungskräfte oder Beschäftigte in der Verwaltung und Küchen sowie auch handwerkliche Berufe, Verkäufer*innen und Ingenieur*innen.


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