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Kommentar von Christian Frietsch

Dramatischer Lehrermangel zum Schulstart – 3400 unbesetzte Stellen – Alarmierende Situation an Grundschulen

Dramatischer Lehrermangel zum Schulstart – 3400 unbesetzte Stellen – Alarmierende Situation an Grundschulen
An den Grundschulen ist der Lehrermangel nicht nur in Baden-Württemberg alarmierend. Foto: Archiv

Bild Christian Frietsch Kommentar von Christian Frietsch
11.09.2020, 00:00 Uhr



Baden-Baden Wenn am Montag die Schule beginnt, hat sich eines zur Vor-Corona-Zeit nicht geändert. An den Grundschulen ist der Lehrermangel alarmierend. Ausgerechnet dort, wo die Startchancen für das spätere Berufsleben gelegt werden, versagt das Bildungssystem in Baden-Württemberg.

3400 Stellen sind in unserem Land unbesetzt.

Insbesondere an den Grundschulen ist die Lage dramatisch. «Die Zahlen sind alarmierend und machen auch wütend», wird die Chefin der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, GEW, Doro Moritz in der Stuttgarter Zeitung zitiert. Angeblich sollen 50 Prozent der Stellen an Grundschulen unbesetzt sein. Die Gewerkschaftschefin fordert seit Jahren, Grundschullehrer mit den Lehrkräften aller anderen Schulen gleichzustellen. Die fehlende Attraktivität als Grundschullehrer zu arbeiten, ist wohl auch die Ursache, dass der Markt auch in Nachbarbundesländern völlig leergefegt ist. Vor allem die immer wieder beschworene Chancengleichheit der ganz jungen Menschen ist eher ein Lippenbekenntnis. Auch während der Regierungszeit der Grünen in Baden-Württemberg änderte sich daran in den letzten fast 10 Jahren nichts. Die verantwortliche Kultusministerin Susanne Eisenmann gehört allerdings der CDU an, für die in der Regierung führenden Grünen aber nur eine unzureichende Begründung für das Versagen der Personalpolitik in den Schulen in Baden-Württemberg.

Zum Thema Schulstart und Lehrermangel folgt morgen ein goodnews4-VIDEO-Interview mit dem Baden-Badener Bürgermeister Roland Kaiser.


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