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Mutmaßlicher Täter in Untersuchungshaft

Haftbefehl gegen Täter im Fall Arpaschi – In Bayern verhaftet – Staatsanwaltschaft zur Tatwaffe: "Tellerscherbe"

Haftbefehl gegen Täter im Fall Arpaschi – In Bayern verhaftet – Staatsanwaltschaft zur Tatwaffe: "Tellerscherbe"
Alexander Arpaschi, AfD-Stadtratskandidat bei der Kommunalwahl 2019, wurde bei dem Angriff schwer verletzt. Fotos: Archiv/Privat

Bild Nadja Milke Bericht von Nadja Milke
02.12.2020, 00:00 Uhr



Baden-Baden/Karlsruhe Im Zuge des Ermittlungsverfahrens hat die Staatsanwaltschaft Karlsruhe in der letzten Woche entschieden, gegen den Tatverdächtigen im Fall des Baden-Badeners Alexander Arpaschi einen Haftbefehl zu erlassen, teilte Mirko Heim, Erster Staatsanwalt gegenüber goodnews4.de gestern mit.

Zunächst war der mutmaßliche Täter wieder auf freien Fuß entlassen worden.

Im Zuge der Übergabe einer Kündigung in seiner Rolle als Vermieter war der Baden-Badener AfD-Stadtratskandidat in Karlsruhe niedergestochen und schwer verletzt worden. Einen politischen Zusammenhang sehen die Behörden nicht. goodnews4.de berichtete. Arpaschi hatte 2019 für den Baden-Badener Gemeinderat kandidiert.

Aus taktischen Gründen sei nicht darüber berichtet worden, dass ein Haftbefehl vorliegt, damit der Tatverdächtige nicht über die Presse erfahre, dass er gesucht werde, erklärte der Staatsanwalt. Das Ermittlungsverfahren dauere noch an. Erst am Ende des Ermittlungsverfahrens werde entschieden, ob die Anklage zugelassen oder fallengelassen wird. Da der Tatverdächtige sich in Untersuchungshaft befinde, werde aber schnell, das heißt jedoch immer noch «binnen weniger Monate», mit einer Entscheidung gerechnet. Es müssten noch Zeugen vernommen werden, darunter auch der «Geschädigte». Es gebe noch keine Anklage und daher auch noch keine genauen Anklagepunkte. Der Tatvorwurf laute jedoch «gefährliche Körperverletzung». «Gefährlich» und keine «normale Körperverletzung», da der Tatverdächtige einen gefährlichen Gegenstand benutzt habe. Nach Erkenntnissen der Staatanwaltschaft soll es sich bei der Tatwaffe um eine «Tellerscherbe» gehandelt haben.

Die Staatsanwaltschaft hatte den syrischen Staatsangehörigen auch wegen des Verdachtes des illegalen Waffenbesitzes gesucht. goodnews4.de berichtete. In sozialen Netzwerken hatte der Täter Fotos von Schusswaffen veröffentlicht.

Die gemeinsame Pressemitteilung von Staatsanwaltschaft und Polizeipräsidium Karlsruhe von gestern im Wortlaut:

Nachtrag zur Meldung des Polizeipräsidiums Karlsruhe vom 17.11.2020 «Verbaler Streit endet in gefährlicher Körperverletzung» - Tatverdächtiger in Untersuchungshaft

Wie bereits berichtet, besteht der Verdacht, dass ein 23-jähriger Mann seinem Vermieter anlässlich der Übergabe eines Kündigungsschreibens am Morgen des 17. November 2020 Stichverletzungen am Arm zugefügt hat.

Aufgrund eines von der Staatsanwaltschaft Karlsruhe wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung und des Haftgrundes der Fluchtgefahr erwirkten Untersuchungshaftbefehls wurde der 23-jährige syrische Staatsangehörige am 30. November in Bayern festgenommen und befindet sich seitdem in Untersuchungshaft.

Der Haftbefehl wurde beantragt, nachdem sich die mutmaßlich mit einer Tellerscherbe zugefügten Verletzungen des Opfers schwerwiegender herausgestellt hatten als zunächst angenommen.


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