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HEUTE GENAU VOR EINEM JAHR: Rostiger Empfang in Baden-Baden – SPD und FBB Seite an Seite – Mit einer kleinen Verstimmung von Stadtrat Werner Schmoll

HEUTE GENAU VOR EINEM JAHR: Rostiger Empfang in Baden-Baden – SPD und FBB Seite an Seite – Mit einer kleinen Verstimmung von Stadtrat Werner Schmoll
Die rostigen Leitplanken auf dem Zubringer gefielen FBB und SPD nicht. Foto: Archiv

Baden-Baden, 16.09.2020, Bericht: Redaktion Was war heute vor einem Jahr? Die Schnelligkeit mit der das Leben vergeht ist eine Erfahrung, die man gleich nach den Kindertagen macht. «Ach ja, das schon wieder ein ganzes Jahr her», werden Sie vielleicht sagen, wenn Sie diesen Bericht lesen, den wir vor genau einem Jahr als Aufmacher veröffentlicht haben. Viel Spaß bei dieser ganz kleinen Zeitreise.



Rostiger Empfang in Baden-Baden − SPD und FBB Seite an Seite − Mit einer kleinen Verstimmung von Stadtrat Werner Schmoll

Baden-Baden, 16.09.2019, 00:00 Uhr, Bericht: Christian Frietsch «Nachdem auch von Ihrer Fraktion seinerzeit keinerlei Interesse an dem Thema signalisiert wurde, wundert es uns sehr, dass Sie nun selbst die Initiative in dieser Sache ergreifen wollen», moniert SPD-Stadtrat Werner Schmoll zu einem Antrag der Freien Bürger für Baden-Baden, FBB. goodnews4.de berichtete. Inhaltlich sind die beiden gleich starken Fraktionen im Gemeinderat aber völlig einig.

Mit verrosteten, hässlichen Leitplanken werden die Bürger und Gäste bei der Einfahrt über den Zubringer beim Tausendfüßler und entlang Fürstenbergallee in unserer Stadt empfangen. Darum soll sich die Stadtverwaltung kümmern, sind sich FBB und SPD einig.

Immerhin bringen beide zusammen 25 Prozent der Mandate auf die Waage. «Ich hoffe, dass neue Mehrheiten im Gemeinderat auch zu neuen Antworten der Verwaltung führen», sendet Werner Schmoll Signale verhaltener Sympathie an die einst nicht so geschätzte FBB.

Der Autobahnzubringer ist als Bundesstraße 500 ausgewiesen und zieht sich von der Autobahnausfahrt durch Baden-Oos über den Tausendfüßler entlang der Fürstenbergallee Jahre bis zum Ebertplatz. Weitsichtige Kommunalpolitiker hatten bei dieser Einfahrt unserer Stadt einst die prächtige Fürstenbergallee anlegen lassen, durch die die Gäste Baden-Badens auf das Ambiente der Stadt mit ihren Parks und Alleen eingestimmt wurde. Geblieben ist nur noch der Name der Fürstenbergallee. Ende der 50er, Anfang der 60er Jahre im damals beginnenden rigorosen Autozeitalter wurde die prächtige Allee in der Amtszeit von Ernst Schlapper, CDU, abgeholzt und durch eine Autobahnzubringerpiste mit Leitplanken und einem passenden Autobahnambiente ersetzt. Ein Rückbau der neben der Kaiserallee und Lichtentaler Allee dritten Allee scheiterte an fehlenden Mehrheiten im Gemeinderat und der Bereitschaft der Stadtverwaltung, sich der Sache anzunehmen. Einen Schmalspurtrost erhielten die Anwohner des Zubringers in der Weststadt in der Amtszeit von Wolfgang Gerstner. Bescheidene Bäumchen und ein langer Zaun waren aber kein kühner Wurf für eine Städtebaupolitik.

Schreiben von Stadtrat Werner Schmoll an Martin Ernst, FBB-Fraktionsvorsitzender:

Sehr geehrter Herr Ernst,

es freut mich sehr, dass die FBB-Fraktion nach nunmehr vier Jahren den Antrag der SPD Fraktion aufgreift, die rostigen Mittelleitplanken am Zubringer entfernen zu lassen. Leider wurde unsere Initiative seinerzeit von der Verwaltung abschlägig beschieden. Deshalb hätten wir uns damals sehr gewünscht, Unterstützung aus anderen Fraktionen des Gemeinderates zu erhalten.

Nachdem auch von Ihrer Fraktion seinerzeit keinerlei Interesse an dem Thema signalisiert wurde, wundert es uns sehr, dass Sie nun selbst die Initiative in dieser Sache ergreifen wollen.

Inhaltlich sind wir natürlich voll auf Ihrer (unserer) Seite. Ich hoffe, dass neue Mehrheiten im Gemeinderat auch zu neuen Antworten der Verwaltung führen.

Beigefügt erhalten Sie den Antrag der SPD Fraktion vom 17. August 2018 und die Antwort der Verwaltung. Die Presse berichtete ausführlich.

Mit freundlichen Grüßen,
Werner Schmoll

PDF SPD-Antrag vom 17. August 2015
PDF Antwort von Erster Bürgermeister Werner Hirth vom 9. Dezember 2015


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