Leserbrief

Leserbrief „Meine Meinung“ – „Am Wahltag gilt es auch die 5 W’s zu bedenken: Wer Wischhusen wählt, wählt Whittaker!“

Baden-Baden, 20.03.2026, Leserbrief In einem Leserbrief an die Redaktion nimmt goodnews4-Leser Philipp Bruder Stellung zu dem goodnews4-Bericht OB-Stichwahl in Baden-Baden – goodnews4-Wahlempfehlung: Thomas Jung – Begründung und Kommentar von Christian Frietsch.

Wir blicken zurück auf einen OB-Wahlkampf mit einem bunten Kandidatenfeld, von denen sich nun zwei – die Bremer FDP-Politikerin Lencke Wischhusen und der ehemalige Chef von SWR3, Thomas Jung – am kommenden Sonntag in der Stichwahl zur Wahl stellen.

Wischhusen ist zuvorderst die Kandidatin des CDU-Bundestagsabgeordneten und Kreisvorsitzenden Kai Whittaker und dem Vorsitzenden der CDU-Stadtratsfraktion Ansgar Gernsbeck. Beide haben sich im OB-Wahlkampf erstaunlich zurückgehalten, nachdem sie Wischhusen zunächst offenbar mit aller Gewalt innerparteilich durchgeboxt haben. Ganz sicher hat Whittaker auch alle Hände voll zu tun mit der aufsehenerregenden Unternehmenspleite seiner Familie – das würde ihn entschuldigen. Vielleicht hat Wischhusen aber auch schnell selbst erkannt, dass die beiden keine wirkliche Hilfe sind.

 

Dieser Whittaker, der sein offenkundig ominöses Privatleben mit großem Aufwand verschleiert, immer wieder mit kruden Aktionen auf sich aufmerksam macht und einen denkbar schlechten Draht zur Presse hat (denselben schlechten Draht zur Presse pflegt allerdings auch Frau Wischhusen). Und dann der pensionierte Polizist Ansgar Gernsbeck, der zumindest im Verdacht steht, seinem Bruder über städtische Gesellschaften Aufträge zuzuschanzen. Ein Anfangsverdacht für Korruption wäre damit allemal erfüllt. Denn es drängt sich die Frage auf: Wie sieht die Gegenleistung aus? Wer nicht will, dass diese Leute noch mehr Einfluss im Baden-Badener Rathaus erlangen, der sollte am kommenden Wahlsonntag unbedingt die «5 W’s» bedenken: Wer Wischhusen wählt, wählt Whittaker! Und das gilt es unter allen Umständen zu vermeiden!

Zu beiden – Whittaker und Gernsbeck – passt Lencke Wischhusen allerdings wie «Arsch auf Eimer», würde man in der benachbarten Pfalz sagen. Eine richtige Skandalnudel haben die beiden in die OB-Wahl geschickt. Anzügliche Fotos auf ihren Social-Media-Accounts deckten schnell mangelnde Seriosität und Professionalität auf. Immer wieder muss man feststellen: Das passt nicht zum Amt des Oberbürgermeisters von Baden-Baden. Dampfplaudere ohne Inhalt, die Verweigerung, sich Detailkenntnisse anzueignen. Wofür auch.

Ein Beispiel – vor wenigen Tagen veröffentlichte Wischhusen auf ihren Social-Media-Kanälen ein Statement, in dem sie eine Hochschule oder zumindest den Campus einer Hochschule für Baden-Baden anregte. Dort sollte es ein Studienangebot geben, das zur Kurstadt passt. Nur – wir haben diese Hochschule bereits. Viktoria Hochschule, ein Campus einer Berliner Hochschule, angesiedelt im Stadtteil Cité. Und das seit vielen Jahren. Dort kann man Gesundheitsmanagement, Tourismusmanagement und sogar Gastronomiemanagement studieren. Das muss man nach so vielen Wahlkampfwochen eigentlich wissen. Offensichtlich nicht der Anspruch von Wischhusen, die einen weitgehend inhaltsleeren Wahlkampf führte.

Dass mehr hinter dem mittlerweile auf Wischhusens Instagram-Kanal gelöschten Foto mit der gefallenen Sexarbeiterin Melanie Müller, bekannt aus dem Dschungelcamp, steckte, wurde vor wenigen Tagen klar. Lencke und Melanie – ganz vertraut wie beste Freundinnen. Über eine Beteiligungsgesellschaft, die ausgerechnet «Puschy» heißt, ist Lencke Wischhusen an einer Online-Sex-Plattform beteiligt. Sowas passt nicht ins eher heruntergekommene Bremen. Und schon gar nicht ins Rathaus von Baden-Baden!

Ich hoffe sehr, dass dieser Spuk am Sonntag ein Ende findet. Kein Professor, Doktor h.c. Markus Jerger, Wischhusens Mann, der wie ein Arbeitsloser in der Baden-Badener Innenstadt herumlungert, zwischen Bistro und Capri mäandert. Keine Social-Media-Beiträge von Wischhusen, die gefühlt im Minutentakt veröffentlicht werden und von immer denselben 20 oder 30 Leutchen aus Bremen und ihrem Wahlkampfteam geliked werden. Die Titelhanselei von Wischhusen und Jerger ist übrigens keine Kleinigkeit, sondern wie ein Lackmustext einer sehr zweifelhaften Persönlichkeitsstruktur.

Woher stammen Jergers akademische Titel und Berufsbezeichnungen? Er taucht tatsächlich wahlweise als Professor, Doktor und Doktor h.c. auf. Wer nach Markus Jerger «googelt», der findet das ganz schnell. Wo er promoviert oder einen Doktortitel ehrenhalber verliehen bekommen hat, an welcher Universität er Professor ist – darüber erfährt man allerdings nichts. Überhaupt nichts. Und wer wie Wischhusen den Zusatz «FH» hinter ihrem «Diplom-Kauffrau» weglässt, der will mehr aus sich machen als er ist. Ein FH-Diplom ist vergleichbar mit einem Bachelor-Abschluss. Damit kann man weder promovieren noch im höheren Verwaltungsdienst arbeiten. Im Gegensatz zum Universitätsabschluss «Diplom-Kauffrau / Kaufmann». Ganz ehrlich – all diese Puzzlestücke sind Teil eines bedenklichen Psychogramms.

Ich sag mal so: Hoffentlich geht dieser Kelch an uns vorüber und Thomas Jung wird neuer OB von Baden-Baden. Das wäre endlich jemand aus der Stadt mit Durchsetzungsvermögen, Führungserfahrung und Detailkenntnissen. Und obendrein ganz ohne Skandale. Er wird die nötige Ruhe reinbringen. Wer weiß, was bei Wischhusens noch so alles herauskommen würde. Wir brauchen keinen Späth 2.0!

Philipp Bruder
Baden-Baden


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