Leserbrief
Leserbrief „Meine Meinung“ – Antwort zum Leserbrief von Frau Dr. Hannewald – „Nach Ihrer Ansicht hätten wir Deutschen uns aus dem Russland/Ukrainekrieg heraushalten sollen“
Baden-Baden, 11.04.2020, Leserbrief In einem Leserbrief an die Redaktion nimmt goodnews4-Leser Wolfgang Holstein Stellung zu dem Leserbrief von goodnews4-Leserin Dr. Yvonne Hannewald Leserbrief «Meine Meinung» − «Antwort auf Herrn Holstein» − «Das sich in der Mehrheit wohlfühlen ist so eine Sache» − «Ich lasse mich von Propaganda weder der USA, noch Russlands einnehmen».
Ihren Ausführungen ist zu entnehmen, dass Sie nicht viel von Demokratie halten, und mit Hinblick auf meine Person die Ansicht vertreten, dass die Mehrheit der Menschen aus Dummen besteht, die leicht manipulierbar sind. Mag sein, dass es so ist, aber würden wir mit einer Diktatur, in der nur intelligente Menschen wie Sie die Marschordnung vorgeben, besser fahren?
Nach Ihrer Ansicht hätten wir Deutschen uns aus dem Russland/Ukrainekrieg heraushalten und Neutralität wahren sollen. Ganz so einfach wäre das allerdings nicht, denn dann hätten uns die dann zu erwartenden Sanktionen der USA wesentlich härter getroffen als die aktuellen, die sich praktisch im Wesentlichen «nur» auf Energielieferungen beschränken. Selbst die neutrale Schweiz hat zu Sanktionen gegen Russland gegriffen und über 7 Milliarden Franken russische Oligarchen-Vermögen eingefroren, während Deutschland die Vermögenswerte dieser Putin-Verbrecher-Clique nicht anrührt. Warum wohl? Auch sonst stößt das Verhalten der Deutschen Regierung weltweit auf wenig Verständnis, denn Sanktionen auszusprechen, um das Gesicht zu wahren, diese aber nur auf Produkte beschränken zu wollen, die wir ohnehin nicht brauchen, oder unbrauchbare Waffen zu liefern, ist schäbig und wird weltweit auch so gesehen und gewertet. Wir haben unser Gesicht also ohnehin verloren, ganz gleich wie die Angelegenheit ausgeht und werden als unzuverlässiger Partner noch lange daran zu knappern haben. Dass sich der Bundeskanzler im Gegensatz zu vielen anderen Europäischen Regierungschefs nicht nach Kiew traut, rundet das traurige Bild über Deutschland noch perfekt ab.
Bevor Sie nun, nach Vergleichen mit dem Dritten Reich in Ihrer historischen Betrachtung über die Dummheit der Menschen zurückgehen bis zu den Napoleonischen Kriegen, möchte ich mit Rücksicht auf die jüngere Leserschaft, denen diese Vorgängen, wenn überhaupt dann nur aus Büchern bekannt sind, lieber den Blick auf die Zukunft lenken. Die sieht leider gar nicht rosig aus und wir alle werden uns von unserem bisherigen Wohlstand wohl verabschieden müssen. Wenn schon ein Vorgang wie der aktuelle in den Schwellenländern Russland und Ukraine mit deren geringen Wirtschaftsleistung sich zu einer veritablen Krise speziell in Deutschland auswächst, wie wird es erst, wenn sich die USA und China in die Haare kriegen (siehe meinen Leserbrief in den goodnews4 vom 7.4.). Mag es der Regierung jetzt noch möglich sein, die schlimmsten Schmerzen für das Volk durch hunderte Milliarden Euro, die nach dem Gießkannenprinzip verteilt werden, zu lindern, wird dies dann nicht mehr möglich sein und die von Ihnen geschilderten Zustände werden eintreffen. Insofern stimme ich Ihren Ausführungen über die Auswirkungen der Wirtschaftskriege speziell für Deutschland zu.
Wolfgang Holstein
Baden-Baden
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