Leserbrief

Leserbrief „Meine Meinung“ – „Franz Alt hat viel für unser Land und insbesondere für Baden-Baden geleistet“ – „Mut, sich den Herausforderungen der Zukunft zu stellen – so wie es Herr Alt tut“

Baden-Baden, 04.12.2024, Leserbrief In einem Leserbrief an die Redaktion nimmt goodnews4-Leser Dieter Bleich Stellung zu dem Leserbrief von goodnews4-Leser Boris Fernbacher Leserbrief «Meine Meinung» – «Wüstenregion Bodensee» – Zum Gastkommentar von Franz Alt.

Zunächst möchte ich eine Vorbemerkung zu dem Leserbrief von Herrn Boris Fernbacher gegen Herrn Franz Alt machen: Herr Alt befindet sich in einem Alter, das allein schon Respekt verdient. Darüber hinaus hat er in seinem langen Leben viel für unser Land und insbesondere für Baden-Baden geleistet – auch dafür gebührt ihm Anerkennung.

Theoretisch – und für ihn betone ich: nur theoretisch – könnte er sich mit 87 Jahren zurücklehnen. Die Folgen des Klimawandels dürften ihn persönlich weit weniger betreffen als die junge Generation. Aber genau das tut Herr Alt nicht. Aus Sorge um die nachfolgenden Generationen, die Natur und unseren Planeten – den einzigen, den wir haben – erhebt er immer wieder seine Stimme. Dafür danke ich ihm!

Ich selbst durfte bereits während meiner Schulzeit am MLG (ich bin heute 70 Jahre alt) an Projekten von Herrn Alt mitwirken und habe dabei seine Ernsthaftigkeit und sein Engagement aus nächster Nähe erlebt.

 

Natürlich muss niemand jeder einzelnen Aussage von Herrn Alt zustimmen. Der Austausch verschiedener Ansichten ist wichtig und erwünscht. Aber Diskussionen sollten auf einem respektvollen und sachlichen Niveau geführt werden – und nicht in der Art, wie sie von Herrn Fernbacher vorgebracht wurden.

Betrachtet man nun die Argumentation von Herrn Fernbacher, fällt folgendes auf: Wenn beispielsweise für eine Region ein Temperaturanstieg von 2 Grad prognostiziert wird, bedeutet dies nicht, dass wir an kalten Wintertagen statt 3 Grad nun 5 Grad haben. Vielmehr ist zu befürchten, dass diese Erhöhung ungleichmäßig verteilt ist. Dies könnte dazu führen, dass es in wenigen Wochen des Jahres zu extremen Spitzen kommt.

Theoretisch – und hier ein rein rechnerisches Gedankenspiel – könnte eine jährliche Durchschnittstemperaturerhöhung von 2 Grad (also insgesamt 730 Grad im Jahr) auf lediglich vier Wochen verteilt sein. Das würde einer täglichen Temperatursteigerung (innerhalb dieser 4 Wochen) von rund 26 Grad entsprechen. Für den Bodenseeraum könnte dies vorübergehend Temperaturen von 40 bis 50 Grad bedeuten.

Solche Entwicklungen wären katastrophal. Eine derart ungleichmäßige Temperaturverteilung würde die Landwirtschaft in betroffenen Regionen zerstören und hätte zahllose Todesopfer zur Folge, besonders unter älteren Menschen.

Mit reinem AfD-Sprech wird man solchen Problemen jedenfalls nicht gerecht. Es braucht ernsthafte, faktenbasierte Auseinandersetzungen und den Mut, sich den Herausforderungen der Zukunft zu stellen – so wie es Herr Alt tut.

Dieter Bleich
Baden-Baden


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