Leserbrief
Leserbrief „Meine Meinung“ – „Gedanken zur Steigerung der Übernachtungszahlen“ – „Die letzten wirklichen Hotel-Direktoren in Baden-Baden waren die Herren Schmitz und Marrenbach vom Brenners Park-Hotel“
Baden-Baden, 13.03.2026, Leserbrief In einem Leserbrief an die Redaktion nimmt goodnews4-Leser Martin Müller-Petersen Stellung zu dem goodnews4-Bericht Zukunft des Hotel-Areals Magnetberg auf Messers Schneide – Baupolitik in Baden-Baden: Investoren-Interessen gehen vor – UNESCO-Welterbe spielt keine Rolle.
Statistisch lagen die Übernachtungszahlen in den letzten Jahren durchschnittlich immer gleich, und zwar bei 2,4 Übernachtungen pro Touristen. Man kann davon ausgehen, dass sich durch die immer gleichen jährlichen Veranstaltungen diese Zahl nicht erhöhen wird. Zwar gibt es Veranstaltungen, wie die Festspiel-Wochen und die Pferderenn-Wochen, die sicher eine bestimmte Klientel zu einem Aufenthalt von einer Woche veranlassen, und auch der Kongress der Rückversicherer sorgt ein paar Tage für gute Auslastung. Gleichwohl sind Überlegungen gefragt, wie man die Touristen zu einem längeren Aufenthalt in Baden-Baden bewegen könnte, und zwar zu jeder Jahreszeit.
Veranstaltungen für die Jugend und die Steigerung des Tagestourismus sind wertlos. Diese Veranstaltungen bringen nur Unruhe in die Stadt, aber keine wesentlichen Einnahmen für Hotels, Gastronomie und Ladengeschäfte. Vor dem Hintergrund, dass Baden-Baden hinsichtlich der Einwohner aber auch der Touristen aus verschiedenen Gründen eher eine Stadt für älteres Publikum ist, wäre ein bewährtes Mittel und für Baden-Baden anwendbar, sogenannte Kur-Aufenthalte, die meistens zwischen 2 und 4 Wochen dauern. Bad Füssing in Niederbayern zum Beispiel weist 2 Millionen Übernachtungen p.a. auf und hat außer Thermalwasser, einem ruhigen Umfeld und dörflichem Charakter nichts zu bieten. Ganz anders Baden-Baden, das man zu einem exklusiven Heilbad aufwerten könnte. Baden-Baden verfügt nicht nur über die heißesten Thermal-Quellen in BW und medizinische Anwendungen in allen Fachbereichen, sondern auch über viele neue, bzw. bestens renovierte Hotels der 4 und 5 Sterne-Kategorie mit Spa-Anwendungen, sowie neben einem prächtigen Kurhaus mit einer der schönsten Spielbanken Europas auch eine repräsentative Trinkhalle. Außerdem wird den Kurgästen durch die vielen sonstigen Veranstaltungen und vielleicht auch wieder durch regelmäßige Kurkonzerte sowie bestens gepflegter Spazierwege in schöner Natur reichlich Abwechslung geboten. Es ist, ohne extreme finanzielle Aufwendungen treiben zu müssen, alles vorhanden was man für ein exklusives Kurbad benötigt das Baden-Baden früher ja einmal war. An den beiden Thermal-Bädern müssten noch einige kleinere Renovierungsarbeiten vorgenommen werden und was das Baden im Thermalwasser betrifft, hat zwar meines Wissens nur der Badische Hof einen direkten Quellenzugang, aber alle anderen Hotels könnten nach dem Vorbild von Bad Füssing durch Tanklaster mit dem Thermalwasser versorgt werden, sodass die betuchte und demzufolge auch verwöhnte Klientel das Thermalbaden in den jeweiligen Hotels durchführen könnte.
Leider ist diese Idee, welche ich den führenden 5-Sterne-Hotels in Baden-Baden habe zukommen lassen, scheinbar auf wenig Begeisterung gestoßen, wie ich den fehlenden Antworten entnehme, denn bei den meisten der jeweiligen Geschäftsführer handelt es sich offensichtlich um sogenannte Wandervögel, die von ihren Konzernen von einem Haus zu nächsten geschickt werden und nur als Grüßgott-August fungieren und somit keine innere Verbindung zu Baden-Baden aufbauen können. Die letzten wirklichen Hotel-Direktoren in Baden-Baden waren die Herren Schmitz und Marrenbach vom Brenners Park-Hotel, die sich in vielen Bereichen zum Wohl der Stadt engagiert haben. Schade, dass auch dieser Berufszweig nur noch drittklassig besetzt ist.
Martin Müller-Petersen
Baden-Baden
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