Leserbrief
Leserbrief „Meine Meinung“ – „Kandidaten zur OB-Wahl" – „Ich hatte damals dem OB Gerster mitgeteilt, dass dieses Problem nicht durch unachtsame Spaziergänger, sondern durch Krähen verursacht wird“
Baden-Baden, 05.02.2026, Leserbrief In einem Leserbrief an die Redaktion nimmt goodnews4-Leser Martin Müller-Petersen Stellung zu dem Leserbrief von goodnews4-Leser Dr. Mark Lopatecki Leserbrief «Meine Meinung» – «Im Vorfeld der Oberbürgermeister-/Landtagswahl» – «Baden-Baden braucht keine Protestfigur».
Die angeblichen Jubel-Perser unter den Leserbriefschreibern für den AfD-Kandidaten wie vom Leser Lopatecki behauptet (goodnews4 vom 03.02.2026) kann ich nicht erkennen. Eher schon die unisono niederschmetternden Kommentare über die CDU-Kandidatin. Laut der Leserumfrage der goodnews4 vom 29.01.2026 erhielt der Bewerber Jung die meisten Stimmen zu der bevorstehenden Oberbürgermeisterwahl. Da befallen den neutralen Leser doch erhebliche Zweifel an der Urteilsfähigkeit der Abstimmenden. Natürlich will niemand einen verknöcherten aktenfressenden Bürokraten, aber auch keinen vergnügungssüchtigen Playboy als Oberbürgermeister/in für eine (noch) seriöse Stadt wie Baden-Baden. Ob aber ein Kandidat ohne jegliche Vorkenntnisse, der nie einem Gemeinderat angehört hat, noch in einem Parlament tätig war, noch nie eine Verwaltungsfachschule besucht hat und sich nie sein Geld als Selbstständiger verdienen musste, sondern nur von den Zwangsabgaben der Gebührenzahler lebt, der geeignete Kandidat für dieses verantwortungsvolle Amt ist, kann in berechtigte Zweifel gezogen werden.
Auch sollte der oder die betreffende Kandidatin hier leben, um die vielen Probleme, die in den goodnews4 täglich veröffentlicht werden, hautnah mitzuerleben. Ich spreche hier aus Erfahrung, denn ich kenne Baden-Baden seit 40 Jahren und bin nach Beendigung meiner beruflichen Tätigkeit vor 15 Jahren fest nach hier gezogen. Also zur «goldenen Russenzeit», als alle Branchen wie Immobilien, Hotels, Gastronomien sowie Schmuck- und Modegeschäfte noch hervorragende Umsätze getätigt haben und von einem OB regiert wurden, der seinem Volk aufs Maul geschaut hat. Hierzu nur ein Beispiel. Es wurde allgemein über den Saustall bei den Abfallkörben auf der Uferpromenade an der Oos geschimpft. Ich hatte damals dem OB Gerster mitgeteilt, dass dieses Problem nicht durch unachtsame Spaziergänger, sondern durch Krähen verursacht wird, die bei der Futtersuche die Abfallkörbe ausräumen. Daraufhin hat der OB veranlasst, dass alle Abfallkörbe mit Deckeln (Dächern) versehen werden und siehe da, schon war Ruhe im Karton und das Problem bereinigt. Wo gibt es heute noch so eine schnelle Volksnahe Entscheidung? Allerdings ging es nach dem benannten OB auch steil bergab und heute stehen wir vor einem Scherbenhaufen.
Umso wichtiger ist es, eine Person zu finden die sich zutraut, diesen Augiasstall auszuräumen. Ein gelegentlicher Besuch in der Gemeinde reicht hierzu jedenfalls nicht. Und auch ein Wahlkampfstand ist nicht geeignet, die Probleme der Bürger zu erfahren, da sich dort ohnehin meist nur die Gegner und die Befürworter einfinden und weniger die verantwortungsbewussten Bürger die sich Sachkundig machen wollen. Gibt diesen glorreichen Möchtegern-OBs eigentlich nicht zu denken, dass aussichtsreiche Kandidaten wie die aktuellen Bürgermeister als Insider und Kenner der Probleme eine aussichtsreiche Kandidatur abgelehnt haben?
Geeignet wäre ein Kandidat, der nicht nur die erforderlichen beruflichen Voraussetzungen erfüllt, sondern der ehrlich ist und keine unhaltbaren Heilsversprechen abgibt. Also ein Kandidat, der ehrlich bekennt, dass man den Karren nur mit Hilfe der Bevölkerung aus dem Dreck ziehen kann. Einschnitte, die in irgendeiner Form jeden Einzelnen treffen, sind erforderlich, um diesen gewaltigen Schuldenberg abzubauen, bzw. zumindest hinsichtlich Rückzahlungsraten und Zinsbelastungen erträglich zu machen. Leider gibt es diesen ehrlichen Kandidaten nicht, zumindest nicht unter denen, die sich diesmal mit großem Tamtam zur Wahl stellen. Es ist doch keine Lösung, wenn man irgendeine Person, der es gerade aus Lust und Laune und mangels anderer Tätigkeiten gefällt, OB von Baden-Baden zu werden, wählen muss weil, es die Gemeindeordnung so vorschreibt. Dann könnte die Landesregierung ja gleich die Oberbürgermeister bestimmen und den Orten entsprechend zuteilen. Also, wie finden wir in buchstäblich letzter Minute einen geeigneten Kandidaten, bzw. eine geeignete Kandidatin? Die bisherigen sind es jedenfalls nicht! Die lohnen noch nicht einmal das Porto, um die Briefwahlunterlagen anzufordern.
Martin Müller-Petersen
Baden-Baden
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