Leserbrief

Leserbrief „Meine Meinung“ – „Reaktionsschnell – ja. Auskunftsfreudig – nein“ – „Wer es wagt, sachlich kritisch nachzufragen, wird umgehend blockiert“

Baden-Baden, 04.02.2026, Leserbrief In einem Leserbrief an die Redaktion nimmt goodnews4-Leserin Valentina Steiert Stellung zu dem Leserbrief von goodnews4-Leser Christian Schneider Leserbrief «Meine Meinung» – «Ich verstehe gar nicht, warum manche Ihrer Leser dauernd Frau Wischhusen kritisieren».

Der Leserbrief von Herrn Christian Schneider nötigt förmlich zu einer Bestätigung. Seine Einschätzung, Frau Wischhusen sei reaktionsschnell und flexibel, kann ich uneingeschränkt bestätigen. Diese Eigenschaften zeigt sie insbesondere im Umgang mit kritischen Kommentaren in den sozialen Medien: Wer es wagt, sachlich kritisch nachzufragen, wird umgehend blockiert. Effizienter lässt sich Dialogvermeidung kaum organisieren.

Ich weiß das aus eigener Erfahrung, denn auch ich gehöre inzwischen zu diesem exklusiven Kreis der Ausgesperrten. Bedauerlich ist das vor allem deshalb, weil Frau Wischhusens Aussagen bislang ebenso flexibel wie unkonkret bleiben. Eine öffentliche Auseinandersetzung mit kritischen Fragen scheint offenbar nicht vorgesehen zu sein. Dafür spricht auch die Whittakersche Verweigerung gegenüber goodnews4 Dabei gäbe es reichlich Klärungsbedarf. Ab wann genau fühlt sich Frau Wischhusen eigentlich «zu Hause»? Genügen dafür ein paar Wochen Wahlkampf? Oder ist Heimat vor allem dort, wo sich gerade eine politische Gelegenheit bietet? Und wie verbindlich ist dieses Bekenntnis, sollte das Wahlergebnis nicht den eigenen Erwartungen entsprechen?

 

Auch die Selbstdarstellung als erfolgreiche Unternehmerin wirft Fragen auf. Weder die Entwicklung der Puschy GmbH noch die kurze Tätigkeit im elterlichen Betrieb, der wenige Jahre später veräußert wurde, sprechen für nachhaltigen unternehmerischen Erfolg. Besonders irritierend ist die erhebliche Abweichung zwischen öffentlich genannten rund 50 Beschäftigten und den im Bundesanzeiger dokumentierten 18 Angestellten. Zahlen scheinen hier ebenso flexibel zu sein wie politische Positionen. Nicht minder flexibel wirkt die behauptete Parteilosigkeit. Ein kurzfristiger Austritt aus der FDP, unmittelbar gefolgt von einem von der CDU getragenen Wahlkampf, lässt weniger auf Überzeugung als auf taktische Anpassungsfähigkeit schließen. Der insgesamt wechselhafte Lebenslauf fügt sich nahtlos in dieses Bild.

Nach meiner Verbannung aus den sozialen Medien bleibt mir nur der indirekte Blick auf einen perfekt inszenierten Wahlkampf. Die beauftragte Agentur liefert Hochglanz, Professionalität und wohlklingende Botschaften. Was dabei fehlt, sind belastbare Inhalte und die Bereitschaft zur Auseinandersetzung mit kritischen Fragen. Am Ende stellt sich weniger die Frage, wie überzeugend dieser Wahlkampf inszeniert ist, sondern wie kritisch die Bürgerinnen und Bürger von Baden-Baden hinschauen wollen.

Am 8. März wird gewählt. Danach wird man sehen, ob inhaltsloses Marketing genügt oder ob die Baden-Badener dieses nicht doch durchschauen.

Valentina Steiert
Baden-Baden


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