Leserbrief
Leserbrief „Meine Meinung“ – „Showgirl“ – „Große Werbeplakate, nichtssagende Videos auf Social Media“
Baden-Baden, 20.03.2026, Leserbrief In einem Leserbrief an die Redaktion nimmt goodnews4-Leser Jörg Riemer Stellung zu dem goodnews4-Bericht OB-Stichwahl in Baden-Baden – goodnews4-Wahlempfehlung: Thomas Jung – Begründung und Kommentar von Christian Frietsch.
Da waren es nur noch zwei: 37 Prozent der Bürger haben im ersten OB-Wahlgang für den parteilos antretenden Thomas Jung votiert. 31,4 Prozent hätten gerne die personell massiv von der CDU unterstützte Lencke Wischhusen als neues Stadtoberhaupt. Nun kommt es am 22. März zur alles entscheidenden Stichwahl zwischen beiden. Man kann den Baden-Badenern nur raten, sich bei ihrer Wahlentscheidung weniger von Äußerlichkeiten wie sympathischem Image der Person, freundlichen Floskeln, großen Werbeplakaten oder nichtssagenden Videos auf Social Media beeinflussen zu lassen. Bei unserer Wahlentscheidung sollte es auf den bisherigen Berufsweg der Kandidaten und deren fachliche Kompetenz ankommen:
1.) Berufsweg: Thomas Jung hat nach Studium von Germanistik und Politikwissenschaft eine über 30 Jahre lange und erfolgreiche Karriere als Journalist hingelegt: Berichterstatter aus Kriegs- und Krisengebieten – Politischer Korrespondent in Bonn und Paris – Hörfunk-Korrespondent für den SWF und andere ARD-Anstalten – SWR3-Chefreporter in Baden-Baden – stellvertretender Programmchef von SWR3. Ein konsequent verfolgter Berufsweg ohne Brüche, der ihn bis in oberen Leitungsebenen geführt hat. Herr Jung hat über Jahrzehnte unter Beweis gestellt, dass er leiten, moderieren, analysieren, verwalten, organisieren und führen kann. Bei Frau Wischhusen dagegen sieht es eher mau aus: Kurzfristig mal den kleinen väterlichen Betrieb geführt – dann etwas Verbandsarbeit als Lobbyistin – wenige Jahre in der Bremer Bürgerschaft in der Politik tätig – dann Abschied aus der Politik und Auftritte in Fernsehshows wie «Höhle der Löwen» sowie Engagements als Moderatorin bei Events. Vieles angefangen, aber nichts konsequent zu Ende geführt. In keinem dieser Bereiche hat Frau Wischhusen es wie Herr Jung ganz nach oben geschafft. Nur Pech gehabt oder mangelt es ihr einfach an Können, Fleiß und Durchsetzungsvermögen? Und nun will Frau Wischhusen als OB unser Baden-Baden in die Zukunft führen?
2.) Politische Inhalte: Wir Bürger sollten uns abgewöhnen, immer diejenigen zu wählen, welche die größten Versprechungen für die Zukunft machen. Davon wird nach der Wahl doch selten viel eingehalten, oder? Frau Wischhusen will unsere Stadt «in eine rosige Zukunft führen» (BNN-Artikel vom 28.02.2026). Ein Zentrum für Langlebigkeitsforschung (Longevity) und eine Berufsfachschule für Gastronomie will sie in Baden-Baden gründen. Mehr Außengastronomie, mehr Konzerte und Events soll es in der Stadt geben. Wie sie diese ganzen kühnen Vorhaben finanzieren will, erklärt Frau Wischhusen dem Bürger aber nicht. Thomas Jung dagegen tritt mit mehr Realitätssinn und bescheideneren Vorhaben auf: Fördern will er vor allem den für Baden-Baden besonders wichtigen Tourismus. Er spricht im Gegensatz zu Frau Wischhusen aber auch die desolate Finanzlage der Stadt an, und möchte hier sanieren.
Bedenken Sie bei der Wahl am 22. März: Wir brauchen einen OB mit Realitätssinn, fachlicher Kompetenz und erfolgreichem Berufsweg und nicht ein unqualifiziertes «Showgirl», das dem Wähler nur das Blaue vom Himmel verspricht.
Jörg Riemer
Baden-Baden
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