Leserbrief
Leserbrief „Meine Meinung“ – „SPD-Stadtrat Sven Bohnert vergreift sich im Ton“ – „Beleidigungen statt Argumente“
Baden-Baden, 02.05.2025, Leserbrief In einem Leserbrief an die Redaktion nehmen die goodnews4-Leser Matthias Hirsch und Mike Brandau Stellung zu dem goodnews4-Bericht SPD-Stadtrat Sven Bohnert sieht Beleidigung von OB Späth – «Absurde Idee, dass Baden-Baden von einem ‚Flanierer‘ statt einem Oberbürgermeister regiert werde».
Anstatt sich mit den Inhalten und den sachlich fundierten Argumenten der Bürgerinitiative zum Klinikstandort auseinanderzusetzen, wählt Herr Bohnert den Weg der persönlichen Herabwürdigung und pauschalen Diffamierung. Statt Fakten liefert er Beleidigungen. Statt Argumenten sucht er Schuldige. Wer anders denkt, wird öffentlich verunglimpft – ein Verhalten, das eines demokratisch gewählten Vertreters unwürdig ist.
Wenn Herr Bohnert, in seiner ihm eigenen, populistischen Art andere pauschal beleidigt und diffamiert, hat er mehr mit seiner SPD gemein, als man vermuten mag, ist er doch eher das ungeliebte schwarze Schaf dieser, ebenfalls immer unbeliebteren Partei. Vielleicht ist es auch der Wunsch von der eigenen Partei zumindest akzeptiert zu werden, der ihn antreibt, möglichst groß zu plakatieren und zahlreiche Stellungnahmen mit haltlosen Unterstellungen zu schreiben.
Die beiden Unterzeichner des Leserbriefs möchten an dieser Stelle auch ganz deutlich betonen und feststellen, dass Bezeichnungen wie «Flanierer» und pauschale Herabsetzungen nicht aus ihrer Feder stammen und auch nicht der Ton der Bürgerinitiative sind, sondern die Meinung eines Einzelnen, von der sie sich distanzieren. Unser Einsatz und unsere Arbeit basiert auf Respekt, demokratischen Grundsätzen und dem Ziel, das Beste für unsere Stadt und ihre Bürgerinnen und Bürger zu erreichen. Stammtischrhetorik und persönliche Diffamierungen lehnen wir ab. Unser Fokus liegt ausschließlich auf der Sachfrage des Klinikstandorts. Genau das ist es, was die Menschen in unserer Stadt wirklich bewegt.
Selbstverständlich geht es bei dem Einsatz für das Bürgerbegehren am 29. Juni lediglich um das Wohl der Stadt und seiner Bürgerinnen und Bürger. Das sollte selbst einem Sozialdemokraten klar sein, der Demokratie einfordert, aber selbst den Baden-Badenern das direkte demokratische Recht abspricht, selbst über die Zukunft seiner Gesundheitsversorgung entscheiden zu dürfen. Der Wunsch, nicht in einer Stadt ohne Krankenhaus leben zu wollen, ist doch sehr leicht nachvollziehbar.
Unsere Recherchen zum Klinikstandort beruhen auf intensiver und gewissenhafter Arbeit sowie dem Austausch mit ausgewiesenen Fachleuten. Nach drei Jahren Engagement verfügen wir über fundierte Kenntnisse, die in wesentlichen Punkten über die bisherigen Gutachten hinausgehen. Für einen sachlichen und respektvollen Austausch stehen wir jederzeit gerne zur Verfügung.
Bei dem Bürgerentscheid für Baden-Baden als Standort für ein zukünftiges Zentralklinikum geht es einzig und alleine um die Erhaltung des Gesundheitsstandorts Baden-Baden, der Sicherung des größten Arbeitgebers unserer Stadt und dem Ziel die Investitionen von Hunderten von Millionen Euro in Baden-Baden zu halten.
Alle anderen Behauptungen sind doch lediglich der Versuch, von der Tatsache abzulenken, dass die «NEIN-Sager» zu Baden-Baden ein großes Problem haben: Nämlich den Baden-Badenern zu erklären, wie man gegen den Bau eines Zentralklinikums in Baden-Baden sein kann, wenn man doch als Stadtrat von Baden-Baden verpflichtet ist, dem Wohl seiner Stadt zu dienen. Die Haltung der Rathaus-Spitze und der Fraktionen der CDU, SPD, den Grünen und der Freien Wähler, sind einfach nur unglaublich und unverständlich. Behauptungen wie, dass bei einem erfolgreichen Bürgerentscheid alles nur teurer werden würde und die Gesundheitsversorgung gefährdet wäre, sind doch nichts als populistische, haltlose Aussagen, die lediglich Ängste bei den Bürgerinnen und Bürgern Baden-Badens schüren sollen.
Spätestens wenn die Baden-Badener entschieden haben, dass Sie auch zukünftig ein Klinikum in ihrer Stadt haben möchten, wird sich auch der Landkreis Rastatt mit dem Gedanken anfreunden müssen. Und wir sind uns ziemlich sicher, dass er das auch tun wird, hätte er doch sonst schon längst anders entschieden. Dies dürfte auch gar nicht so schwer sein, ist Baden-Baden nicht nur der deutlich zentralere, sondern auch eindeutig attraktivere Standort, nicht nur für ein Zentralklinikum. Nicht umsonst wohnt Herr Bohnert ja auch in Baden-Baden und nicht in Pfullingen, wo er als aussichtsloser Bürgermeisterkandidat zurück gezogen hat, weil ihn die Pfullinger wohl genauso wenig mochten, wie seine sozialdemokratischen Parteigenossen.
Matthias Hirsch & Mike Brandau
Für Baden-Baden e. V.
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