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Leserbrief

Leserbrief „Meine Meinung“ – „SWR-Rundfunkräte Beate Böhlen (Grüne) und Tobias Wald (CDU) haben die Interessen der Bürger von Baden-Baden verkauft und verraten!“ – Zur Kommunalwahl: „Auf den Listen altbekannte Bücklinge und Filzlinge“

Baden-Baden, 13.05.2019, Leserbrief In einem Leserbrief an die Redaktion nimmt goodnews4-Leserin Maren Zens Stellung zu dem goodnews4-Bericht Grüne Fraktionschefin Bea Böhlen zu Vorwürfen wegen SWR-Grundstücksspekulation − 30-Minuten-VIDEO-Aufzeichnungen mit Bea Böhlen, Ansgar Gernsbeck, Kurt Hochstuhl, Martin Ernst, Rolf Pilarski, Joachim Kuhs.

Nun haben sie alle ihre Listen aufgestellt – von AFD bis FBB. Hoffentlich wird tüchtig kumuliert und panaschiert. Sonst ändert sich – kaum etwas! Ich finde das, was uns hier die Parteien präsentieren, eine echte Zumutung. Die Grünen scheinen ihre Strahlkraft in Baden-Baden verloren zu haben. Böhlen & Co. konnten kein attraktives, neues Gesicht für ihre Liste gewinnen. Hinzu kommt, dass sie wenige Wochen vor der Wahl abgetaucht sind.

Und dann noch das Dementi der Rundfunkrätin Böhlen in Sachen «350 Luxuswohnungen auf dem SWR-Gelände» im Interview mit Goodnews4. Natürlichen haben die Landtagsabgeordneten und Rundfunkräte Beate Böhlen (Grüne) und Tobias Wald (CDU) die Interessen der Bürger von Baden-Baden im SWR Rundfunkrat verkauft und verraten! Immerhin erhalten die Mitglieder des Rundfunkrats eine monatliche Aufwandsentschädigung von 600 Euro. Und da will man natürlich nicht kritisch sein. Augen zu und durch war hier die Devise. Dieser Tobias Wald, wohnungsbaupolitischer Sprecher seiner Fraktion, muss mir jedenfalls nicht mehr kommen mit Forderungen nach günstigem Wohnraum. Von dem «Odderschwierer» lass ich mich nicht für dumm verkaufen! Entschuldigung – aber dem ist Baden-Baden doch scheißegal.

Auf den Listen finden sich durchweg altbekannte «Bücklinge und Filzlinge». Lächerlich macht sich die FBB. Politischer Arm des Immobilien-Unternehmers Martin Ernst sind die FBB schon lange. Wie oft hat der Ernst das neue Schloss schon verkauft? Zwei Mal? Und das BABO Hochhaus hat er wohl noch häufiger verscherbelt!? Hat er geschaut, ob die Käufer den Geldbeutel und den Willen haben, um das Projekt zum Laufen zu bringen? Wohl kaum – Hauptsache Provision. Ist das – auch für einen Makler – verantwortungsvoll? Auf jeden Fall ist es ein Bärendienst! Dass sich die FBB als bessere CDU präsentieren – geschenkt. Ich glaub kein Wort.

Der FBB-Spitzenkandidat – Wolfgang Niedermeyer, ein 77 Jahre alter Mann, der sich dafür einsetzt, dass Baden-Baden wieder zurückfindet in die Blütezeit des Deutschen Kaiserreichs. Wie müssen sich jetzt aber die Mitglieder des Vereins Stadtbild vorkommen? Nun sind sie – ob sie es wollen oder nicht – auch Teil der Immobilien-Organisation von Martin Ernst. Die Personalie Niedermeyer ist kein Coup, sondern ein richtiger Schuss in den Ofen!

Wenig Überraschung bietet die CDU-Liste. Sie ärgert mich gleich aus mehreren Gründen. Statt aufs Altenteil zu gehen, wollen sie fast alle nochmal ran. Die Lehrer und Beamten und auch diejenigen, die das Stadtratsmandat unbedingt brauchen. Schweigen wir darüber. Ich bin gespannt, wie die CDU abschneiden wird. Einen Neuanfang haben die Schwarzen verschlafen. Vom Leo-Desaster bis zur Geldverschwendung mit der Behördennummer – die CDU-Stadträte haben es beim Bürger gründlich verschissen. Einen Sonnenschein in Gestalt einer Blume bietet die CDU – immerhin. Hoffentlich schafft es die mutige Anemone Bippes in den Stadtrat. Und warum hat die FDP die Europakandidatin Analena Mahler nicht auch für die Kommunalwahl gewinnen können? Sie wäre auf jeden Fall ein Zugpferd für die Liberalen! Auch auf der SPD-Liste gibt es mit Vanessa Bluhm einen leuchtenden Stern. Mein Vorschlag: Man kann ja seiner Partei die Stimme geben und dennoch Hoffnungsträger auf anderen Listen unterstützen.

Was mich besonders erstaunt ist die CDU-Personalie Sven Jäger. Warum sich der Rechtsanwalt kommunalpolitisch engagiert? Vielleicht will er wie andere auch nur das Wartezimmer voll bekommen? Er hat tatsächlich klammheimlich einen guten Listenplatz bei der CDU ergattert. Sven Jäger ist der Mann, der von der FDP zur CDU gewechselt ist. Er hatte, wie damals goodnews4 schrieb, damit eine politische Bombe platzen lassen. Wer seine Partei, der er sein Stadtratsmandat verdankt, derart im Stich lässt, steht automatisch unter dem Verdacht der Unzuverlässigkeit. Das kann man wenden wie man will. Wie sagt der Volksmund: «Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht …». Liebe CDU – Ihr werdet meiner Meinung nach mit dem Jäger noch Euer blaues Wunder erleben. Kaum hat er sein Mandat, wird er vielleicht mit wehenden Fahnen zur starken FBB wechseln? Erneut droht Verrat? Durch die Schwäche der CDU werden die FBB sicher ganz ordentlich abschneiden. Sollte ich Recht behalten, kenn ich schon die Erklärung von Sven Jäger: «Ich bin nicht länger Mitglied der CDU-Fraktion. Gestalten ist mir wichtiger als Opposition. Ich bin ab sofort Mitglied der Fraktion FBB».

Den Vogel abgeschossen hat Werner Schmoll von der SPD. Die Sozis hätte ich bei meiner politischen «Tour d'Horizon» fast vergessen. Wer gibt auf die auch noch einen Pfifferling? Mitleid ist hier angesagt! Aber dieser Schmoll ist eine Erwähnung wert, profiliert er sich doch als Wahlkampfhelfer der AFD. Lehrern sagt man ja nach, dass sie gerne den Klugscheißer raushängen lassen. Schmoll muss hier ein ganz besonderes Exemplar sein. Was hat ihn geritten, als er die Stuttgarter Zeitung anschrieb, um darauf hinzuweisen, dass entgegen der Berichterstattung die AFD in Baden-Baden keineswegs ihre Kommunalwahlliste vollbekommen hat. Wörtlich schreibt er unter anderem: «Sie (Anmerkung: Stuttgarter Zeitung) sollten mit einer Korrektur Ihrer Aussage Baden-Baden wieder ins rechte Licht rücken.» Geht’s noch? Ins «rechte Licht»?

Hätte Schmoll doch geschwiegen, dann hätten ich und viele andere auch nichts lesen müssen von der AFD. Aber was macht er – er schickt seinen Brief auch noch an die Medien in Baden-Baden und bittet um Veröffentlichung. Wie dämlich und wie pressegeil kann man sein? Immerhin ist oder wird Schmoll 70 Jahre alt. So arbeitet sonst nur die AFD. Der Lügenvorwurf kam nur diesmal von der SPD. Hätte die SPD weder Werner Schmoll noch Kevin Kühnert, wäre die Stimmung dort wohl besser. Das alles ist kaum zu fassen. Apropos Kevin – da fällt mir ein schöner Lehrerwitz ein. Grundschullehrer Schmoll reiht sich doch ein in die lange Liste der aktiven und pensionierten Polizisten und Lehrer im Stadtrat von Baden-Baden:
Lehrer: «Kevin, weißt Du was 9 auf Englisch heißt?»
Kevin: «Nein.»
Lehrer: «Richtig Kevin.»

Maren Zens
Baden-Baden


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