Leserbrief

Leserbrief „Meine Meinung“ – „Thomas Jung für viele der einzige echte Hoffnungsträger“ – „Ist der SWR als Arbeitgeber tatsächlich so viel anders als der Staat?“

Baden-Baden, 10.02.2026, Leserbrief In einem Leserbrief an die Redaktion nimmt goodnews4-Leser Rainer Sauters Stellung zu dem Leserbrief von goodnews4-Leser Rudolf Rust Leserbrief «Meine Meinung» – «Ich verstehe nicht, warum auf goodnews4 noch kein Leser Herrn Jung kritisiert hat».

Wenn man den Leserbrief von Rudolf Rust liest, verspürt man fast zwangsläufig den Wunsch zu antworten. Herr Rust fragt, warum bislang noch kein Leser Herrn Jung kritisiert habe. Die Antwort darauf ist ebenso einfach wie offensichtlich: Weil Thomas Jung unter den zur Wahl stehenden Kandidaten für viele der einzige echte Hoffnungsträger für die Zukunft unserer Stadt ist.

Wie Herr Rust selbst richtig bemerkt, ist Frau Wischhusen vor allem eines: blond – inhaltlich jedoch weitgehend blass. Alexander Arpaschi wiederum, dem man das Amt des Oberbürgermeisters durchaus zutrauen könnte, ist aufgrund seiner Parteizugehörigkeit für viele nicht wählbar. Somit bleibt realistisch betrachtet nur Thomas Jung.

Wenn Herr Rust das Alter von Herrn Jung (64 Jahre) als Nachteil sieht, lässt sich dieses Argument ebenso gut als Vorteil interpretieren. Gerade weil es ihm kaum um eine zweite Amtszeit gehen dürfte, kann man davon ausgehen, dass er frei von taktischen Rücksichten ist – und damit endlich den Mut aufbringen kann, im Rathaus aufzuräumen.

 

Und ist der SWR als Arbeitgeber tatsächlich so viel anders als der Staat? In beiden Fällen wird mit Zwangsgeldern – sprich Steuern – gearbeitet, und in beiden Fällen gibt es mitunter schwerfällige Strukturen. Für den Aufgabenbereich, für den Herr Jung verantwortlich war, kann man ihm jedenfalls ein erstklassiges Zeugnis ausstellen: Er hat SWR3 zur Nummer eins in Deutschland gemacht und mit dem NEW POP Festival eine jährlich wiederkehrende, imageträchtige wie wirtschaftlich bedeutende Veranstaltung in Baden-Baden etabliert.

Besonders irritierend ist jedoch der Schlusssatz von Herrn Rust. Ob er selbst den sprichwörtlichen Karren aus dem Dreck ziehen könnte, mag dahingestellt sein. Dass er dies jedoch ausgerechnet Frau Ex-Oberbürgermeisterin Margret Mergen zutraut – jener Person also, die diesen Karren maßgeblich erst in den Dreck gefahren hat, in dem Baden-Baden nun steckt – ist an Ironie kaum zu überbieten. Das ist Realitätsverweigerung und politisches Kurzzeitgedächtnis in Reinform.

Rainer Sauters
Baden-Baden


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