Leserbrief

Leserbrief „Meine Meinung“ – Zum Leserbrief „Baden-Baden braucht keine Protestfigur“ – „Für Jung wird der SWR-Filz negativ ausgelegt, für Arpaschi seine AfD-Zugehörigkeit“

Baden-Baden, 05.02.2026, Leserbrief In einem Leserbrief an die Redaktion nimmt goodnews4-Leser Julian Beck Stellung zu dem Leserbrief von goodnews4-Leser Dr. Mark Lopatecki Leserbrief «Meine Meinung» – «Im Vorfeld der Oberbürgermeister-/Landtagswahl» – «Baden-Baden braucht keine Protestfigur».

Wenn ich diesen Leserbrief richtig verstehe, fragt sich der Autor, wieso bislang vor allem an Frau Wischhusen Kritik geübt wird und ob dahinter ein geheimer AfD-Befehl steckt!? Wischhusen hat wie die zahlreichen Unabhängigen eine geringe Passung für den OB, hat jedoch durch die CDU-Unterstützung eine Wahlkampf bezogene Relevanz.

Die zwei Kandidaten, die positiv herausstechen, sind Thomas Jung und Alexander Arpaschi. Sie sind schlicht so solide in vielen Kategorien, dass sie eben auch bislang kaum angegriffen werden. Was kam hier als Gegenrede? Für Jung wird der SWR-Filz negativ ausgelegt, für Arpaschi seine AfD-Zugehörigkeit. Beide Punkte sind zwar für bestimmte Leute sicher «legitime» Gründe, aber diese Personen bekennen mit diesen Stichworten auch ihren eigenen argumentativen Bankrott.

 

Vier einzig auffällige OBs des Landes gibt es in letzter Zeit -> Matthias Knecht (Ludwigsburg), Matthias Klopfer (Esslingen), Boris Palmer (Tübingen) und last not least Frank Nopper (Stuttgart). Genau diese vier fordern endlich laut und sehr gut begründet ein, dass die Kommunen von Land und Bund die finanziellen Mittel bekommen müssen, um alle ihre Pflichten erfüllen zu können. Diese Vier machen genau das Gegenteil des Leserbrief-Titels «Baden-Baden braucht keine Protest-Figur»: Sie PROTESTIEREN lautstark und begründet, sie begehren endlich kraftvoll auf. Baden-Baden braucht genau SO einen OB, der die Fackel dieser vier OBs aufnimmt. Baden-Baden braucht keinen OB, der vor allem «Kuschen» will oder als Diener nur den kleinsten gemeinsamen Nenner sucht.

Ein OB, der in den eigenen Behörden & Firmen sparen muss, wird einigen Leuten kräftig auf die Füße treten müssen. Mit einem Politikersprech im Sinne von «ich will von allen geliebt und gemocht werden» geht das nicht. Diese Art würde nur funktionieren, wenn die Stadt strukturell gut bis hervorragend dastehen würde. Nur dann würde so ein Aufsichtsrat ähnlicher «Elder-Statesman» funktionieren.

Und genau in diesem Thema hat Baden-Baden glücklicherweise auch tatsächlich eine klare Wahl: Der eine Kandidat bringt das Aufbegehren als DNA mit und würde vermutlich die noch kleine Gruppe der «Vier Obs» verstärken. Der Andere hingegen drückt aus, dass er vor allem Konsens sucht und «einen statt spalten» will. Solche «Kumbaya».Friedensziele sind legitim, aber hier ist eben die klare Trennlinie zwischen diesen beiden Kandidaten. Beide Kandidaten haben sich in ihren schriftlichen Statements und Video-Interviews klar inhaltlich positioniert.

Der Wähler kann also tatsächlich inhaltlich diese beiden Kandidaten sehr gut auseinander halten abseits der Sippenhaft-Argumente «aber der SWR», «aber die AfD». Ich für meinen Teil hoffe definitiv, dass wir NICHT SCHON WIEDER einen OB bekommen, der sich mit Brotkrumen von der Landesregierung abspeisen lässt und die ineffizienten verfilzten Strukturen im Kern unangetastet lässt. Das genaue Gegenteil sehe ich als Schwerpunkt des zukünftigen OBs von Baden-Baden als sehr notwendig und sehr richtig an.

Julian Beck
Baden-Baden


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