Leserbrief

Leserbrief „Meine Meinung“ – „Zum Leserbrief von Julian Beck“ – „Die AfD hat nicht das Wohl der Arbeiter oder Geringverdiener, sondern nur das der vermögenden Oberschicht im Blick“

Baden-Baden, 31.03.2026, Leserbrief In einem Leserbrief an die Redaktion nimmt goodnews4-Leser Volker Lorenz Stellung zu dem Leserbrief von goodnews4-Leser Julian Beck Leserbrief «Meine Meinung» – «Die AfD ist die neue Arbeiterpartei» – «Nach den zwei ersten Landtags- und Kommunalwahlen in diesem Jahr».

Julian Beck meint in seinem Leserbrief: «Die AfD ist die neue Arbeiterpartei». Das ist vollkommener Quatsch, Herr Beck. Die AfD hat nach Wahlanalyse zwar an Stimmen im Arbeitermilieu dazugewonnen. Das war‘s dann aber auch schon. Die als rechtsextremer Verdachtsfall geführte AfD hat mit ihren Forderungen nicht das Wohl der Arbeiter oder Geringverdiener, sondern nur das der vermögenden Oberschicht im Blick.

Marcel Fratzscher, Präsident des Instituts für Witschaftsforschung (DIW), hat in einer Analyse (www.diw.de) bereits 2023 herausgearbeitet, dass die Hauptleidtragenden der AfD-Politik ihre eigenen Wähler wären. Die AfD steht nach Fratzscher für eine «extrem neoliberale Wirtschafts- und Finanzpolitik». Finanzielle Entlastungen sieht die AfD eher für Spitzenverdiener vor. Im Bereich der Sozialpolitik wünscht sich keine Partei im Bundestag stärkere Einschnitte bei den Sozialleistungen als die Rechtspopulisten von der AfD. In fast allen Bereichen setzt sich die Partei für Steuersenkungen, wie z.B. bei der Erbschaftssteuer, und gegen jegliche Steuererhöhungen für Reiche ein. Den Solidaritätszuschlag für Spitzenverdiener will sie auch abschaffen. Die AfD ist auch gegen die Stärkung der Rechte von Mietern und hat sich 2021 gegen die Erhöhung des Mindestlohns auf 12 Euro ausgesprochen.

 

Mehrere Analysen von Wirtschaftsexperten belegen, dass von den Vorstellungen der Partei in der Steuerpolitik nur die Besserverdienenden profitieren würden. Da die AfD keinerlei seriöse Konzepte zur Gegenfinanzierung der Einnahmeverluste des Staates bei Einführung ihrer Steuergesetzgebung für Millionäre vorlegt, ist eines klar: Sparen wollen die Rechtspopulisten fast ausschließlich an den Arbeitern und Bedürftigen.

Die AfD ist sehr geschickt darin, den Wähler zu täuschen, ihre wahren Ziele zu verbergen und sich als Interessenvertreter der arbeitenden Bevölkerung zu inszenieren. Davon darf man sich nicht täuschen lassen: Wir hatten ab 1920 schon mal eine Partei, die sich als Kämpfer für den einfachen Arbeiter in Szene setzte, das Volk belog und sogar den Buchstaben A für «Arbeiter» im Namen trug. Millionen von Menschen haben mit ihrer Freiheit, Blut und Leben dafür bezahlt, dass sie diesen Rattenfängern gefolgt sind. Das darf sich NIEMALS wiederholen!

Volker Lorenz
Sinzheim-Kartung


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