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Umbauten am Gebäude und technische Einbauten

„Schutz gegen terroristische Angriffe“ – Baden-Badener Synagoge in der Werderstraße soll sicherer werden

„Schutz gegen terroristische Angriffe“ – Baden-Badener Synagoge in der Werderstraße soll sicherer werden
Die BKV, die Polizei und die israelitischen Kultusgemeinde haben ein Sicherheitskonzept für die Synagoge in der Werderstraße erarbeitet. Foto: Archiv

Bild Reyhan Celik Bericht von Reyhan Celik
01.07.2020, 00:00 Uhr



Baden-Baden Nach dem terroristischen Anschlag in Halle auf eine Synagoge gab es auch in Baden-Baden Handlungsbedarf, um die kleine Synagoge in der Werderstraße sicherer zu machen. Über diverse Sicherheitsmaßnahmen berichtet die BKV, eine Tochtergesellschaft des Landes Baden-Württemberg, die Eigentümerin des Gebäudes ist.

Nach wie vor ist offen, zu welchem Zeitpunkt die Juden in Baden-Baden eine neue Synagoge beziehen werden.

Oberbürgermeisterin Margret Mergen hatte mitgeteilt hate, dass kein Grundstück für den Bau einer Synagoge gefunden worden sei. goodnews4.de berichtete. Die Eigentümer des Grundstücks in der Stephanienstraße, auf der die alte Synagoge 1939 niedergebrannt wurde, lehnen einen Verkauf des bisher als Parkplatz genutzten Grundstücks ab. goodnews4.de berichtete. So wird das kleine Gebäude auch weiterhin, nun etwas sicherer, die Synagoge für die Israelitisch Kultusgemeinde Baden-Baden bleiben.

Die Bäder- und Kurverwaltung Baden-Württemberg, BKV, teilte gestern mit, dass sie in den vergangenen Monaten «gemeinsam mit der örtlichen Polizeibehörde und der israelitischen Kultusgemeinde ein gesamtheitliches Sicherheitskonzept für die Synagoge in der Werderstraße in Baden-Baden» erarbeitet habe. Dabei seien bestehende Risiken und relevante Faktoren in zeitaufwändigen Analysen beleuchtet worden. Die BKV verwies auch auf die zentrale Lage des Gebäudes, in dem die jüdische Gemeinde ihre Gottesdienste feiert.

Nach der Feststellung des Ist-Zustandes seien diverse Maßnahmen entwickelt worden, «um die Gemeinde besser vor terroristischen Angriffen zu schützen». Die Überprüfung sei besonders durch den Anschlag auf die Synagoge in Halle veranlasst worden. «Der verabscheuungswürdige Anschlag auf die Synagoge in Halle im letzten Jahr veranlasste uns unmittelbar, die Sicherheit der Gläubigen durch bautechnische Maßnahmen zu verbessern», wurde BKV-Geschäftsführer Steffen Ratzel in der Mitteilung zitiert.

Für die Synagoge sei bereits gemeinsam mit den städtischen Behörden ein Konzept entwickelt worden, «für dessen Umsetzung ein Spezialunternehmen beauftragt wurde», heißt es in der Mitteilung der BKV. Die Maßnahmen seien in der Zwischenzeit unter Einhaltung aller behördlichen Auflagen und Anforderungen installiert worden. Neben diversen Umbauten am Gebäude seien technische Einbauten vorgenommen worden. Als Investitionssumme nannte die BKV «mehr als 70.000 Euro».

«Die Zusammenarbeit mit der israelitischen Gemeinde besteht seit Jahrzehnten und ist uns sehr wichtig», wird Steffen Ratzel zitiert. «Wir möchten, dass sich die Besucher der Synagoge in Baden-Baden auch künftig sicher fühlen können.»


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