Reaktion auf Leserbrief
„Stoßrichtung gegen die AfD“ – Offener Brief von OB-Kandidat Alexander Arpaschi zum Leserbrief von Mark Lopatecki

Baden-Baden, 05.03.2026, Bericht: Redaktion Mit einem «offenen Brief» reagiert OB-Kandidat und Bundestagsabgeordneter Alexander Arpaschi, AfD, auf einen Leserbrief von Mark Lopatecki, den goodnews4.de gestern veröffentlichte.
Offener Brief von Alexander Arpaschi an Mark Lopatecki vom 4. März 2026 im Wortlaut:
Sehr geehrter Herr Dr. Lopatecki,
mit ihrem Leserbrief an goodnews4 zeigen Sie ganz Baden-Baden, dass Sie völlig ahnungslos sind, nicht einmal die grundlegenden Fakten kennen und nicht imstande sind, etwas, außer billiger Polemik, zu Papier zu bringen.
Sie behaupten, dass die AfD-Fraktion die strukturelle Verschuldung der Stadt «zum Kampfbegriff erhoben» habe. Angesichts der seit Jahren bekannten Defizite fragen Sie mit Stoßrichtung gegen die AfD, wo denn «die lautstarken Warnungen der selbsternannten Haushaltswächter waren» und dass, wer in Aufsichtsräten sitze, sich nicht «im Nachhinein zum unbeteiligten Kritiker erklären» könne.
An Ihren Aussagen merkt jeder Kenner der Materie, dass Sie sich in den vergangenen Jahren überhaupt nicht um die Kommunalpolitik in Baden-Baden gekümmert haben.
Die Fakten sind folgende:
1) Die AfD-Fraktion hat seit 2021 in jeder Haushaltsrede vor dem finanziellen Kollaps der Stadt gewarnt.
2) Die AfD-Fraktion formulierte bereits im August 2022 schwere Bedenken bezüglich des Zentralklinikums und der damit einhergehenden Kostenentwicklung und warnte vor einer weiteren Belastung des städtischen Haushalts durch die Millionendefizite der Klinikgesellschaft, welche die Stadt Baden-Baden zu weiterer Schuldenaufnahme zwingen.
3) Die AfD-Fraktion, hat 2024 den Antrag zur Haushaltssperre gestellt (nicht CDU, Grüne, SPD oder FDP)
4) Die AfD-Fraktion ist erst seit 2024 im Aufsichtsrat des Klinikums vertreten. Die Fehlentwicklungen haben die Aufsichtsratsmitglieder von CDU, Grünen und SPD nebst den ehemaligen OBs Mergen und Späth zu verantworten.
Weiterhin sehen Sie einen möglichen Erfolg meinerseits bei der OB-Wahl als «Reputationsrisiko für eine Kur- und Kongressstadt mit globalem Publikum». Sie fahren genau dieselbe billige Kampagne, die bereits in Mecklenburg-Vorpommern und anderen Neuen Bundesländern gegen die AfD gefahren wurde. Sie wollen den Wählern Angst machen mit der Behauptung, dass bei einem AfD-OB massenweise Touristen und Investoren ausbleiben und die Wirtschaft schweren Schaden nehmen würde.
Schauen wir uns wieder die Fakten an:
In Mecklenburg-Vorpommern hat die AfD bei der letzten Bundestagswahl alle Wahlkreise direkt gewonnen. Dies führte aber zu keinerlei Einbruch bei den Ostseetouristen. Auch hat kein Unternehmen seither Investitionen deswegen nicht getätigt.
Sie sollten zur Kenntnis nehmen, dass es Touristen aus den USA, den Golfstaaten, China oder unseren europäischen Nachbarstaaten herzlich egal ist, wer in Baden-Baden Stadtoberhaupt ist.
Unternehmen und Investoren ist es auch gleichgültig, welche politische Partei in einer Region an der Regierung ist: Unternehmen investieren da, wo sie folgende Bedingungen vorfinden: gute Infrastruktur, qualifizierte Arbeitskräfte und günstige Energiepreise. Ginge es Unternehmern um die Politik, dann hätte niemand jemals in China oder Ungarn investiert.
Da Sie ja kommunalpolitisch interessiert zu sein scheinen und 2024 selbst schon für die FDP für den Gemeinderat kandidiert haben (allerdings erfolglos) hätte ich erwartet, dass Sie mit den Vorgängen im Gemeinderat besser vertraut sind. Aber hier enttäuschen Sie mich und die Bürger Baden-Badens.
Mit freundlichen Grüßen
Alexander Arpaschi
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