Leserbrief

Leserbrief „Meine Meinung“ – Antwort aus Jalta zur Forderung der Baden-Badener CDU "schwere Waffen in die Ukraine zu schicken“

Baden-Baden, 28.04.2022, Leserbrief In einem Leserbrief an die Redaktion nimmt goodnews4-Leserin Luba Gribkova Stellung zu dem goodnews4-Bericht CDU Baden-Baden fordert schwere Waffen für die Ukraine – Kritik an Bundeskanzler Olaf Scholz.

Gestern habe ich in goodnews4 gelesen, dass der Vorstand des CDU-Stadtbezirksverbands Baden-Baden die Lieferung von schweren Waffen an die ukrainische Regierung fordert.

Es ist schade, dass einige Politiker in Baden-Baden denken, dass Lieferung von schweren Waffen in die Ukraine den langerwarteten Frieden bringen wird. Leider wird diese Lieferung nie zukünftigen Frieden in die Ukraine bringen, nie ukrainische Menschen und Flüchtlinge helfen. Waffen sind jetzt keine Lösung für Frieden in heutiger Ukraine.

Leider hören, lesen und zeigen heute Politiker in Ländern im Westen nur eine Seite der ukrainischen Krise, es gibt keine Flüchtlinge aus Donbas Region während 8 Jahren, aber im Donbas-Gebiet ging der Krieg während 8 Jahren bis heute und die ukrainische Regierung hat mit Raketen und Bomben viele Menschen, auch Kinder getötet und Infrastruktur zerstört. Viele ukrainische Flüchtlinge sind nach Russland, einschließlich auf der Krim angekommen.

 

Trotzdem war Deutschland zwei Mal eine wichtige Garantieseite bei der Minsk-Urkunde zwischen Russland und Ukraine über den Donbas, leider hat die deutsche Regierung nie von die ukrainischen Führung beobachtet und nie von der Ukraine die Ausführung der Minsk Urkunde gefordert.

Am letzten Samstag, am 23. April, hatte ich in Berliner Zeitung einen offenen Brief an Bundeskanzler Olaf Scholz gelesen, der fordert den Stopp der Waffenlieferungen und die Waffenlieferungen an die Ukraine, die den Ukraine Krieg verlängern und eine diplomatische Lösung in weite Ferne rücken. www.berliner-zeitung.de

Ein Kreis von deutschen Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Politik, Kultur und anderen Bereichen der Zivilgesellschaft hat sich in diesem offenen Brief an den Kanzler gewandt. In diesem Brief ist geschrieben:
«Die Waffenlieferungen an die ukrainischen Truppen einzustellen und die Regierung in Kiew zu ermutigen, den militärischen Widerstand ‒ gegen die Zusicherung von Verhandlungen über einen Waffenstillstand und eine politische Lösung ‒ zu beenden. Die UnterzeichnerInnen kritisieren, dass mit der Lieferung von Waffen Deutschland und weitere Nato-Staaten sich de facto zur Kriegspartei gemacht hätten und warnen vor einer atomaren Eskalation.
Waffenlieferungen und militärische Unterstützung durch die NATO würden den militärischen Widerstand ‒ unabhängig von einem möglichen Erfolg ‒ noch mehr zerstörte Städte und Dörfer und noch größere Opfer unter der ukrainischen Bevölkerung. Mit ihrer Initiative wollen die UnterzeichnerInnen auch ein Signal an die Mitglieder des Bundestages senden, die kommende Woche voraussichtlich über weitere Waffenlieferungen an die Ukraine beraten werden.»

Für mich persönlich war Deutschland immer ein Beispiel für Demokratie und Gerechtigkeit. Jetzt sprechen europäische Länder über Russland als Gegner. Der Zweite Weltkrieg hat vor nur 77 Jahren geendet, leider leben jetzt nicht mehr viele betroffene Menschen von den Kriegsereignissen und wir alle haben fast den Krieg vergessen. Aber wir sollen alle zusammen heutigen Krieg in Ukraine beenden mit einer politischen Lösung und mit Untersuchung des Krieges von allen Seiten.

Leider alle westliche Politiker besuchen nur Kiew und westliche Teil der Ukraine, ich habe einen Vorschlag für einen Besuch aus Baden-Württemberg in Donbas und der Krim und die Politiker können selbst alles sehen und dann zusammen eine Lösung finden ohne langen Krieg und Zerstörung. Wir sollen unserenPlanet für zukünftige Generationen erhalten.

Luba Gribkova
Freundeskreis «Baden-Baden – Jalta» in Jalta


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