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Feierlichkeiten im Kurhaus

OB Mergen ergreift Partei im Baden-Badener Synagogenstreit - Zum Standort Fürstenbergallee: "Das ist schon im Bereich der Innenstadt" - Torarolle feierlich übergeben

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goodnews4-VIDEO-Reportage von von Alisa Melcher mit Rede von OB Margret Mergen

Baden-Baden, 22.01.2018, 00:00 Uhr, Bericht: Christian Frietsch Völlig überfüllt war gestern die kleine Synagoge in der Baden-Badener Werderstraße. Eine große Zahl jüdischer und nichtjüdischer Bürger hatte das Tragen der neuen Torarolle von der Sofienstraße, dem Sitz der Israelitischen Kultusgemeinde, bis in die Werderstraße begleitet. Selbst in einer der kleinen Synagoge gegenüberliegenden Garage mussten Besucher Schutz vor dem einsetzenden Regen suchen und verfolgten so die Feierlichkeiten, die auf einem Bildschirm vor der Synagoge übertragen wurden. So wurde drastisch deutlich, dass neue, größere Räumlichkeiten dringend notwendig sind für die auf rund 700 Mitglieder angewachsene Gemeinde.

Heftige Meinungsverschiedenheiten werden nicht nur innerhalb der Jüdischen Gemeinde wegen des Standorts der neuen Synagoge geführt. Schon am 21. Dezember rechtfertigte Rami Suliman, Vorsitzender des Oberrates der Israelitischen Religionsgemeinschaft Baden, im goodnews4-VIDEO-Interview die Entscheidung für den Kauf eines Grundstücks in der Baden-Badener Weststadt am Autobahnzubringer. Viele Jahre habe man vergeblich nach einem geeigneten Grundstück gesucht, dies habe nun ein Ende gefunden. Nach der vergeblichen Suche wurde Ende letzten Jahres ein Grundstück in der Weststadt am Aurobahnzubringer erworben. goodnews4.de berichtete. In einem aufrüttelnden Leserbrief hatte sich Hannes Elster, Verleger des Buches «Der verbrannte Traum», letzte Woche an die Eigentümer des Grundstücks gewandt, auf dem die alte Synagoge am 10. November 1938 von den Nazis niedergebrannt worden war.

Die Diskussion um den als Parkplatz genutzten alten Standort ist ein Politikum, um das das offizielle Baden-Baden lieber einen Bogen schlägt. Gestern versuchte es vielleicht auch deshalb Oberbürgermeisterin Margret Mergen lieber mit versöhnlichen Argumenten. Dabei zeigte sich, dass die Baden-Badener Oberbürgermeisterin, zumindest was die Geografie der Straßen anbelangt, noch nicht ganz in Baden-Baden angekommen ist: «Und den Kritikern, die sagen, das ist doch zu weit vor den Toren der Stadt, sei gesagt, nein, nein, das ist schon im Bereich der Innenstadt», verortete Margret Mergen die Fürstenbergallee unversehens in einen anderen Stadtteil.

Neben der Oberbürgermeisterin gaben auch Olexandr Odnapodzov, Vorsitzender der Israelitischen Kultusgemeinde Baden-Baden, und Rami Suliman ein Statement im gut besuchten Benazetsaal im Kurhaus ab. Der aus Stuttgart angereiste Staatssekretär Martin Jäger, CDU, und Landtagsabgeordneter Tobias Wald, CDU, versicherten in ihren Grußbotschaften ihre Solidarität und Unterstützung, wozu auch gegebenenfalls der Schutz der jüdischen Mitbürger gehöre. Auch die feierliche Amtseinführung von Gemeinderabbiner Daniel Naftoli Surovtsev gehörte gestern zum Programm mit dem Motto «Freut und jubelt mit der Freude der Tora».

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goodnews4-VIDEO-Reportage von von Alisa Melcher mit Rede von OB Margret Mergen


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