Logo goodnews4Plus

Entscheidung bei UNESCO-Tagung 2020

Baden-Baden auf dem Sprung zum UNESCO-Welterbe – Entscheidung auf der Tagesordnung – Seite an Seite mit Vichy, Spa, Bath und Karlsbad

Baden-Baden auf dem Sprung zum UNESCO-Welterbe – Entscheidung auf der Tagesordnung – Seite an Seite mit Vichy, Spa, Bath und Karlsbad
Mit dem Titel "Great Spas of Europe" bewirbt sich Baden-Baden zusammen mit zehn anderen Städten als UNESCO-Welterbe.

Baden-Baden, 11.07.2019, 00:00 Uhr, Bericht: Christian Frietsch Nun könnte es bald ernst werden für Baden-Baden. Nach Angaben der zuständigen Kommission der UNESCO sieht es wohl ganz so aus, dass die Vergabe des Titels Weltkulturerbe auf der Tagesordnung für 2020 steht. Neben Baden-Baden wird die Nachricht auch in Bad Ems und Bad Kissingen für einige Aufregung sorgen. Zur Bewerbungsgruppe gehören aber auch die weltbekannten Thermalorte Spa in Belgien, Vichy in Frankreich, Bath in England, Montecatini in Italien, Baden bei Wien und Franzensbad, Karlsbad und Marienbad in Tschechien.

In Baku, der Hauptstadt von Aserbaidschan, hatte sich gestern das Welterbe-Komitee mit den neuen Nominierungen befasst. Als deutsche Stadt hatte Augsburg die Auszeichnung als Welterbe in Baku erhalten.

Das historische Wassermanagement-System der Stadt wurde in mehreren Phasen seit dem 13. Jahrhundert entwickelt. Es umfasst ein Kanalsystem, Wassertürme mit Pumpwerken aus dem 15. bis 17. Jahrhundert, eine ehemals durch Wasser gekühlte Stadtmetzgerei, drei Prachtbrunnen sowie Wasserkraftwerke, die auch heute noch nachhaltig Strom erzeugen. Die aus diesem Wasserwirtschaftssystem entstandenen technologischen Innovationen machen die Stadt Augsburg bis heute zu einem Vorreiter des Wasserbaus, heißt es in einer Würdigung der Weltorganisation. Als europäisches Projekt, wie im Falle der Bäderstädte-Bewerbung Baden-Badens, hatte auch die deutsch-tschechische Bergbauregion Erzgebirge die Anerkennung als Welterbe erhalten. Insgesamt 30 Projekte erhielten 2019 die nachhaltige Auszeichnung der UNESCO.

In Baden-Baden war es ein langer Weg nicht ohne Widerstände. In Sorge um die lukrative Bauwirtschaft der Stadt gab es auch politische Widerstände. Noch in seiner Haushaltsrede 2016 hatte Hans-Peter Ehinger, Fraktionschef der Freien Wähler, sich gegen das Projekt ausgesprochen. goodnews4.de berichtete. Für Baden-Baden könnte eine Anerkennung nicht nur eine Konsolidierung der überbordenden Bebauung mit Luxuswohnungen bedeuten, auch die Kommunikationspolitik und die Positionierung als regionale Partystadt könnten auf den Prüfstand kommen. Der neue Gemeinderat dürfte auch diese Zuständigkeit zu klären haben. Bisher agierte Tourismuschefin Nora Waggershauser mit OB Mergen an der Seite ohne erkennbaren Dialog mit Bürgern und Gemeinderat. Im Gemeinderat musste sich die Stadtverwaltung und die von OB Mergen beaufsichtigte Tourismuschefin diese Kritik gefallen lassen. goodnews4.de berichtete. Ein erneuter kommunikativer Alleingang in Sachen UNESCO-Weltkulturerbe wie in Sachen «good-good life», würde eine Chance verspielen die Bürger mitzunehmen.


Zurück zur Startseite und zu den weiteren aktuellen Meldungen.


goodnews4-Logogoodnews4Baden-Baden Breaking News kostenlos abonnieren!
Jeden Tag sendet goodnews4.de die wichtigste Nachricht als News-E-Mail.
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!