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Diskussion über Synagogen-Standort

Kritische Töne aus Israel an Baden-Badener Rathaus - Efraim Zuroff zur Synagogen-Entscheidung - "Führung von Baden-Baden sollte sorgfältigen Blick in den Spiegel werfen"

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goodnews4-VIDEO-Interview von Christian Frietsch mit Efraim Zuroff

Baden-Baden, 12.03.2018, 00:00 Uhr, Bericht: Christian Frietsch In einem in Jerusalem von goodnews4.de geführten Interview ging Efraim Zuroff, Direktor des Simon Wiesenthal Centers Israel, auf die Synagogen-Diskussion in Baden-Baden ein. «Man würde annehmen, dass die Bürger in Baden-Baden die Synagoge als Zeichen der Wiedererlangung der Versöhnung des Zweiten Weltkriegs und der schrecklichen Verbrechen des Dritten Reiches sehen wollten. Aber das ist offenbar in Baden-Baden nicht der Fall», sagte Efraim Zuroff zur Entscheidung der Baden-Badener Stadtverwaltung, dass für den Bau einer Synagoge kein Grundstück gefunden werden konnte.

Durch ihren Sprecher hatte Oberbürgermeisterin Margret Mergen das Ergebnis einer «Prüfung» auf Anfrage von goodnews4.de schriftlich mitteilen lassen. Ein Grundstück habe nicht gefunden werden können und die Juden sollten sich auf dem «freien Markt» umsehen, lautete die Antwort des OB-Sprechers. goodnews4.de berichtete. Der Baden-Badener Ältestenrat* war über die Entscheidung informiert. Von keinem der Baden-Badener Fraktionschefs sind eine öffentliche Stellungnahme noch Bedenken zur Absage der Oberbürgermeisterin an die Juden bekannt. goodnews4.de berichtete. Nur die Stadträtin Astrid Sperling-Theis, Die Grünen, und René Lohs, FDP Kreisvorsitzender, hatten die Courage, sich zu Wort zu melden. Die grüne Stadträtin hatte den Inhalt eines Schreibens des Badischen Tagblatts an den «Aktionskreis Neue Synagoge Baden-Baden» kritisiert. goodnews4.de berichtete. Gesellschafter des Badischen Tagblatts sind Eigentümer des Grundstücks, auf dem 1938 die Synagoge niedergebannt worden war und hatten eine Anfrage zum Rückkauf des Grundstücks eine Absage erteilt. René Lohs warnte vor der Bebauung des alten Synagogen-Grundstücks, das derzeit als Parkplatz vom Badischen Tagblatt benutzt wird. goodnews4.de berichtete.

Die Absagen von Stadtverwaltung und die Absage der BT-Gesellschafter sind für Efraim Zuroff aber kein Grund, sich mit einem Grundstück am Rand des Autobahnzubringers einzulassen wie dies der dafür verantwortliche Rami Suliman, Vorsitzender des Oberrates der Israelitischen Religionsgemeinschaft Baden, für richtig erachtet. «Das ist nicht der richtige Weg», glaubt Efraim Zuroff. Den vielen jüdischen Mitbürgern, die aus den ehemaligen Ländern der Sowjetunion kommen, gibt er einen Rat: «Ich würde Ihnen sagen, dass ich hoffe, dass ihre Kinder, die in Deutschland aufwachsen, eine andere Einstellung haben und verstehen, wie Demokratie funktioniert und wie man das demokratische System in der richtigen Weise nutzt, um seine Rechte wahrzunehmen.» Zum Zeitpunkt des Interviews mit Efraim Zuroff war noch nicht bekannt, dass im Kaufvertrag des alten Synagogengrundstücks eine Verpflichtungserklärung enthalten ist, das Grundstück nicht für «profane Zwecke» zu verwenden. goodnews4.de berichtete.

Dr. Efraim Zuroff hielt sich 2008 zusammen mit der New York Times in Baden-Baden auf, um die den Fall des Nazi-Verbrechers Aribert Heim zu recherchieren. Unter seinem richtigen Namen konnte der vielfache Mörder in Baden-Baden unbehelligt viele Jahre als Frauenarzt tätig sein. Ein ausführliches goodnews4-Interview mit Efraim Zuroff zu diesem Fall wird goodnews4.de demnächst veröffentlichen.


Abschrift des goodnews4-VIDEO-Interviews mit Effraim Zuroff:

Christian Frietsch: Beim Gedenken an den Holocaust sind deutsche Politiker und viele andere Menschen aktiv. Bei der Akzeptanz des neuen jüdischen Lebens in Deutschland gibt es aber nicht überall Begeisterung. In Baden-Baden ließ der Sprecher der Oberbürgermeisterin wissen, dass für die Juden kein Grundstück gefunden werden konnte für den Bau einer Synagoge. Die alte Synagoge wurde am 10. November 1938 zerstört. Auf dem Grundstück der alten Synagoge befindet sich ein Parkplatz. Auch die Eigentümer gaben den Juden eine Absage zu einer Anfrage nach einem Gespräch über einen möglichen Kauf des Grundstücks. In einem Schreiben ließen sie wissen, dass sie das Grundstück nicht an die Juden zurück verkaufen werden. Die meisten Juden finden sich mit diesem neuen Geist in Baden-Baden ab. Was ist Ihr Rat?

Efraim Zuroff: Vor allem denke ich, es ist eine sehr traurige Geschichte und ein trauriger Kommentar zur Atmosphäre in Baden-Baden. Man würde annehmen, dass die Bürger in Baden-Baden die Synagoge als Zeichen der Wiedererlangung der Versöhnung des Zweiten Weltkriegs und der schrecklichen Verbrechen des Dritten Reiches sehen wollten. Aber das ist offenbar in Baden-Baden nicht der Fall. Also ich denke, dass es zwei Probleme gibt. Das eine ist, was sollte die Stadt tun und das andere ist, was sollte die jüdische Gemeinde tun? Ich denke, dass die jüdische Gemeinde, wenn sie als jüdische Gemeinde überleben will, eine Synagoge haben muss. Und wenn sie ihre Identität bewahren wollen, müssen sie für ihre Rechte kämpfen. Das ist also die eine Seite. Auf der anderen Seite denke ich, dass die Gemeinde und die Führung von Baden-Baden einen sorgfältigen Blick in den Spiegel werfen sollten und sich fragen, warum sie das machen. Sie tun es wohl aus den falschen Gründen. Wenn also Juden in Baden-Baden keine Zukunft haben, lass sie woanders hingehen.

Christian Frietsch: Das Thema wurde nur im sogenannten Ältestenrat der Stadt besprochen. De Anfrage der Juden nach einem Grundstück wurde der Öffentlichkeit erst durch die Anfrage unserer Online-Tageszeitung bekannt. Eine öffentliche Information und Diskussion gab es in der Stadt bis dahin auch nicht. Was empfehlen Sie?

Efraim Zuroff: Vor allem denke ich, dass die Medien hier eine sehr wichtige Rolle spielen. Mit anderen Worten, Sie haben gerade etwas erwähnt, das in meinen Augen klassisch ist. Wenn über etwas nicht berichtet wird, kann jeder sagen, dass wir nichts darüber wissen: «Oh, wirklich, sie haben keinen Platz für die Synagoge gefunden? Oh wir hatten keine Ahnung, wir wussten es nicht.» «Unwissenheit ist ein Segen», ist ein Sprichwort auf Englisch, ich weiß nicht, ob es das auch auf Deutsch gibt, aber Ignoranz ist gefährlich. Das ist das Problem, weil die Leute behaupten können, sie wüssten es nicht. Wie kannst du mit einem Argument zu ihnen kommen, dass sie etwas hätten tun sollen? «Wir wussten es nicht, wir konnten nichts tun.» Richtig? Also müssen die Medien eine führende Rolle spielen, meiner Erfahrung nach, wenn es darum geht, Nazis vor Gericht zu bringen. Nebenbei bemerkt, war eines der schwierigsten Probleme nicht unbedingt, Nazis zu finden, das war bei Heim der Fall, aber bei den meisten anderen Fällen gab es ein anderes Problem. Das Problem war der Mangel an politischem Willen, Nazis im späten 20. und frühen 21. Jahrhundert vor Gericht zu stellen. Die einzigen Verbündeten, die wir hatten, ein großer Verbündeter, den wir hatten, waren die Medien. Nicht in allen, aber in einigen Ländern, waren die Medien nicht auf unserer Seite, wie zum Beispiel in den baltischen Ländern Slowenien, Lettland, in Lettland war die russische Presse auf unserer Seite, Estland das gleiche. Aber in anderen Ländern, wie Kroatien, war einer der Gründe, warum es uns gelungen ist, Dinko Sakic, den Kommandeur von Jasenovac, eines der schlimmsten Konzentrationslager des Zweiten Weltkriegs, vor Gericht zu bringen, weil ein Teil der Medien sehr aktiv war, wenn es darum ging, die Wichtigkeit von Gerechtigkeit zu betonen und die Öffentlichkeit aufzuklären, warum das gut ist. Ich gebe ein anderes Beispiel. Ich fand Nazi-Verdächtige, die in Großbritannien lebten, und die britische Regierung wollte zunächst gar nichts tun und es gab einen ungeheuren Kampf in den Medien zwischen der Times und dem Telegraph auf der einen Seite, die gegen die Verfolgung oder gegen eine Gesetzesänderung waren, und dem Independent und dem Guardian auf der anderen Seite, die die Wichtigkeit unterstützten und verstanden. Ohne ihre Hilfe, ohne die Hilfe der dortigen Parlamentsabgeordneten wäre nichts passiert. Sie müssen Verbündete finden, die jüdische Gemeinde muss Verbündete im Gemeinderat in Baden-Baden finden und wenn nicht, dann gehen Sie zur Regierung und versuchen Sie Menschen dazu zu bringen, zu kommen und ihnen zu helfen.

Christian Frietsch: Wir haben heute eine besondere Situation in Deutschland mit den neuen jüdischen Mitbürgern, die aus der ehemaligen Sowjetunion kamen. Sie sind ohne Demokratie aufgewachsen. Was ist ihr Rat? Ich habe den Eindruck, dass sie gute Deutsche sein und nicht gegen die Regierung kämpfen wollen und deshalb dem Plan zustimmen, die neue Synagoge neben der Autobahnzubringer zu bauen. Ist das der richtige Weg?

Efraim Zuroff: Das ist nicht der richtige Weg. Ich würde Ihnen sagen, dass ich hoffe, dass ihre Kinder, die in Deutschland aufwachsen, eine andere Einstellung haben und verstehen, wie Demokratie funktioniert und wie man das demokratische System in der richtigen Weise nutzt, um seine Rechte wahrzunehmen. Sie müssen verstehen, dass ein Teil des Problems mit den Menschen, die aus der ehemaligen Sowjetunion in die Bundesrepublik kamen, ist, dass sie eine sehr schwache jüdische Identität haben. Mit anderen Worten, das sind Leute, die keine jüdische Erziehung haben durften, die sich nicht als jüdische Gemeinschaft organisieren durften, und das sind die Leute, die mit der Tatsache nach Deutschland kamen, dass sie wissen, dass sie Juden sind, aber es ist vielleicht nicht so wichtig für sie ist, wie es sein sollte.

Christian Frietsch: Diese Menschen haben eine sehr gute Basis, um gute Deutsche zu sein.

Efraim Zuroff: Sie haben eine gute Basis, um als Juden zu verschwinden.

Christian Frietsch: Vielen Dank für das Interview.

Das Interview führte Christian Frietsch für goodnews4.de


Christian Frietsch: German politicians and a lot of other people are active in commemorating the Holocaust and on the other side the acceptance of the new jewish life in Germany is not everywhere enthusiastic. In Baden-Baden, the spokesman of the mayor informed that no property could be found for the Jews for the construction of a new synagogue. The old synagogue was destroyed on November 10th 1938. On the premises of the old synagogue is now a parking lot. The owners also denied a request of the Jews to talk about buying the premises. In a letter they informed that they will not sell the premises back to the Jews. Most Jews in Baden-Baden simply resign with this new spirit. What is your advice?

Efraim Zuroff: First of all I think it is a very sad story and a sad commentary on the atmosphere in Baden-Baden. One would assume that people in Baden-Baden would want to see the synagogue rebuilt as a sign of recovery of reconciliation of World War II and terrible crimes of the Third Reich. But apparently that’s not the case in Baden-Baden. So I think there are two issues. One is what should the city do and the other is what should the jewish community do? I think the jewish community, if it wants to survive as a jewish community, must have a synagogue. And if they want to maintain their identity, they have to fight for their rights. So that’s on the one hand. On the other hand I think that the community and the leadership of Baden-Baden should take a good look in the mirror and ask themselves why they are doing this. They are probably doing it for all the wrong reasons. So if Jews have no future in Baden-Baden, let them go somewhere else.

Christian Frietsch: The topic was only discussed in the so-called Council of Elders of the city. Only because of the reports in our online newspper the request of the Jews was made public. There was no public information and discussion in the city before those reports in our online newspaper. What do you recommend?

Efraim Zuroff: First of all I think that the media here has a very important role to play. In other words, you just mentioned something to my mind is classic. If something is not reported, than everyone can say we don’t know anything about it. «Oh really, they didn’t find a place for the synagogue? Oh we had no idea, we never knew.» So, «ignorance is bliss» is a saying in English, I don’t know, if it’s in German as well, but ignorance is dangerous. This is the problem, because people can claim they didn’t know. So how can you come to them with an argument you should have done something? «We didn’t know, we couldn’t do anything.» Right? So the media has to play a leading role in my experience in trying to bring Nazis to justice. By the way, one of the most difficult problems was not necessarily to find Nazis, that was true in the case of Heim, but most other cases were a different problem. The problem was the lack of political will to bring Nazis to justice in the late 20th and the early 21st century. The only allies that we had, major allies that we had, was the media. In some countries there were no media at our side, like for example in the baltic countries Slovenia, Latvia, in Latvia the russian press was on our side, Estonia the same. But in other countries, like Croatia for example, one of the reasons why we succeeded in getting Dinko Sakic, the commander of Jasenovac, one of the worst concentration camps of World War II, on trial was because a part of the media was very active in pushing the importance of justice and educating the public why this is good. I give another example. I found Nazi suspects living in Great Brittain and the british government initially didn’t want to do anything and there was a tremendous fight in the media between the Times and the Telegraph on one side, which were against procecution or against changing the law, and the Independent and the Guardian on the other side, who supported and understood the imprtance. Without their help, without the help of local members of parliament, nothing would have happened. You have to find allies, the jewish community has to find allies in the ministerial council in Baden-Baden and if not, then go to the leadership and try to get people to come and help them.

Christian Frietsch: We have a special situation in Germany today with the new jewish citicens, who came from the former Sowjet Union. They grew up without democracy. What’s your advice? I have the impression that they want to be good Germans and not fight against the government and agree with the plan to biuld the new synagogue next to the highway. Is this the right way?

Efraim Zuroff: This is not the right way. I would say to you that I hope that their children, who are growing up in Germany, would have a different attitude and understand how democracy works and how to use the democratic system in the right way to take their rights. You have to understand, a part of the problem with the people who came to Federal Republic from former Sowjet Union is that they have a very weak jewish identity. In other words these are people, who were not allowed to have jewish education, who were not allowed to organize as a jewish community, and these are the people who came to Germany with the fact that they know that they are Jews, but it may not be as important as it should be to them.

Christian Frietsch: Those people have a very good base to be good Germans.

Efraim Zuroff: They have a good base to disapear as Jews.

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Дискуссия о месте для новой Синагоги

Критические нотки из Израиля в адрес Баден-Баденского Ратхауса − Ефраим Цурофф о решении вопроса строительства Сигагоги − «городское правление должно внимательно посмотреть на себя в зеркало»


Баден-Баден, 12.03.2018 Отчёт Кристиана Фрича В интервью, взятом goodnews4.de в Иерусалиме у директора центра Симона Визенталя Эфраима Цуроффа была затронута тема дискуссии о новой Синагоге в Баден- Бадене. «Можно было бы предположить, что граждане Баден-Бадена хотят видеть Синагогу как знак примирения после второй Мировой войны и ужасающих преступлений третьего рейха. Но, очевидно, это не так», высказал своё мнение Эфраим Цурофф имея в виду то, что город не смог найти достойного участка земли для Синагоги.

На запрос goodnews4.de обербургомистр Маргет Мерген через своего представителя письменно сообщила, что после «проверки» подходящий участок не был найден и евреям было предложено осмотреться на &laaquo;свободном рынке недвижимости». goodnews4.de сообщала об этом. Совет старейшин Баден-Бадена был проинформирован об этом решении. Председателем ни от одной партийной фракции Баден-Бадена не было сделано официального заявления или выражено сомнений по поводу отказа обербургомистра евреям. goodnews4.de сообщала. Только член городского Совета Астрид Сперлинг-Тайс (Astrid Sperling-Theis) (партия зелёных) и Рене Лос (René Lohs), председатель окружного объединения партии FDP, имели мужество выразить своё мнение. Член городского Совета от партии зелёных подвергла критике содержание письма Badische Tagblatt направленного инициативной группе «Новая Синагога Баден-Бадена». goodnews4.de писала об этом. Совладельцы Badische Tagblatt являются также хозяевами участка, на котором в 1938 году была сожжена Синагога. Они ответили отказом на предложение о выкупе у них земли. Рене Лос предупредил о недопустимости застройки участка земли старой Синагоги где сейчас расположена стоянка газеты. goodnews4.de сообщала.

Однако, в отличие от , председателя правления еврейских Общин земли Баден Рами Сулимана, Эфраим Цурофф не считает отказ городского управления и владельцев Badische Tagblatt причиной для того, чтобы довольствоваться участком земли на обочине скоростной дороги. «Это неверный путь» − считает Эфраим Цурофф. Еврейским жителям Баден-Бадена, приехавшим из бывших республик Советского союза, он даёт следующий совет: «я надеюсь, что ваши дети, выросшие в Германии, имеют другие представления и понимают как функционирует демократия и как можно использовать демократическую систему чтобы добиться своих прав». В то время, когда Эфраим Цурофф давал интервью, было ещё ничего неизвестно об условии договора о купле-продаже участка старой Синагоги, запрещающем использование земли «в целях наживы». goodnews4.de сообщала.

Доктор Эфраим Цурофф, вместе с журналистами газеты New York Times, побывал в 2008 в Баден-Бадене с целью расследования дела нацистского преступника Ариберта Хайма. Goodnews4 опубликует в ближайшее время подробное интервью с Эфраимом Цуроффым на эту тему.

Текст видео-интервью goodnews4.de с Эфраимом Цуроффым:

Кристиан Фрич: Когда нужно провести мероприятия в память о Холокосте немецкие политики и многие другие люди проявляют активность. Что касается признания возродившейся еврейской жизни, то это не везде принимается с восторгом. В Баден-Бадене бургомистр сообщила через своего представителя, что участок для строительства Синагоги городом не найден. Старая Синагога была разрушена 10 ноября 1938 года. На её месте находится сейчас автостоянка. Нынешние владельцы участка также ответили евреям на вопрос о возможной его покупке отказом. Они сделали это письменно. Большинство евреев Баден-Бадена смирились с этой ситуацией. Что бы Вы могли посоветовать?

Ефраим Цурофф: В первую очередь я нахожу, что это очень печальная история и грустный комментарий к атмосфере в Баден-Бадене. Можно было бы предположить, что граждане Баден-Бадена хотят видеть Синагогу как знак примирения после второй Мировой войны и ужасающих преступлений третьего рейха. Но, очевидно, это не так. Я думаю, что существуют две проблемы: одна из них- что должен был бы сделать город и вторая- что должна была бы сделать еврейская община? По моим представлениям, если еврейская община хочет продолжать существовать, она нуждается в Синагоге. И если вы хотите сохранить свою сущность, то должны бороться за свои права. С другой стороны, я думаю, что община и городское правление должно внимательно посмотреть на себя в зеркало и спросить себя- почему они так поступают? Они, видимо делают это руководствуясь неправильными причинами. Если в Баден-Бадене у евреев нет будущего- отпустите их уехать в другое место.

Кристиан Фрич: Эта тема обсуждалась только в так называемом „ Совете старейшин“ города. Только после запроса нашей интернет-газеты общественности стало известно о просьбе евреев помочь в поиске участка. Городской общественности до сих пор не была предоставлена информация и дискуссии на эту тему также не было. Что бы Вы посоветовали?

Ефраим Цурофф: Я думаю, что источники информации имеют очень большое значение. Другими словами, вы упомянули то, что мне кажется классическим: если о чём- то не сообщалось, то каждый может сослаться на то, что он ничего не знал: „ Ах, они действительно не нашли места для Синагоги? Мы ничего об этом не слышали!“ „ Незнание подобно благословению“. В английском есть такая поговорка. Я не знаю, существует ли подобная поговорка в немецком языке, но безразличие очень опасно. Это проблема, когда люди могут утверждать, что они находились в неведении. Какие аргументы можно привести в подтверждение того, что они должны были что-то предпринять? „ Мы ничего не знали, поэтому ничего не могли сделать.“ Верно? Основываясь на собственном опыте могу сказать, что когда речь идёт о привлечении нацистов к суду, источники информации играют ведущую роль. Вскользь хочу заметить, что в большинстве случаев ( но не в случае Хайма), найти нацистов не являлось главной проблемой. Главной проблемой был недостаток политической воли в конце двадцатого и начале двадцать первого веков привлекать нацистов к суду. Единственным нашим соратником были средства массовой информации. В отдельных странах средства массовой информации были не на нашей стороне- как, например, в Словении, Латвии, Эстонии. В Латвии и Эстонии на нашей стороне была русскоязычная пресса. Но в других странах, например в Хорватии, одной из причин по которой удалось привлечь к суду Dinko Sakic, комменданта одного из самых ужасных концентрационных лагерей второй мировой войны Jasenovac, была активность части средств массовой информации в деле объяснения общественности сути происходящего и важности восстановления справедливости. Вот ещё один пример: я обнаружил одного подозреваемого в том, что он был нацистом, живущего в Великобритании. В начале британское правительство не хотело ничего предпринимать и разразилась борьба между газетами Times и Telegraph, которые были против преследования и изменения закона с одной стороны и Independent и Guardian, которые поняли важность происходящего и оказали поддержку, с другой. Без их помощи и без помощи делегатов парламента ничего бы не произошло. Еврейская Община должна найти соратников в городском Совете, а если нет, то нужно обратиться к правительству, нужно попытаться привлечь людей, которые могут оказать помощь.

Кристиан Фрич: Сегодня в Германии сложилась особенная ситуация- у нас появилось много сограждан-евреев из стран быашего Советского союза, которые выросли не зная, что такое демократия. Что бы вы посоветовали? У меня создалось впечатление, что они согласились с планом строительства Синагоги на обочине дороги только потому, что хотят выглядеть правильными немцами и не хотят бороться против правительства. Является ли это, с вашей точки зрения, правильным путём?

Ефраим Цурофф: Это неправильный путь. Я бы сказал им, что надеюсь, что их дети, выросшие в Германии, имет другие представления и понимают как функционирует демократия и как можно использовать демократическую систему чтобы добиться своих прав. Они должны понять, что частично проблемой людей из стран бывшего советского союза является очень слабое восприятие самих себя как евреев. Иными словами это люди, которые не имели возможности получить еврейское воспитание, которые не имели возможности создавать еврейские Общины и которые приехали в Германию зная, что они евреи, но это для них, возможно, не так важно, как должно было бы быть.

Кристиан Фрич: у этих людей есть хорошие предпосылки стать благонадёжными немцами.

Ефраим Цурофф: У них есть хорошие предпосылки для того, чтобы исчезнуть как евреям.

Кристиан Фрич: большое спасибо за интервью

Интервью для goodnews4 провёл Кристиан Фрич